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Oranienburg Ziel der Projektwoche: Ein astronomischer Weg
Lokales Oberhavel Oranienburg Ziel der Projektwoche: Ein astronomischer Weg
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15:13 31.01.2019
Projektleiter Richard Ludwig (r.) erarbeitete mit den Schülern im Astronomie-Projekt neun Texttafeln für einen astronomischen Weg, der bald in Oranienburg entstehen könnte. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Dass die Erde einen Mond hat, wissen wohl alle. Der Mars besitzt zwei und andere Planeten eine Vielzahl. Bekannt sind derzeit rund 162 Monde. Das erfuhren in den vergangenen Tagen neun Schüler des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums, die sich in ihrer Projektwoche mit dem Thema Astronomie beschäftigten.

LHG Astronomie-Projekt Quelle: Enrico Kugler

Richard Ludwig, der seit seinem Ruhestand 2016 in Oranienburg lebt, weil dort seine Töchter mit insgesamt sechs Enkelkindern leben, hat ein Faible für Sterne und Planeten. Der ehemalige Berufsschullehrer für die Fächer Mathe und Elektrotechnik, der seit 1991 in Husum gearbeitet hat, hatte die Idee für das Projekt und stieß bei der LHG-Schulleiterin Gabriele Schiebe auf offene Ohren. „Mich hat Astronomie schon immer begeistert“, so der 66-Jährige, der verrät, dass er sämtliche Wissenschaftssendungen mit Joachim Bublath gesehen habe.

LHG Astronomie-Projekt Quelle: Enrico Kugler

Zwar sei er als Kind getauft und konfirmiert worden, doch habe er durch verschiedene Ereignisse und auch durch die Schulbildung seinen Glauben verloren. Heute sei er Atheist und immer auf der Suche nach Zusammenhängen zwischen Ursache und Wirkung. „Das ist für den Erhalt der Menschheit wichtig.“ Mit dem Schulprojekt, zu dem auch der Besuch des Zeiss-Großplanetariums in Berlin gehörte, möchte Ludwig die Schüler auf technische und wissenschaftliche Berufe neugierig machen. Mi den Schülern widmete er sich den neun Planeten.

LHG Astronomie-Projekt Quelle: Enrico Kugler

Jeder Schüler erstellte für einen der Planeten eine Planetenkarte, auf der die wichtigsten Daten der Himmelskörper zu lesen sind. Denn Ziel des Projektes soll die Erstellung eines astronomischen oder Planetenweges sein. Dies ist eine Art Lehrpad, auf dem entlang der Wegstrecke ein verkleinertes Modell des Sonnensystems dargestellt wird. Dabei werden die realen Abstände der Himmelskörper auf einer Strecke von 1,5 Kilometern realistisch dargestellt. Einen solchen Weg gibt es beispielsweise zwischen dem Leuchtturm und dem Hotel Neptun in Warnemünde, weiß Hobbyastronom Ludwig. In Brandenburg oder Berlin sei ihm ein solcher Weg jedoch unbekannt.

LHG Astronomie-Projekt Quelle: Enrico Kugler

Ludwig kann sich gut vorstellen den astronomischen Weg in Oranienburg zu realisieren, schließlich habe sich der Astronaut Thomas Reiter sogar ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Ludwig kennt die Hintergründe: So lebten Reiters Schwiegereltern in Oranienburg und während des Vorbereitungsprogramms waren Reiters Kinder oft bei den Großeltern in Oberhavel. „Vielleicht könnte man Reiter ja auch für einen Vortrag nach Oranienburg holen“, überlegt Ludwig, der nun auf der Suche nach Sponsoren und Realisationsmöglichkeiten für die Planetentafeln ist. Mögliche Strecken wären für den Planetenweg im Schlosspark, in der Bernauer Straße oder am Lehnitzsee.

Von Ulrike Gawande

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