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Zweigeteiltes Leegebruch

Abendspaziergänger erreichen Leegebruch Zweigeteiltes Leegebruch

Je rund 150 Demonstranten standen sich am Freitagabend anlässlich des ersten Leegebrucher Abendspazierganges und einer Gegenkundgebung für ein friedliches Miteinander in der Gemeinde, an der Eichenallee gegenüber.

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Klare Worte gegen Leegebrucher Abendspaziergänger..

Quelle: UG

Leegebruch. „Wisst ihr eigentlich mit wem ihr da spazieren geht?“ So lautete das Motto und die berechtigte Frage der Kundgebung, zu der SPD, Grüne, Linke, Flüchtlingsinitiativen, DGB und Kirchen als Gegendemonstration zum ersten sogenannten Abendspaziergang aufgerufen hatten. War doch der Aufruf der Abendspaziergänger lediglich mit „Wir sind das Volk“ unterschrieben gewesen.

Durch die Anwesenheit des Veltener NPD-Abgeordneten Robert Wolinski auf der Seite der Abendspaziergänger, wurde am Freitagabend eindeutig klar, wer die Initiatoren der Kundgebung waren, die sich mit „Die Gedanken sind frei“ als Demo-Musik pikanterweise ausgerechnet ein Protestlied gegen das Regime der Nazi-Diktatur gewählt hatten.

Die Teilnehmer des  1

Die Teilnehmer des 1. Leegebrucher Abendspazierganges versammelten sich am ehemaligen Volkshaus.

Quelle: UG

Jeweils rund 150 Personen waren zu den Demonstrationen erschienen. „Ich bin positiv überrascht wie viele Menschen zur Gegenkundgebung erschienen sind“, erklärte Stefanie Rose, Leegebrucherin und Gemeindevertreterin der Linken. Trotzdem sei es erschreckend, wie viele Teilnehmer sich bei den Abendspaziergängern versammelt hätten. „Das sind in jedem Fall zu viele.“

Deutliche Worte auf der Seite der Gegendemonstranten

Deutliche Worte auf der Seite der Gegendemonstranten.

Quelle: UG

Aber nicht nur Leegebrucher, auch Bärenklauer und Veltener waren gekommen, um ein klares Zeichen für ein friedliches Miteinander in Leegebruch zu setzen. „Ich bin hier, um deutlich zu machen, dass die Flüchtlinge ein Recht haben, hier zu sein“, erklärt Matthias Pfeifer aus Velten sein Engagement. „Die Deutschen brauchen keine Angst zu haben.“

Auch Alexander Giese, der sich am Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten für eine Schule ohne Rassismus (SOR-AG) engagiert, zeigte auf der Kundgebung in Leegebruch Gesicht. Er berichtete vom Schulprojekt „Kultur-Rallye“, bei dem mit Jugendlichen das Thema Flucht thematisiert wird und Vorurteile gegenüber Flüchtlingen abgebaut werden sollen.

Teilnehmer der Gegenkundgebung in Leegebruch

Teilnehmer der Gegenkundgebung in Leegebruch

Quelle: UG

Vorurteile, verpackt in angebliche Fallbeispiele, die von den Rednern des Leegebrucher Abendspazierganges zur Verunsicherung der Bürger genutzt wurden. Für den Abendspaziergang geworben hatte man neben angstschürenden Punkten, wie sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen Polizisten, mit harmlos klingenden Themen wie Sicherheit für Familien, eine angemessene Asylpolitik und Frieden in der Welt.

Nahe des ehemaligen Volkshauses standen sich die demonstrierenden Gruppen wohl getrennt von mehreren Mannschaftswagen der Polizei, gegenüber. Es blieb friedlich.

Von Ulrike Gawande

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