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Oranienburg Wasser speiende Vulkane in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Wasser speiende Vulkane in Oranienburg
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19:50 11.05.2016
Badespaß: Das neue Erfrischungsangebot testeten Schüler der 1. Klasse der Comenius-Grundschule am Montag. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Optoelektronik, Naturstein, Widerlager einer Brücke. Hört sich erst einmal nicht besonders vielversprechend an und klingt erst recht nicht nach einer coolen Wasserattraktion im Oranienburger Schlosspark. Doch genau das sind die Grundelemente, aus denen die Wasserlandschaft für Kinder besteht.

Diesen Montag fand die offizielle Einweihung des neu gestalteten Wasserbeckens statt. Finanziert wurde das Projekt von der Stadt Oranienburg und der Tourismus und Kultur gGmbH (TKO). Gesamtosten: 120 000 Euro.

Aufatmen und sich abkühlen können dabei nicht nur Eltern mit ihren Kindern, die eine ganze Weile ohne erfrischenden Badespaß den Schlosspark im Sommer besuchen mussten. Der vorhandene Badebereich wurde 2015 geschlossen. Grund: Hygienemängel. „Fünf Jahre hatten wir den Badeteich“, erzählt Baudezernent Frank Oltersdorf (SPD). Ein Magnet im Park, der aber auch einige Probleme mit sich brachte. Das Abpumpen funktionierte nicht richtig, der Untergrund war rutschig, Algen breiteten sich aus – ein stehendes Gewässer eben. Der Aufwand der Erhaltung des Planschbeckens sei zu hoch gewesen, so Oltersdorf.

Hier gibt es für jeden etwas zu entdecken! Quelle: Enrico Kugler

Deshalb musste ein anderes Konzept her. Die Neugestaltung des Wasserbeckens nahm im vorigen Jahr ihren Lauf. Es wurde erweitert und aufwendig gestaltet. Schon auf den ersten blick ist das zu sehen.Der Clou: Vulkane in Oranienburg. Ja, die gibt es ab sofort. Sie speien zwar keine Lava, Gase und Rauch, dafür aber – Wasser. Drei farbige Vulkane (blau, rot, grün) dienen Kindern im Schlosspark jetzt als Spielwiese.

Das Wasser aus ihrem Inneren wird per Lichtschranke ausgelöst (optoelektronisch). „Das ist das Besondere“, sagt Architekt Hagen Roßmann. „Wir haben größtenteils auf Mechanik verzichtet.“

Die Vulkanhügel sind mit weichem Gummibelag (aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) ausgestattet und bieten besten Halt. Findlinge ergänzen das Ensemble, ebenso wie alte Widerlager der Kanalbrücke in der Birkenallee. „Im Sommer kommen dann noch Sonnensegel hinzu“, stellt Hagen Roßmann in Aussicht.

TKO-Geschäftsführer Jürgen Höhn ist begeistert und spricht von einer „perfekten Abkühlungsmöglichkeit im Sommer.“

Von Marco Winkler

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