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Oranienburg Vodafone-Störungen dauern an
Lokales Oberhavel Oranienburg Vodafone-Störungen dauern an
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20:05 21.10.2016
Das kräftige Vodafone-Rot ist unverkennbar. Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

Wer kennt das nicht: Schnell im Internet eine Adresse raussuchen, eine Mail schreiben, das Video gucken, von dem Freunde gerade reden – aber genau in dem Moment scheint die Verbindung zu spinnen. Die Ladebalken drehen und drehen sich. Oder, noch schlimmer, die Leitung ist gleich komplett tot.

Doch das ist in Oranienburg seit Wochen kein lästiger Einzelfall, keine kurzfristige Störung mehr. Gerade Kunden des Mobilfunkanbieters Vodafone surfen auf einer langsamen Welle. Eigentlich steht die Abkürzung UMTS für hohe Geschwindigkeit, doch aktuell mischt sich Ironie in den angeblich schnellen Mobilfunkstandard – und meist schaltet sich automatisch die langsamere EDGE-Verbindung, der Vorgänger von UMTS, ein.

WhatsApp sollte gehen, Videos abspielen ist Geduldsprobe

Der Grund: Eine Funkantenne wurde gekappt. „Wir mussten einen Standort zurückbauen“, sagt ein Sprecher von Vodafone. Gemeint ist der auf dem alten Speicher am Louise-Henriette-Steg. Er wurde am 26. September außer Betrieb genommen, weil hier gebaut wird. Anfang 2017 soll das denkmalgeschützte Gebäude saniert werden und 26 Eigentumswohnungen entstehen. „Wir hatten schon einige Kunden, die sich deshalb beschwert haben“, so Sebastian Termin, Filialleiter des Vodafone-Shops im Oranienpark.

Die Übertragungsrate sei sehr gering. „WhatsApp sollte aber funktionieren, nur mit Videos könnte es Probleme geben.“ Laut seinen Aussagen sucht Vodafone gerade nach einem passenden Standort für einen neuen Mast in Oranienburgs Innenstadt. Das sei nicht einfach. „Jeder will schnelles Internet, aber keiner eine solche Antenne auf dem Dach haben.“

Festnetz ist nicht betroffen

Die Neu-Installation ist notwendig, können doch die in der Umgebung installierten Antennen die Stabilität des Mobilfunknetzes nicht wirklich auffangen. „Wir sind an dem Problem dran“, versichert der Vodafone-Sprecher. Versprechungen machen über den Zeitpunkt, wann das sein wird, kann er nicht. „Es ist ein Plan, da kann immer etwas dazwischen kommen.“

Das jetzige Vorhaben sehe vor, dass die Ersatzantenne in Kalenderwoche 47 (21. bis 27. November) in Betrieb genommen wird. Frühestens in fünf bis sechs Wochen können Oranienburger also mit der schnellen Internetverbindung auf dem Smartphone oder USB-Stick für den Laptop rechnen. Das Festnetz (DSL) sei von der Störung aber nicht betroffen, so Vodafone.

Tipps der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale Brandenburg kennt das Problem mit Netzstörungen im Mobilfunk. Michèle Scherer ist Expertin für Digitale Welt der Verbraucherzentrale. Viele Anbieter hätten entsprechende Klauseln im Kleingedruckten. „So müssen kurze Netzstörungen oft hingenommen werden.“

Schadensersatz: Ein Anspruch auf Schadensersatz sei schwer durchzusetzen, „da an diesen hohe Anforderungen geknüpft sind.“ Der Tipp: Es ist wirklich sinnvoll, den Anbieter zu kontaktieren und auf diesem Weg eine Einigung zu erzielen.

Wenn die Netzstörung aber über einen längeren Zeitraum anhält, dann könne dem Verbraucher auch ein außerordentliches Kündigungsrecht zustehen.

Dabei gibt es allerdings einige Dinge, welche beachtet werden müssen. „Unter anderem muss der Anbieter nachweislich informiert werden und ihm muss eine angemessene Frist zur Behebung eingeräumt werden“, so Michèle Scherer.

Sebastian Termin hat noch einen guten Tipp für verärgerte Kunden: Einfach bei Vodafone anrufen, den ganzen Fall schildern. „Die gucken dann in ihr System und sehen die jeweilige Störung.“ Der Mobilfunkanbieter würde Kunden dann eine Gutschrift anbieten, wenn die Übertragungsrate so gering ist. Zu erreichen ist Vodafone unter Tel. 0800/01 72 12 12.

Überblick: Alle Netz-Störungen fasst die Seite www.allestoerungen.de. zusammen. Häufigste Ausfällte haben Vodafone, Telekom, Kabel Deutschland, O2.

Von Marco Winkler

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