Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Wasser marsch! Oranienburgs Wasser kalkhaltig, aber sehr gut
Lokales Oberhavel Oranienburg Wasser marsch! Oranienburgs Wasser kalkhaltig, aber sehr gut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 01.10.2018
Das Wasserwerk Sachsenhausen verfügt über eine hochmoderne Technik. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Ständig Kalkflecke an Gläsern und Armaturen und immer muss man die Dusche von Kalkrückständen befreien – dass das Oranienburger Wasser kalkhaltig ist, das ist bekannt. Dass es aber auch viele gesunde Mineralstoffe enthält, das wissen die wenigsten. Das kam bei einer Führung durch das Wasserwerk Sachsenhausen heraus. Eingeladen hatten jetzt die Stadtwerke Vertreter aus Unternehmen und der Wirtschaft. Das Business-Event war Donnerstag im Oranienburger Hafenrestaurant LuBea gestartet. Und wer Bock hatte, konnte sich per Shuttle rüber zum Wasserwerk für eine Führung chauffieren lassen.

Im Wasser stecken viele Mineralien – der hohe Kalkanteil ist normal

„Unser Wasser hat eine mittlere Härte. Das merkt man daran, dass sich an den Armaturen nach einer gewissen Zeit Kalkablagerungen bilden“, erklärt Stadtwerke-Rohrnetz-Leiter Uwe Kummer (56) den interessierten Zuhörern. Diese sogenannten Kalkbildner könnten technisch aufwendig aus dem Wasser entfernt werden. „Das wäre aber kontraproduktiv, weil man so auch alle im Wasser enthaltenen gesunden Mineralien mit herausfiltern würde. Das Oranienburger Trinkwasser entspricht selbstverständlich der Deutschen Trinkwasserverordnung“, sagt der Experte.

Das Rohwasser wird aus bis zu 50 Meter tiefen Brunnen gefördert

„Woher bezieht denn das Werk das Wasser? Kommt es aus dem Lehnitzsee?“, fragt ein Mann interessiert. Dazu Uwe Kummer: „Nein. Das ist Grundwasser. Das sogenannte Rohwasser fördern wir aus zwischen 30 und 50 Meter tiefen Brunnen, die von Grundwasserschichten gespeist werden.“ Und weiter ist zu erfahren: Über eine Rohwasserleitung fließt das Wasser zuerst aus den Brunnen in sogenannte Oxydatoren. Dort wird das Wasser mit technischem Sauerstoff angereichert. „Das ist wichtig, damit wir aus dem Wasser Eisen- und Manganverbindungen filtern können“, sagt Uwe Kummer. Anschließend düst das Wasser durch die Filter. Als erstes muss es durch vier riesige blaue Tanks mit einer Kiesschüttung. „So werden die im Wasser enthaltenen Eisenverbindungen herausgefiltert“, sagt Uwe Kummer.

Zwei Filteranlagen machen aus Rohwasser hochwertiges Trinkwasser

Über Rohrsysteme wird das Wasser dann rüber zur zweiten Filteranlage samt vier Riesen-Tanks gepumpt. Auch dort fließt es wieder durch eine Kiesschicht. „Die ist wichtig, damit wir aus dem Rohwasser nun die Manganverbindungen herausfiltern können“, sagt Uwe Kummer. Nach der aufwendigen Filterung ist aus dem Rohwasser schon sauberes Trinkwasser geworden. Und weil Tag für Tag und Nacht für Nacht rund 35 000 Menschen in und um Oranienburg immer frisches Wasser wollen, wenn sie den Hahn aufdrehen, wird das gefilterte Trinkwasser in zwei Riesen-Vorratsbehältern gespeichert. Sie stecken unter einem Riesen-Erdberg am Wasserwerk. Jeder unterirdische Stahl-Betonklotz fasst 5100 Kubikmeter Wasser. „So sind wir in der Lage, auch bei Versorgungsspitzen jedem Verbraucher immer frisches Trinkwasser zur Verfügung zu stellen“, sagt Uwe Kummer. Die zwei Riesen-Zwischenspeicher gewährleisten aber auch, dass die Wasserversorgung gesichert ist, falls mal eine Anlage ausfallen sollte.

„Aber wie kommt denn nun das Trinkwasser aus dem Wasserwerk in das städtische Rohrnetz?“, will eine Frau wissen. „Für die Einspeisung aus dem Wasserwerk in das städtische Rohrnetz läuft das Wasser aus den Vorratsbehältern über dicke Rohrleitungen in eine große Sammelleitung“, sagt Uwe Kummer. Mit Hilfe von vier starken Pumpen und einem konstanten Druck wird es dann in städtische Netze eingespeist. Na dann Wasser marsch und Prost.

Von Jeannette Hix

Oranienburg Polizeibericht Oberhavel vom 28. September 2018 - Polizeiüberblick: Mini-Gabelstapler gestohlen

Betrügerische Anrufe in Hennigsdorf, blinde Passagiere in Fürstenberg und ein Fahrradunfall in Oranienburg – diese und weitere Meldungen der Polizei Oberhavel lesen Sie im Polizeibericht vom 28. September.

28.09.2018

Aufgepasst: Die Polizei in Oberhavel ist am Wochenende wieder mit dem Radarmessgerät unterwegs und kontrolliert die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorschriften.

28.09.2018

Die 40-jährige Kathrin Koczessa aus Nassenheide engagiert sich leidenschaftlich für Kinder und viele soziale Projekte.

01.10.2018