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Oranienburg Kraftsportlerin trotz Weltspitze unter dem Radar
Lokales Oberhavel Oranienburg Kraftsportlerin trotz Weltspitze unter dem Radar
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17:45 31.01.2019
Katharina Brening hat alles gewonnen, was es in ihrer Sportart zu gewinnen gibt Quelle: Privat
Oranienburg

Der Trophäenschrank von Katharina Brening aus Oranienburg ist gut gefüllt. Norddeutsche Meisterin, Ostdeutsche Meisterin, Deutsche Meisterin, Europameisterin und als Höhepunkt der Gewinn der Weltmeisterschaft 2015 in Chicago (USA). Die 28-Jährige gehört ohne Frage zur absoluten Weltspitze ihrer Zunft, dennoch ist die Kraftsportlerin des Oranienburger Boxclubs kaum jemanden bekannt.

Stolze Trophäensammlung

„Ich habe alles gewonnen, was man in meinem Sport gewinnen kann, teilweise auch doppelt und dreifach. Aber wir sind halt eine Randsportart, da ist die Aufmerksamkeit eher gering“, umschreibt die in Sibirien (Russland) geborene Spitzenathletin die öffentliche Wahrnehmung. Umso mehr genießt Brening Auftritte wie am vergangenen Freitag, als sie bei der Sportlergala des Kreissportbundes Oberhavel und der Märkischen Allgemeinen Zeitung in der Kategorie „Sportlerin des Jahres“ auf Rang drei gewählt wurde. „Das war schon etwas besonderes für mich, allein schon nominiert worden zu sein, da Kraftsport ja nicht wirklich im Fokus der Öffentlichkeit steht.“

IHK-Chef Peter Heydenbluth (r.) und MBS-Marktdirektor Olaf Neupert gratulieren Katharina Brening zu Platz drei beid er Sportlerwahl 2018. Quelle: Robert Roeske

2002 kam die damals Elfjährige aus dem russischen Krasnojarsk nach Deutschland. Durch ihren späteren Freund zog es Katharina Brening 2014 zum Kraftsport. „Er ist selbst Kraftsportler und hat mich ein paar mal mit zum Training genommen. Das hat mich fasziniert und so habe ich dann selbst angefangen, Kraftsport zu betreiben.“ Und das mit schnellen Erfolgen: Nur anderthalb Jahre später gewann Brening Gold bei den Weltmeisterschaften in den USA, der Höhepunkt ihres sportlichen Wirkens. Dennoch bleibt die gebürtige Russin bescheiden: „Ich bin sicherlich nicht die stärkste Frau der Welt, aber anscheinend recht talentiert und arbeite hart für meinen Erfolg.“ Zwei- bis dreimal trainiert sie in der Woche, insgesamt neun intensive und kraftzehrende Einheiten stehen dann auf dem Programm.

Als Paradedisziplin hat Brening selbst die Kniebeuge ausgemacht, dort liegt ihr Bestwert aktuell bei 142,5 Kilogramm. Diese werden dann aus knieender Position nach oben gestemmt.

Klares Bekenntnis von Brening zu einem sauberen Sport

Eine klare Meinung hat Katharina Brening zum Thema Doping: „Ich bin absolut sauber und sehe auch keinen Sinn im Doping. Was schnell kommt, geht auch schnell wieder weg. Außerdem möchte ich nicht aussehen wie ein Mann und körperliche Spätfolgen davontragen. Ich habe auch so sportlichen Erfolg.“

Sponsoren sind herzlich willkommen

Ziel für das kommende Jahr ist die Weltmeisterschaft, die wieder in den USA stattfindet. „Ich möchte erneut Weltmeisterin werden, das ist das erklärte Ziel“, zeigt sich die sonst eher schüchtern auftretende Frau selbstbewusst. Allerdings seien solche Wettkämpfe wie in den USA extrem kostenaufwendig für Brening und Co., denn Sponsoren sind rar im Kraftsport. „Wir haben aktuell keine, würden uns aber über interessierte Menschen, die uns unterstützen wollen, sehr freuen“, so die 28-Jährige.

Aktuell müssen die Kraftsportler alle anfallenden Kosten nahezu komplett aus eigener Tasche bezahlen, fast schon ein höherer Kraftaufwand als der reine Wettkampf an sich. „Unser Verein trägt die Startgebühren, aber alle weiteren Kosten wie Flüge, Unterkunft oder Verpflegung bezahlen wir selbst. Aber wir haben uns daran gewöhnt und lassen uns den Spaß am Sport nicht verderben“, so Katharina Brening.

Von Knut Hagedorn

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