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Triptychon versteigert

Oranienburg Triptychon versteigert

Auch wenn Burkhard Wilde als Auktionator ohne den Hammer auskam, das dreiteilige Bild von Olaf Haugk, das der einst in Oranienburg ansässige Künstler am 4. Juni beim „Soundpainting“ auf dem Schlossplatz entstehen ließ, ist am Mittwochabend in der Orangerie versteigert worden. Es brachte 925 Euro, davon 700 für den guten Zweck.

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Olaf Haugk mit seinem dreiteiligen Bild – der rechte Part wurde noch einmal geteilt, so fanden vier Bilder glückliche Besitzer.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Das Bild mit der Signatur des Künstlers bekommt bei Torsten Bartel einen Ehrenplatz. Über der Couch. Bartel ist ein Schulfreund Olaf Haugks aus Kindertagen in Oranienburg und hat am Mittwochabend sozusagen mit Familienbeistand im Saal das Gemälde in der Orangerie ersteigert. Mit der Auktion fand die Ausstellung „Best of 25 Jahre Soundpaintings“ des Künstlers seinen Abschluss und zugleich kam sein Geburtstagsgeschenk an die Stadt für einen karitativen Zweck unter den Hammer.

Ganz ohne solchen kam dabei Auktionator Burkhard Wilde aus. Der Stadtverordnete meisterte sein Amt mit viel Humor und Einfühlungsvermögen für die Kunst. Und musikalisch entlockte der angehende Pianist Dongjin Lee aus Korea dem Bechstein-Flügel traumhafte Klänge von Beethoven und Mendelssohn Bartholdy. Das leider nicht sehr zahlreich erschienene Publikum zollte begeisterten Applaus. Das dreiteilige Bild hatte Haugk am 4. Juni bei einem einstündigen Liveact auf dem Schlossplatz gemalt. Zur Musik von vier Musikerkollegen. Dabei übermalte er eine 800 in den Farben Rot, Weiß, Schwarz und Orange. „Vieles ist dem Moment entsprungen. Egal, wo es hängt, es wird immer Kraft spenden“, erklärte der Künstler.

30 Prozent der Einnahmen der Versteigerung gingen am Mittwochabend an den Künstler, 70 Prozent an den Ambulanten Hospizdienst Oberhavel, der als Verein auf Spenden angewiesen ist. Während die ersten beiden großen Teile des Triptychons für 220 beziehungsweise 210 Euro glückliche Besitzer fanden, wird der rechte „Flügel“ mit Zustimmung des Künstlers zweigeteilt. Beide wird er neu fassen und rahmen. Hier gab es eine „amerikanische Versteigerung“, bei der nach einem Grundgebot das Publikum in kleinen Summen den Preis nach oben trieb. Das füllte die Kasse für den guten Zweck und theoretisch kann jeder zum Schluss das Werk für einen kleinen Preis nach Hause tragen. Der obere Teil wechselte für 285, der untere für 210 Euro den Besitzer. Alle haben dabei wohl ein „Schnäppchen“ gemacht, denn die Kunstwerke im Foyer kosteten mindestens das Fünffache.

647,50 Euro gingen an den Verein, die TKO rundete auf 700 auf. Olaf Haugk beschlich Wehmut, ob der Trennung von seinen Arbeiten: „Aber dem Hospizdienst zu helfen, ist ein sehr gutes Gefühl.“

Von Heike Bergt

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