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Wenn das Öl erst anfängt zu brennen

Tag der offenen Tür der Leegebrucher Feuerwehr Wenn das Öl erst anfängt zu brennen

Die Leegebrucher Feuerwehr machte am Samstag Werbung in eigener Sache. Fahrten mit dem Auto, Vorführungen unter freiem Himmel, Simulation mit Sprayflaschen – die Gäste konnten sich ein Bild von der alltäglichen Arbeit der Kameraden machen.

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Schaueinsatz in Leegebruch.

Quelle: Foto: Danilo Hafer

Leegebruch. In vielen Dörfern in der Region nimmt die Freiwillige Feuerwehr eine wichtige Rolle ein. Oft ist ein Dorffest ohne die Hilfe der Kameradinnen und Kameraden nicht zu realisieren. Ganz abgesehen von der schwierigen Arbeit, die die Männer und Frauen in ihrer Freizeit bewältigen und die Erlebnisse, mit denen sie zurecht kommen müssen. Am Samstag stand die Feuerwehr in Leegebruch mal selbst im Mittelpunkt steht. Dass das Interesse und die Faszination für das Thema Feuerwehr immer groß ist, zeigte sich beim „Tag der offenen Tür“ der Leegebrucher Wehr.

Für Gemeindebrandmeister Dirk Brülke ging es zwei wichtige Anliegen. Das erste ist die Nachwuchsgewinnung. „Damit hat jede Feuerwehr zu kämpfen, auch wir bleiben davon nicht verschont“, so Brülke. Zwar bestehe die Jugendabteilung der Leegebrucher Feuerwehr aus derzeit 14 Jugendlichen, jedoch würde sich Dirk Brülke eine Mitgliederzahl um die 20 wünschen. „Es springen immer wieder welche ab oder verlassen fürs Studium oder die Ausbildung die Region.“ Erste Gespräche mit potenziellen Neumitgliedern habe es bereits gegeben, so Brülke. „Wir hoffen, dass wir sie heute überzeugen können.“ Neben der Nachwuchsgewinnung geht es dem Gemeindebrandmeister vor allem darum, den Menschen zu zeigen, was die Feuerwehr leistet. „Die Leute sollen einen Einblick bekommen, wie die Arbeit der Feuerwehr aussieht. Heute haben sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Und wir stehen Rede und Antwort.“

Um die Besucher zu locken, haben sich die Leegebrucher Kameraden ein ereignisreiches Programm überlegt. Den Auftakt bildete eine Vorführung, bei der die Besucher sehen sollten, wie gefährlich es ist, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. Dazu bildeten die Feuerwehrleute eine typische Situation nach, wie sie in jedem Haushalt passieren kann. Ein Topf mit heißem Öl fängt Feuer. Zunächst sind die Flammen nicht hoch. Als einer der Kameraden jedoch einen Behälter mit Wasser über den Topf gießt, kommt es zu einer schlagartigen Explosion mit einer meterhohen Flamme. So manch ein Besucher ging dabei zur Sicherheit lieber einen Schritt zurück. Auch die Gefahr durch Spraydosen, die sich in der Sonne oder woanders aufheizen, werde oft unterschätzt. Das demonstrierten die Feuerwehrleute, indem sie leere Spraydosen in einem Käfig erhitzten. Nach wenigen Minuten explodierten diese mit einem lauten Knall.

Am Samstag stand noch eine Einsatzübung unter Atemschutz auf dem Plan. Die Jugendfeuerwehr konnte ihr Können bei einer kleinen Brandübung ebenfalls unter Beweis stellen. Neben den Brandübungen hatten die Besucher zudem die Möglichkeit, ihr Fahrrad von der Polizei codieren zu lassen oder sich über die Arbeit der Unfallmanager der Deutschen Bahn zu informieren. Für alle Kinder standen die Türen der Einsatzfahrzeuge offen. Der vierjährige Lenny aus Leegebruch nahm stolz hinter dem Steuer der alten Drehleiter platz. Selbst einmal zur Feuerwehr zu gehen, könne er sich durchaus vorstellen. Zumindest habe er laut seiner Mutter bereits großes Interesse an allem, was brennt. „Wenn sein Vater zu Hause die Feuerschale anzündet, muss er immer dabei sein“, erzählt sie.

Einen Programmpunkt haben die Kameraden der Leegebrucher Feuerwehr am Samstag gestrichen. Eigentlich hatten sie geplant, einen Autounfall zu simulieren und den Besuchern zu zeigen wie ein Fahrzeug geöffnet wird. Da bei vielen die Eindrücke vom tödlichen Verkehrsunfall eine Woche zuvor zwischen Leegebruch und Bärenklau noch immer tief sitzen, habe man darauf verzichtet. „Wir wollen nicht alles wieder aufwühlen“, so Dirk Brülke.

Von Danilo Hafer

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