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Oranienburg Von den Strickfrauen bis zur Kleiderkammer
Lokales Oberhavel Oranienburg Von den Strickfrauen bis zur Kleiderkammer
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16:24 31.08.2018
Drehorgel-Klara aus dem Löwenberger-Land. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Markttreiben gab es auch am Freitag wieder entlang der Bernauer Straße in Oranienburg. Diesmal jedoch mit erweitertem Angebot. Es gab mehr als junges Gemüse, leckere Suppen oder Honig. Marktbetreiber Bernd Gellesch hatte kostenlos Stände für einen „Markt der sozialen Möglichkeiten“ angeboten. Und am 31. August kam man unter einen Hut: Entlang der Liebigstraße und der Bernauer Straße bis zum Boulevard zogen sich die Stände der Wochenmarkthändler und eben aller jener, die bei Problemen in verschiedenen Lebenslagen Hilfe anbieten, Hilfe organisieren und geben.

Zum Beispiel der Märkische Sozialverein. Unter seinem Dach treffen sich zum Beispiel die Strickfrauen, die mit einer Kiste Kindersachen am Start waren. Die Selbsthilfegruppen – für Menschen mit Multipler Sklerose bis „Malen nach Krebs“ – hatten Trödel-Stände aufgebaut. Frauenhaus, Schuldner-, Demenz- oder Teilhabeberatung – hier gab es unkompliziert Rat vom Fachmann. Erstmals stellt sich das Wohnprojekt Gartenstraße 4 vor. Im Woba-Haus können die Bewohner einen Gemeinschaftsraum nutzen, den der MSV betreut, und der sehr gut angenommen wird.

Die Oberhavel Kliniken waren ebenso präsent wie das Gesundheitsamt, die Rheuma-Liga, private Pflegedienste, ambulanter Hospizdienst, der ADFC und die Frauen der Oranienburger Kleiderkammer, die dringend Verstärkung suchen.

An jedem Stand konnte man sich Infos holen oder mit den Fachleuten direkt ins Gespräch kommen, ganz ohne Warten und Termine. Fazit: Viele hoffen, dass der „1. soziale Markt der Möglichkeiten“ keine Eintagsfliege bleibt, sondern jährlich stattfinden wird.

Von Heike Bergt

Pasewalker Straße in Oranienburg ohne „Befund“.

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