Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Wochenmarkt startet an neuem Standort
Lokales Oberhavel Oranienburg Wochenmarkt startet an neuem Standort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:01 11.11.2016
Anzeige
Oranienburg

Eine richtige Premiere ist es am Freitag nicht gewesen. Der Oranienburger Wochenmarkt war schon einmal in der Liebigstraße. So recht ging das Konzept nicht auf. Er wurde vor die Stadtbibliothek verpflanzt, gegenüber des barocken Schlosses. Auch hier: erst gedieh der Markt unter der Leitung von Yvonne Trenner, dann schlief er etwas ein. Zuletzt war mehr Leerstand als Händler vor Ort. Das beklagte auch die zweite Betreiberin Priska Krüger. Vor wenigen Monaten warf sie das Handtuch. Jetzt soll der Markt (Leitung: Bernd Gellesch) neu belebt werden – am alten Standort in der Liebigstraße.

Es scheint eine Krux zu sein mit dem regionalen Markt. Wo funktioniert er? Wie erreicht er möglichst viele Kunden? In der Innenstadt sehen ihn viele Besucher am Freitag richtig angesiedelt. Doch es überwiegt die Skepsis, ob er langfristig angenommen wird. „Abwarten und Tee trinken“, sagt Doreen Köpper. 75 Kilometer muss die Obst- und Gemüsehändlerin aus Bochow (Groß Kreuz) jedes mal anreisen. Sie lebt von ihrer Stammkundschaft. „Die war heute auch schon da.“ Einige beschwerten sich aber, dass sie jetzt weitere Wege zurücklegen müssten, war doch der Platz an der Schlossbrücke für einige Kunden näher. „Der Markt muss sich erst durchsetzen.“

Emilia Helfer ist seit 13 Jahren Marktfrau. „Ich hoffe, der neue Standort kommt gut an“, sagte sie. „Endlich kommt etwas Bewegung in den Markt.“ Quelle: Winkler

Das sieht auch Wolfgang Horst so. „Es muss sich erst rumsprechen, dass wir jetzt immer hier sind“, so der Honighändler aus Zühlsdorf. „Hauptsache, wir bleiben rentable und das Geschäft lohnt sich für uns.“ Anna Drews hat mit ihrem Mann Konrad zumindest ein bisschen dazu beigetragen. Eingelegte Gurken, etwas Fleisch, Gemüse sind in ihrem Korb. „Ein bisschen mehr Auswahl wäre allerdings schön“, so das Oranienburger Ehepaar. „Wir vermissen etwa den Käsemann.“

Ingrid Lehmann aus Oranienburg: „Ich finde gut, dass der Markt hier ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die kleinen Geschäfte hier davon profitieren.“ Quelle: Winkler

Der war in der Tat nicht vor Ort, dafür ein Fleischer mit regem Andrang, zwei Gemüsehändlerinnen, ein Stand mit Parfüm, Honig, Salate und Aufstriche aus dem Mittelmeerraum und – Karin Petermann aus dem Löwenberger Land. Sie war das erste Mal auf dem Markt vertreten, bot an einem kleinen Stand Äpfel (Goldparmäne) und Walnüsse. „Das ist alles, was im Garten übrig blieb.“

Etwas verhalten war die Resonanz schon, doch nach und nach kamen die Besucher – immer in kleinen Grüppchen. Elsa Hoffmann schlenderte am späten Vormittag vorbei. Für sie ist der Markt jetzt wieder besser zu erreichen. „Die Brücke war wie eine Barriere, gerade für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.“ Die können jetzt in Ruhe schlendern, immer freitags von 10 bis 17 Uhr.

Von Marco Winkler

Im Dezember findet zum 22. Mal Frank Zanders Weihnachtsessen für Bedürftige in Berlin statt. Dazu steuert der Spargelhof Kremmen eine Spende in Höhe von 1500 Euro zu. Freitag holte der Entertainer den Scheck persönlich ab – und ließ sich zum Start der Gänse-Saison gleich mal ein Exemplar schmecken.

11.11.2016

Am Mittwoch gedachten die Menschen in Oranienburg der Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Vormittags putzten Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Stolpersteine. Nachmittags wurden Kränze niedergelegt. Abends folgte die erste Gedenkdemo der Linksjugend.

10.11.2016

Zusammen mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse machte der Landkreis am Dienstagabend das Ehrenamt sichtbar, zeichnete vier Frauen und 13 Männer aus. Sie bekamen den Ehrenamtspreis 2016. Konkret sind das Blumen und ein Scheck in Höhe von 200 Euro.

08.11.2016
Anzeige