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Zwei Häuser in Lehnitzstraße saniert

Städtebau in Oranienburg Zwei Häuser in Lehnitzstraße saniert

800 000 Euro. Eine stolze Summe. Genau der Betrag wurde investiert, um die maroden Gebäude 10 und 12 in der Lehnitzstraße zu sanieren. Baubeginn war 2013. In die Hand nahm das Projekt die Christliche Versammlung Oranienburg.

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Besichtigung der neuen Räumlichkeiten.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. Viele erinnern sich noch an einen der Schandflecke Oranienburgs: Die Häuser 10 und 12 in der Lehnitzstraße. Von der Schäbigkeit der heruntergekommenen Ruinen ist jetzt nichts mehr zu sehen. 800 000 Euro wurde in die Sanierung sowie den Um- und Ausbau investiert. Städtebauförderung: 250 000 Euro. „Es wurde wahnsinnig viel in Eigenleistung gemacht“, erzählt Christian Harbig. „Trockenbau, Elektrik, Sanitär, Heizung, Lüftung.“

Christian Harbig ist Mitglied der Christlichen Versammlung Oranienburg, die das Mammutprojekt vor drei Jahren in die Hand nahm. 2005 kaufte die Gemeinde das Grundstück – gratis gab’s dazu: viel Schutt, Baufällige Gebäude, Müll. Haus Nummer 12 musste kernsaniert werden, von Nummer 10 blieb vor den Arbeiten nur die Mauer stehen. „Eine Stunde vor der Zwangsversteigerung haben wir das Objekt erworben“, erinnert sich Harbig. „Wir sind froh, dass es zu den 800-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt fertig geworden ist.“

Die neu sanierten Gebäude in der Lehnitzstraße

Die neu sanierten Gebäude in der Lehnitzstraße.

Quelle: Winkler

Seine Dankbarkeit drückt Gemeindeglied Hans-Joachim Volkmann so aus: „Ich bin dankbar für zwei funktionale und ansehnliche Häuser.“ Ohne ehrenamtliche Hilfe wären diese nicht entstanden. „20 bis 30 Menschen waren jedes Wochenende hier und haben geholfen“, so Volkmann. Alles Laien. „Deshalb bin ich ferner dankbar, dass wir während der Bauphase von Unfällen verschont blieben.“

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke überreichte zur Fertigstellung der Sanierung ein Foto – aus der Vogelperspektive wird Oranienburg gezeigt. Der Um- und Ausbau der Häuser in der Lehnitzstraße sei für ihn schon fast ein kompletter Neubau. „Die Sanierung ist ein richtiges Geschenk an unsere Stadt Oranienburg“, sagt er. Zuvor sei die Ecke eher ein Ort gewesen, den man Besuchern nicht präsentierte. Schäbig und heruntergekommen. „Je schöner die Umgebung wurde, desto mehr fiel dieser schwarze Punkt ins Auge.“ Jetzt erstrahlt eine weitere Häuserfron im Zentrum. „Es ist ein stadtprägendes Gebäude“, so Laesicke.

Das will die Christliche Versammlung präsentieren, veranstaltet deshalb ab heute, 1. Juni, und bis Mittwoch, 8. Juni, die Tage der offenen Tür. Jeden Tag gibt es einen Vortrag zu Bibel-Themen, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Ferner sind zwei Ausstellungen im neuen Haus zu sehen. In „Die Bibel“ geht es um das Buch der Bücher, in „Bibel und Wissenschaft“ verschmelzen Glauben und Forschung.

Von Marco Winkler

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