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Wenn die Gans zur Nebensache wird

Besucherandrang beim Gänsebratentag in Schwante Wenn die Gans zur Nebensache wird

Der Gänsebratentag am Holzbackofen der Bäckerei Plentz in Schwante hat mittlerweile eine lange Tradition. In diesem Jahr war es am Sonnabend jedoch besonders voll. Trotz kühler Temperaturen und Nieselregen. Jeder wollte dem Chef des Hauses Karl-Dietmar Plentz zu seiner Teilnahme beim Fernsehwettstreit der besten Bäcker Deutschlands gratulieren, auch wenn es ja letztlich „nur“ zu einem siebten Platz gereicht hat. Der Gänsebraten wird fast zur Nebensache.

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Karl-Dietmar Plentz eröffnete mit einem flambierten Meterstollen die Stollen-Saison.

Quelle: Foto: ulrike Gawande

Schwante. Der Gänsebratentag am Holzbackofen der Bäckerei Plentz in Schwante hat mittlerweile eine lange Tradition. In diesem Jahr war es am Sonnabend jedoch besonders voll. Trotz kühler Temperaturen und Nieselregen. Jeder wollte dem Chef des Hauses Karl-Dietmar Plentz zu seiner Teilnahme beim Fernsehwettstreit der besten Bäcker Deutschlands gratulieren, auch wenn es ja letztlich „nur“ zu einem siebten Platz gereicht hat (MAZ berichtete). Der Gänsebraten wird fast zur Nebensache. „Ich war erstaunt, wie viele Menschen die Sendung verfolgt haben.“ Die Kunden, darunter auch viele neue Gesichter, würden sich freuen, so Plentz, dass „einer von ihnen, der die Region vertritt, so weit gekommen ist“. Viele hundert Hände habe er heute schon geschüttelt, berichtet Plentz, der mit dem flambierten Meter-Stollen auf dem Fest zudem für ordentlich Zündstoff und mit einem 300 Euro-Spendenscheck für die Volkssolidarität für Dankbarkeit sorgte.

Anschnitt des Meterstollen

Anschnitt des Meterstollen

Quelle: Ulrike Gawande

Über 50 Mitarbeiter – zu so einem Fest wird auch die gesamte Familie eingespannt – kümmerten sich am Sonnabend um das Wohlbefinden der Besucher. Die 16-jährigen Veltener Schülerinnen Maike  Schabelon und Laura Giertz bereiteten  musikalischen Hochgenuss, während Bratäpfel und weit über tausend Gänsekeulen als kulinarischer Höhepunkt über die Theke gingen. Schon am frühen Nachmittag waren sie ausverkauft. „Wir sind schon zum zweiten Mal hier, und haben wieder keine  Gänsekeule mehr abbekommen“, berichtet eine Besucherin aus Amalienfelde ein wenig traurig. Trotzdem wolle sie es im nächsten Jahr wieder versuchen.

Plätzchen backen

Plätzchen backen

Quelle: Ulrike Gawande

„Die Atmosphäre ist hier so schön vorweihnachtlich“, begeistert sie sich und schaut ihrer Tochter beim Plätzchenbacken zu.

Plätzchenbacken bei Bäcker Plentz

Plätzchenbacken bei Bäcker Plentz

Quelle: Ulrike Gawande

Einer noch größeren Herausforderung stellten sich 17 Teams beim Traumhaus-Backwettbewerb. Zwei Lebkuchenplatten, reichlich Eischnee, Gummibärchen und weiteres Dekor sowie 90 Minuten Zeit waren die Bedingungen. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Ich baue mir mein Lebkuchentraumhaus

Ich baue mir mein Lebkuchentraumhaus

Quelle: Ulrike Gawande

Bezaubernde Häuser, Roboter, Züge und eine Friedenstaube das sehenswerte Ergebnis.

Familie Winzler mit ihrer Friedenstaube

Familie Winzler mit ihrer Friedenstaube.

Quelle: Ulrike Gawande

„Wenn man keinen Frieden auf der Erde hat,  braucht man auch kein Traumhaus mehr.“ Die Friedenstaube von Familie Winzler aus Germendorf war den Geschehnissen in Paris geschuldet. Schon in den vergangenen Jahren war die Familie durch ungewöhnliche Lebkuchenkunstwerke wie Polarexpress, die Weihnachtspost oder Oranienburger Hospiz aufgefallen. „Schwierig ist eigentlich nur die Statik unserer Objekte“, berichtet Mutter Susann Winzler und ergänzt, „man muss als Team zusammenarbeiten und sich sputen rechtzeitig fertig zu werden.“

Kunsthandwerkermarkt in Schwante

Kunsthandwerkermarkt in Schwante

Quelle: Ulrike Gawande

Vor dem gemütlichen Festzelt lud währenddessen ein Kunsthandwerkermarkt zum vorweihnachtlichen Bummel ein. Der Hennigsdorfer Helmut Neumann hat seine selbstgesägten Pyramiden und Schwibbögen im Angebot. Doch der Verkauf läuft nur sehr schleppend. Zu DDR-Zeiten habe man ihm die kleinen Kunstwerke, die Entwürfe stammen noch vom Vater, aus den Händen gerissen, nun müsse er sich der Billig-Konkurrenz  aus dem fernen Osten stellen, berichtet er mit Wehmut in der Stimme. Trotzdem wird er zum Weihnachtsmarkt am Schloss Schwante wiederkommen.

Von Ulrike Gawande

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