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Oranienburg "Absolutes Unikat": Elfenbein-Möbel waren 70 Jahre verschollen
Lokales Oberhavel Oranienburg "Absolutes Unikat": Elfenbein-Möbel waren 70 Jahre verschollen
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01:16 09.07.2018
Die seltenen Elfenbeinmöbel können ab sofort und noch bis Ende des Jahres im Oranienburger Schloss besichtigt werden. Anschließend gehen sie in die Restauration. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Dass Samuel Wittwer gestern „einen großen Freudentag“ im Oranienburger Schloss erlebte, war dem Direktor der Abteilung Schlösser und Sammlungen der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten (SPSG) deutlich anzusehen. Der 51-Jährige strahlte über beide Ohren, als er im Groteskensaal eine lange verloren geglaubte Möbelgarnitur präsentierte, die jetzt ihren Weg zurück ins Oranienburger Schlossmuseum fand.

Samuel Wittwer von der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten präsentierte das Möbelensemble in Oranienburg. Quelle: Robert Roeske

Das fast 380 Jahre alte Ensemble, bestehend aus einem Spiegel, zwei Beistelltischen sowie einem Tisch, zeichnet sich durch mehrere Eigenschaften aus und ist zudem „soweit wir wissen heute ein absolutes Unikat“, wie Henriette Graf, Kustodin für Möbel bei der SPSG bei der Vorstellung der Garnitur betonte. So handelt es sich um Elfenbeinmöbel aus dem 17. Jahrhundert, die einst zur Kunstkammer des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg gehörten und in Brasilien angefertigt wurden. Der nun wiedergefundene Spiegel, die Beistelltische und der Tisch waren ursprünglich Teil einer kompletten Raumausstattung, die nur noch in Teilen vorhanden ist.

Auch Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (r.) war zur Vorstellung der neuen Ausstellungstücke erschienen. Quelle: Robert Roeske

Wiedergefunden wurde das Ensemble nun nach 70 Jahren im Schlossmuseum Arnstadt. Antje Vanhoefen vom Kulturbetrieb der Stadt Arnstadt findet: „Objekte müssen dorthin, wo sie hingehören.“ Samuel Wittwer zeigte sich ebenso froh wie dankbar über die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit den Arnstädtern. Nur so war es möglich, die seltenen Möbel zurück nach Oranienburg zu holen. Dort werden sie bis Ende des Jahres im Schlossmuseum in aktuellem Zustand ausgestellt, ehe sie anschließend restauriert werden. Dieser Aufgabe blickt vor allem Marc Heincke, Restaurator der SPSG entgegen: „So etwas hat man nicht alle Tage.“

Von Nadine Bieneck

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