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Oranienburg Vom Aushilfskellner zum Geschäftsführer
Lokales Oberhavel Oranienburg Vom Aushilfskellner zum Geschäftsführer
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12:13 29.05.2016
Enrico Kitschun (28) mit seiner Assistentin Georgia Krieg in den Räumlichkeiten in der Mittelstraße. Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

Sie sind jung und erfolgreich: Die Wirtschaftsjunioren in Oberhavel. Elf Unternehmer unter 40 Jahren gehören dem Kreisverband an. Einmal im Monat treffen sie sich zum Austausch. Seit Anfang des Jahres ist Christian Lambeck dabei. „Ich habe einen Stammtisch für Unternehmer gesucht, der etwas bewegen will“, sagt er. „Wir verdienen alle unser Geld in der Region und wollen davon auch ein Stück zurück geben.“

Christian Lambeck ist 23 Jahre alt. Nach seinem Wirtschaftsabitur am hiesigen Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum kellnerte er, um sich ein paar Euro dazu zu verdienen. Dann schlug das Schicksal zu. Einer seiner Kollegen war Karsten Knabe, Einzelunternehmer, der seine eigene Gebäudereinigung betrieb – mit drei, vier Kunden. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Mit 19 Jahren stieg Christian Lambeck ins Knabes Unternehmen ein, „auf blauen Dunst hin“, wie er sagt.

Erste Aktion: 10 000 Flyer drucken und verteilen. Mit Erfolg. „Auf einmal hatten wir um die 50 Kunden“, so der Jungunternehmer, der 15 Mitarbeiter beschäftigt. Den Geschäftsführer-Posten teilt er sich mit Karsten Knabe. Ein Erfolgsmodell. Doch ist Christian Lambeck mit seinen 23 Jahren nicht schon auf der letzten Sprosse der Erfolgsleiter angekommen? „Ich stecke mir immer wieder selbst Ziele, Aufgaben gibt es als Geschäftsführer genug“, sagt er.

Christian Lambeck, Geschäftsführer (mit Karsten Knabe) bei Knabe Gebäudereinigung. Quelle: privat

Das kann auch der 28-jährige Enrico Kitschun bestätigen, ein weiterer Wirtschaftsjunior. Seit 2008 ist der gebürtige Oranienburger selbstständig. Erst mit einer Baufirma. „Das war eine „Übergangslösung“, sagt er. Ende 2009 stieg er in die Arbeits- und Personalvermittlung GS Company ein.

Nach drei städtischen Umzügen hat sich diese in der Mittelstraße angesiedelt. Erst war Enrico Kitschun Filialleiter, jetzt ist er neben den Firmengründern Jan Grawunder und Andreas Schätzel geschäftsführender Gesellschafter. Jan Grawunder, der vor der Gründung der GS Company 2003 ebenfalls in der Baubranche tätig war, hätte sich in dem gelernten Maurer wiedererkannt.

Bei GS Company melden sich Arbeitssuchende, die einen neuen Job brauchen, und Firmen, die eine vakante Stelle zu besetzen haben. Enrico Kitschun und sein Team (zwei Vermittler und eine Assistentin in Oranienburg) erstellen Bewerberprofile und vermitteln, „vom einfachen Helferbereich bis zur Führungskraft.“

Seit gut einem Jahr ist er Wirtschaftsjunior, netzwerkt, knüpft Kontakte. „Wir wollen die Stadt nach vorne bringen“, fasst er ein Ziel der Wirtschaftsjunioren zusammen. Sie geben sich Tipps, vermitteln schon mal Kunden untereinander und sind auf Messen vertreten. Enrico Kitschun, Christian Lambeck und die anderen Mitglieder wollen den Wirtschaftsstandort Oberhavel stärken.

Weitere Informationen – 120 000 000 000 Euro

Gut 10 000 Unternehmer und Führungskräfte unter 40 Jahren gehören deutschlandweit den Wirtschaftsjunioren an. Ziel: Wachstum in der deutschen Wirtschaft.

120 Milliarden Euro: Das ist die Summer der Wirtschaftskraft, welche die Wirtschaftsjunioren nach eigenen Angaben zusammen haben. Sie verantworten dabei etwa 300 000 Arbeits- und rund 40 000 Ausbildungsplätze.

60 Prozent der Verbandsmitglieder gehören den Dienstleistungsbranchen an, 13 der Industrie und 12 dem Handel. Drei Viertel der Wirtschaftsjunioren sind Männer.

Von Marco Winkler

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