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Oranienburg Trotz Gerüchten bleibt „Schrott-Ernst“
Lokales Oberhavel Oranienburg Trotz Gerüchten bleibt „Schrott-Ernst“
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13:40 19.10.2016
Die familiären Geschäftsführer: Sohn Patrik mit seinen Eltern Elke und Jürgen Ernst. Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

„Wir bleiben.“ Das sagen Elke und Jürgen Ernst sowie Sohn Patrik mit einer Menge Nachdruck seit einigen Wochen immer wieder. Denn: Es geht das Gerücht um, dass ihre Recyclingfirma im Gewerbegebiet Nord umzieht, weil das Grundstück angeblich von Orafol aufgekauft werden soll.

„Wir haben sehr guten Kontakt zu Orafol“, so Elke Ernst. „Sie haben uns bestätigt, dass sie keinerlei Interesse an unserem Firmengelände haben“, sagt die 55-Jährige. Seit 1984 recycelt er mit seiner Frau Altstoffe. Begonnen haben sie in der André-Pican-Straße als SERO-Annahmestelle. Das 17 000 Quadratmeter große Areal im Gewerbegebiet besitzt die Familie seit 1998, für 4 Millionen D-Mark haben sie ihre Firma, die Autos recycelt, aber vor allem Altstoffe annimmt, aus dem Boden gestampft.

Eine Straßenzufahrt wird dicht gemacht

Nun merken viele Kunden natürlich, dass der Folienhersteller nicht nur expandiert, sondern auch immer dichter am Ernst-Gelände baut. Vermehrt wird die Familie darauf angesprochen, ob nach Jahresende Schluss sei. „Dem ist definitiv nicht so“, sagt Patrik Ernst. Der 33-Jährige ist seit vorigem Jahr ein Teil der Geschäftsführung. Er hat zwei Studienabschlüsse (Maschinenbau und Fahrzeugtechnik) und nicht vor, die Firma zu verlassen oder umsiedeln zu lassen. „Das hier ist meine Zukunft“, bekräftigt er.

Weiterer Knackpunkt: Kunden erreichen die Firma bald nur noch über die Friedrichsthaler Straße. „Viele aus Schmachtenhagen sind immer direkt durchs Gewerbegebiet zu uns gekommen“, so Jürgen Ernst. Doch eine Teilstraße wird bald externes Firmengelände von Orafol, muss der neuen Firmenzentrale weichen. „Wir dürfen dort aber ein Schild platzieren mit dem alternativen Weg.“

Alte Preise und neue Investitionen

Auswirkrungen haben die Gerüchte schon jetzt. Nicht nur, dass die 16 Mitarbeiter ständig mit Fragen der täglich bis zu 100 Kunden konfrontiert werden, die sie immer nur verneinen können. „Es kamen in den letzten Wochen schon weniger Kunden zu uns“, so Patrik Ernst. Das müsse aber nicht unbedingt an den Gerüchten liegen. „Es sind wohl auch das schlechte Wetter sowie die niedrigen Metallpreise momentan.“

Auch daran musste sich die Kundschaft – in den letzten zehn Jahren konnten 30 000 Neukunden aufgenommen werden – gewöhnen. Bekamen sie beispielsweise vor Jahren noch um die 250 Euro, wenn sie ihren Pkw schrotten lassen wollten, gibt es heute nur noch maximal 70 Euro. „Das ist nicht für alle immer verständlich, sie haben halt die alten Preise im Kopf“, so Jürgen Ernst.

Doch die Firma muss mit der Zeit gehen, sich globalen Märkten anpassen. „Deshalb investieren wir“, so Sohn Patrik, zum Beispiel in die Modernisierung der Absauganlagen für die Autotrockenlegung. „Wir bleiben also definitiv“, bekräftigt die ganze Familie noch einmal – mit Nachdruck.

Von Marco Winkler

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