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Wolkenschäfchen mit Katzenjammer

Literaturpuzzle-Lesung im Literaturcafé Schreibmut Wolkenschäfchen mit Katzenjammer

Die Gruppe Schreibmut des Hohen Neuendorfer Kulturkreises hatte sich in den vergangenen Monaten dem Thema Literaturpuzzles, Geschichten und Gedichte aus Wortschnipseln, gewidmet. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am Freitag in Hohen Neuendorf.

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Harald Schmidt las von elf Freunden des runden Leders.

Quelle: Foto: u. Gawande

Hohen Neuendorf. Was verbindet den Blutmond mit Wolkenschäfchen und einem Schneemann? Oder Katzenjammer, Poltergeister und eine Dampfmaschine? Eigentlich nicht viel, aber wenn die neun Mitglieder der Gruppe Schreibmut des Kulturkreises Hohen Neuendorf sie in Form eines Literaturpuzzles zusammenfügen, können daraus schon einmal bezaubernde Gedichte, humorvolle, nachdenkliche oder auch leicht anzügliche Kurzgeschichten entstehen.

Nach drei Monaten des Formulierens und Auswählens präsentierten die Schreibmutigen am Freitagabend vor rund fünfzig begeisterten Besuchern in der Stadtbibliothek Hohen Neuendorf beim Literaturcafé Schreibmut ihre, aus der Arbeit mit den Wortschnipseln entstandenen literarischen Ergebnisse.

Kathrin Hoehne hatte aus den ihr vorgegebenen Stichworten eine nachdenkliche Kurzgeschichte über die vergängliche Schönheit eines Schneemanns gezaubert. Bis Autorin Hannelore Grünwald ihren ersten Schneemann hatten bauen können, musste sie erst Seniorin werden, verriet sie dem Publikum. Auch wenn es bis dahin lange gedauert hatte, war ihr Schneemanngedicht zum Literaturpuzzle knackig, kurz und treffsicher. Benannt: „Beim ersten Hahnenschrei“. Und doch viel zu schnell vorbei.

Den ganz besonderen „Zauber der Stille“ unterm Traumzauberbaum in winterlich verschneiten Bergen, wenn am Himmel der Blutmond den Wolkenschäfchen weicht und der Tag erwacht, transportierte Sabine Becker aus Berlin mit entspannenden Gedanken in die sachlich klaren Räume der Bibliothek. „Manchmal überfallen mich regelrecht die Gedichte“, erzählte die ehemalige Lehrerin.

Und ist bei einem Waldspaziergang weder Block noch Stift dabei, werden die gereimten Gedanken kurzerhand auswendig gelernt. War sie bisher immer eine feste Größe bei den Schreibmutigen, will sich die Künstlerin jedoch zukünftig vermehrt der Malerei widmen. „Ich werde aber weiterhin schreiben, mir vielleicht sogar selber Puzzleaufgaben stellen.“ Das Publikum wirkte trotzdem enttäuscht. Roswitha Pasche aus Bötzow, in deren Bücherregal sogar ein Gedichtband von Sabine Becker steht, bedauerte deren Entscheidung: „Mir gefällt ihre Art zu schreiben.“ Nicht zu verachten sei aber auch der süffisante Stil von Matthias Salchow.

Salchow trug am Abend die unterhaltsame Fortsetzung seiner vor zwei Jahren, zum neunten Bestehen der Gruppe Schreibmut entwickelten Kegelrunde „Alle Neune“ vor, die nun zum elften Geburtstag zu „Elf Fußballfreunden“ angewachsen waren. Das Publikum amüsierte sich köstlich, auch wenn es – anders als sonst – weitgehend jugendfrei blieb. Denn unter den Zuhörern saßen auch Jugendliche der Kreismusikschule Oberhavel, die mit Akkordeoninterpretationen von Welthits für eine gelungene musikalische Umrahmung des Abends sorgten.

Von Ulrike Gawande

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