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Oranienburg Zwei neue Schulen für Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Zwei neue Schulen für Oranienburg
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08:25 10.06.2016
Bekommen bald neue Mitschüler. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Vor einem Jahr: Große Enttäuschung. Jetzt: Nicht minder große Erleichterung. Erteilte das Bildungsministerium dem Jugend- und Sozialwerk (JuS) 2015 eine Absage, zwei neue Schulen in privater Trägerschaft zu eröffnen – und das wenige Tage vor Schulbeginn, so dass 14 Schüler schnell einen neuen Schulplatz suchen mussten –, kam nun die ersehnte Zustimmung.

Heißt konkret: Der Schulstandort Oranienburg wächst weiter. Schon am 4. September startet der Unterricht einer neuen Oberschule in der Liebigstraße sowie der ebenfalls neuen Erzieherschule (Fachschule für Sozialwesen) in der Bernauer Straße. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Jus-Geschäftsführerin Renate Ulbricht, „und alle beanstandeten Mängel des Ministeriums behoben.“

Fachkräftemangel frühzeitig entgegen wirken

Das Ministerium gab dem freien Träger einen Korb, da das JuS keine Berufsschullehrer mit der Fachrichtung Sozialpädagogik vorweisen konnte und das Wahlpflichtfachangebot zu klein gehalten war. Von einer geplanten Rechtsbeschwerde sah der Träger vor einem Jahr jedoch ab. „Dann wären wir heute noch nicht durch“, so JuS-Gesellschafter Friedhelm Koopmann, der half, angekreidete Mankos aus der Welt zu schaffen. Es wurden unter anderem zwei ausreichend qualifizierte Lehrer für die Erzieherschule eingestellt, dessen Eröffnung eine Reaktion auf den Fachkräftemangel ist.

„Nur die Hälfte der ausgebildeten Erzieher kommt in den Kitas an“, so Renate UIbricht. Der Rest geht in andere Jugendeinrichtungen, studiert weiter, orientiert sich beruflich um. „In Berlin können wir 270 Kita-Plätze nicht belegen, weil wir das Personal nicht haben“, macht Koopmann auf die Dringlichkeit, selbst auszubilden, aufmerksam. Zielgruppe der Schule sind 35- bis 55-Jährige mit abgeschlossener Ausbildung, Quereinsteiger, Umschüler. Über 20 Kandidaturen liegen laut Schulleiter Uwe Mull schon vor.

Synergien mit Mosaik-Gymnasium nutzen

Im September startet zeitgleich mit der Erzieherschule der Oberschulbetrieb. Einzügig mit insgesamt 18 Schülern. Ort: Das Campus-Gelände des Mosaik-Gymnasiums. Dazu wird ein Gebäude erweitert; die Baugenehmigung durchläuft aktuell die regulären Instanzen. Koopmann: „Wir haben den Antrag vor einem Jahr eingereicht.“

Laut Mull ergeben sich am Schulstandort zudem Synergien. „In der Oberschule unterrichten Lehrkräfte des Gymnasiums, die sonst nicht auf ihre Stundenanzahl kommen.“ Die Lehranstalt soll Schüler, die nach der Grundschule nicht aufs Gymnasium wollen, ansprechen.

Perspektivisch kann sich das JuS ferner eine Integration von Flüchtlingen in der Erzieherschule (bei entsprechender Vorbildung) sowie die Arbeit mit jüdischen Aussiedlern, deren Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt wird, vorstellen. Gespräche werden in den kommenden Monaten geführt.

Info-Abend zu neuen Bildungsstätten

Rund 200 Mitarbeiter beschäftigt das Jugend- und Sozialwerk (JuS) in Oberhavel. Es ist unter anderem Träger der Kitas „Kid’s & Co.“ und „Waldheim“ sowie einer Grundschule in Hohen Neuendorf, der Kita „Am Schloßpark“, des Mosaik-Gymnasiums und der Mosaik-Grundschule in Oranienburg und der Wohnstätte „Haus am See“ in Beetz.

Einen Informationsabend zu den zwei neuen Einrichtungen – Oberschule in der Liebigstraße und Erzieherschule in der Bernauer Straße – wird es am kommenden Montag, 13. Juni, geben. Interessierte sind zu 18 Uhr ins Mosaik-Gymnasium, Liebigstraße 34, geladen, um sich über die neuen Angebote ins Bild setzen zu lassen.

Von Marco Winkler

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