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Oranienburg Obdachloser Uwe M.: Zahlreiche Menschen kommen zur Beerdigung
Lokales Oberhavel Oranienburg Obdachloser Uwe M.: Zahlreiche Menschen kommen zur Beerdigung
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10:49 17.03.2019
In einer ergreifenden Trauerfeier erwiesen zahlreiche Menschen dem im Februar verstorbenen Uwe M. das letzte Geleit. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

“Es war eine sehr schöne Feier, die Trauerrede sehr ergreifend“, sagte Janette Budtke am Sonnabend und atmete tief durch. Für die 38-Jährige schloss sich eine Herzensangelegenheit: Dem im Februar in Oranienburg verstorbenen, obdachlosen Uwe M. eine würdige Beerdigung zu erweisen. Innerhalb von 36 Stunden sei der dafür benötigte Betrag durch Spenden noch im Februar zusammengekommen. Im Rahmen ihres Engagements mit den Charity Banditen hatte die Borgsdorferin immer wieder mit dem 57-Jährigen zu tun gehabt. Mit einer angemessenen Bestattung sollte Uwe M. „noch einmal ein Gesicht bekommen“, nachdem er in einem Zelt nahe der Ladestraße des Oranienburger Güterbahnhofs einsam verstorben war. Wann genau, ist bis heute nicht geklärt. Die Polizei grenzt den Zeitraum seines Todes auf den 7. bis 13. Februar ein.

Lebensstationen von Uwe M.

Auf dem Stadtfriedhof flossen am Sonnabend viele Tränen. Die Trauerhalle war mit knapp 50 Gästen bis auf fast den letzten Platz gefüllt. Familienangehörige, Wegbegleiter und Mitstreiter der Charity Banditen waren gekommen, um Uwe M. die letzte Ehre zu erweisen. In einer sehr persönlichen Rede ließ die Trauerrednerin die Lebensstationen des 57-Jährigen noch einmal lebendig werden und verhehlte nicht, dass es das Leben mit Uwe M. nicht immer gut gemeint hatte. Mehrere Stunden habe sie zuvor mit der Trauerrednerin zusammen gesessen. Bereits da seien viele Tränen geflossen, verriet Janette Budtke, die sich nun um die letzten Angelegenheiten des Verstorbenen kümmert.

Nur wenige Meter von der Trauerhalle auf dem Oranienburger Stadtfriedhof befindet sich das Urnengrab von Uwe M. Quelle: Nadine Bieneck

Nicht nur ein großes Geleit, sondern auch eindringliche Liedzeilen begleiteten schließlich den letzten Weg von Uwe M. zu einem Urnengrab wenige Meter von der Kapelle entfernt: „So wie du warst, bleibst du hier... Lass los mein Freund und sorge dich nicht“, sangen Unheilig und sollten damit auch noch einmal „an die Situation dieser Menschen erinnern“, so Janette Budtke.

Von Nadine Bieneck

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