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Oranienburg Vortrag über Irland
Lokales Oberhavel Oranienburg Vortrag über Irland
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21:20 06.03.2016
Im Nordwesten von Irland dominiert noch das Gälische. Quelle: FHK
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Marwitz

Ja, ja, rote Haare und Regen. Roland Marske kennt die Klischees über Irland. Aber es gibt einen wahren Kern, räumt er ein. Gerade, was das Wetter betrifft. Als er einst auf der grünen Insel mit dem Fahrrad unterwegs war, schüttete es wie aus Kübeln. Das Zelt „vom Discounter“ schützt ihn mehr schlecht als recht. Doch die freundlichen Iren bauen ihn auf, legen ihm nahe, mit dem Regen zu leben. „Flüssigen Sonnenschein“ nennen sie ihn.

Kein Massentourismus, weil es regnet

Was wäre Irland auch ohne den Regen, fragt Roland Marske zu Beginn seiner Multivisions-Schau, die am Sonnabend in der sehr gut besuchten Turnhalle Marwitz stattfand; im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bibliothek und Kultur“ der Büchereien in Oberkrämer. Nur dem Regen verdankt das Land, dass es vom Massentourismus verschont blieb. Und nur ihm verdankt es dieses wunderbare, satte Grün, wie die eindrucksvollen Aufnahmen beweisen. Aber auch das Blau in allen Schattierungen, Himmel, Meer, Seen, gehören dazu. Und die Farbe der Felsen, ob Klippen, Mauern oder Ruinen. „Die Insel lebt von Stimmungen“, sagt der Journalist und Fotograf.

Er zeigt einsame Landschaften und pulsierende Städte. Im windzerzausten Nordwesten, sumpfig und karg, begegnet man eher Schafen als Menschen, hier wird noch gälisch gesprochen. Im Kneipenviertel von Dublin hingegen bahnt man sich den Weg nachts um drei durch „Urin und Kotze“. Attraktionen wie die Guinness-Brauerei in Dublin oder der „Giant´s Causeway“, die berühmten Basaltsäulen an der nordirischen Küste, dürfen nicht fehlen.

Ein Blick in die Geschichte: Missernte durch Kartoffelfäulnis

Doch der Vortrag geht weit über das Touristische hinaus. Die Anwesenden erfahren viel über Politik und Geschichte. So trennen noch immer in Belfast Mauern katholische von protestantischen Wohnvierteln. Auch wenn die Zeit der großen Konflikte wie etwa der „Bloody Sunday“ von 1972 in Derry längst vorbei ist. Weitaus schlimmer war die große Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals setzten die Bauern vor allem auf die Kartoffel, die auch auf wenig fruchtbaren Böden gedieh. Missernten dank der Kartoffelfäulnis führten zur Katastrophe. Eine Millionen Menschen starben, doppelt so viel wanderten aus.

Doch auch mit handfesten Tipps wird nicht gegeizt. Wer etwa durch Irland fährt, muss neben manchem Schlagloch auch mit verwirrenden Wegweisern rechnen. Durchfragen hilft auch nicht immer. Roland Marske hat dafür eine einfache Erklärung. Vermutlich wollen die Einheimischen dem Besucher über lange, unnötige Umwege ihr schönes Land einfach nur näherbringen.

Von Fritz Hermann Köser

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