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Umstrittene Legehennen-Anlage – jetzt spricht der Chef

Schmachtenhagen Umstrittene Legehennen-Anlage – jetzt spricht der Chef

Im Kreis Oberhavel sorgen die Pläne für eine Legehennen-Anlage immer wieder für Kritik. An verschiedenen Standorten sind zwei riesige Ställe für jeweils 21.000 Tiere geplant. Jetzt äußert sich einer der Planer erstmals zu dem Vorhaben und sagt, warum ihm die Kritik zusetzt und warum er aufs Bio-Siegel setzen wird.

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Glückliche Hühner will Roest in Wensickendorf ansiedeln.

Quelle: dpa

Schmachtenhagen. Hendrik Roest ist seit Januar 2016 Geschäftsführer des Oberhavel Bauernmarktes in Schmachtenhagen. Der 43-Jährige plant, wie auch Josef Vortallen, eine Legehennen-Anlage mit je zwei Ställen à 21.000 Tieren zu bauen (MAZ berichtete). Und das ganz unabhängig vom Bauernmarkt. Jetzt äußert er sich erstmals öffentlich zu seinem Vorhaben. Noch sei alles in der Planungsphase, sagt er. „Wir sind im Voruntersuchungsprozess.“ Der Standort nahe Wensickendorf wäre perfekt.

Die befürchtete Geruchs- oder Lärmbelästigung sei nahezu nicht vorhanden, beruhe auf Erfahrungswerten nicht so moderner Anlagen. Er werde sämtliche Richtlinien und Grenzwerte für so eine Anlage einhalten. Geplant ist ein Bio-Betrieb. Bis zu 300 Hektar der Bauernmarkt-Fläche könne er dann ebenfalls biologisch ausrichten.

Positive Entwicklung der Landwirtschaft?

Bisher gibt es auf dem Bauernmarkt lediglich regionale Produkte, darunter Eier der rund 1200 eigenen Hühner, aber kein großes Bio-Angebot. Das könnte sich mit der Anlage ändern, Synergie-Effekte würden ausgenutzt. Die Anlage wäre zukunftsträchtig, denn die Milchpreiskrise trifft auch Roest. Seine Milchkühe sieht er langfristig nicht als wirtschaftlich genug.

Ein Problem ist der schlechte Ruf der geplanten Investition. „Viele kündigen mir die Pachtverträge“, so Roest. „Aber gerade wenn mir alle kündigen, bin ich gezwungen, das Projekt durchzuführen.“ Rein finanziell. Noch sei aber nicht abschließend entschieden, ob die Anlage realisiert wird.

Für einige Ängste der Anwohner, welche die Bürgerinitiative „Contra Eierfabrik“ formuliert, habe er Verständnis. „Die nächsten Anwohner meiner Anwohner leben aber einen Kilometer entfernt.“ Das Projekt trage zur positiven Entwicklung der Landwirtschaft in der Region bei, so Roest.

Von Marco Winkler

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