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Oranienburg Vergeblich auf Hilfe gehofft
Lokales Oberhavel Oranienburg Vergeblich auf Hilfe gehofft
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18:19 03.08.2018
Anja Küllmer ist eine lebensfrohe Frau, aber der Wassereinbruch in ihr Haus haben sie und ihren Mann schwer mitgenommen. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

„Bei jedem Regen sitzen wir am Fenster. Wie schlimm wird es diesmal? Inzwischen haben wir auch Angst vor Sturm“, beschreibt es Anja Küllmer. Die Angst sitze immer noch tief. Beim Starkregen vom 29. Juni 2017 stand ihr Haus in der Zella-Mehliser-Straße 1 mitten in einem See, war vom Wasser eingeschlossen. Denn es befindet sich in einer Senke. „Von überall schoss das Wasser heran, vor allem vom Bahnwall, der Hildburghausener Straße, die erhöht liegt. Es gibt ein Gefälle von drei Seiten und die Versickerungsmulden vor der Tür sind einfach zu flach“, so Anja Küllmer.

Um die Mulden „kümmert sich nicht die Stadt, sondern seitdem mein Mann, er mäht sie und hält sie frei“. Aus Angst vor dem nächsten Regen. „Aber sie müssten einmal im Jahr ausgehoben werden.“ In der ersten Angst wollten sie eine Mauer um ihr Grundstück bauen, „aber das bringt ja nichts, wir brauchen die Einfahrt.“ Andere Nachbarn haben sich Barrieren vor die Türen bauen lassen. Anja Küllmer findet trotzdem, dass sie noch Glück im Unglück hatten. Der Fußboden in ihrem Haus, Baujahr 2013, musste zwar aufgebohrt werden, ein Gutachter kam, wochenlang liefen Trocknungsaggregate. Es gab eine satte Stromrechnung.

„Schimmel hatten wird nur im Ansatz.“ Rund 3000 Euro hätten sie investieren müssen, damit heute alles wieder in Ordnung ist. Gegen Hochwasserschäden hatten sie sich nicht versichert. Eine Versicherung will sie jetzt, nach der Panik des letzten Jahres, in Ruhe und überlegt abschließen. „Oberhavel ist ja nach dem Starkregen gleich anders eingestuft worden und teurer geworden“.

Anja Küllmer hatte auf Hilfe von der Stadt gehofft, der sie nun selbst einen Vorschlag machen möchte: Auf dem freien Grundstück vis a vis, neben der St. Johannesbergschule, „sollte ein Wasserauffangbecken wie das hinter der Kölle-Siedlung in Borgsdorf gebaut werden. Ich weiß nicht, ob es der Stadt gehört, aber das wäre ein Anfang.“ Sie hofft, auf offene Ohren zu stoßen. Auf jeden Fall könnten die Küllmers dann bei Regen etwas besser schlafen.

Von Heike Bergt

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