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Oranienburg ver.di-Kritik an geplanter Holding-Gründung
Lokales Oberhavel Oranienburg ver.di-Kritik an geplanter Holding-Gründung
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14:30 28.06.2018
Die Gewerkschaft ver.di kritisiert die aktuellen Gründungspläne für die in Oranienburg geplante Holding. (Symbolbild) Quelle: picture alliance/Christian Cha
Oranienburg

Im Jahr 2016 entstand der Plan der Stadt Oranienburg, die Oranienburg Holding GmbH zu gründen. Die Gesellschaften für Wohnungsbau (WoBa GmbH), Tourismus (TKO gGmbH), Stadtservice (SOG GmbH), die das Erlebnisbad TURMcity betreibt, sowie die Stadtwerke Oranienburg (SWO GmbH) sollen teilweise in diese Holding integriert werden. Oranienburgs Stadtverordnetenversammlung soll den Gesellschaftervertrag am Montag, den 2. Juli 2018, beschließen und die Oranienburg Holding GmbH damit zum 1. Januar 2019 entstehen lassen. Im Zuge der Holding-Gründung ist beabsichtigt, dass 35 Beschäftigte aus den Gesellschaften in die Holding übergehen.

Für die politisch Verantwortlichen scheinen alle finanziellen und organisatorischen Fragen geklärt. Die Betriebsräte der betroffenen Gesellschaften sowie die zuständige Gewerkschaft ver.di haben jedoch weiterhin dringend zu klärende Fragen und sehen erhebliche Probleme auf die Beschäftigten zukommen, wie die „Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft“ (ver.di) am Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung verkündete.

„Was passiert mit den Beschäftigten, die in diese Holding übergehen, wie geht es weiter mit denen, die in den Gesellschaften verbleiben“, fragt Ellen Naumann, ver.di Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung und merkt kritisch an, dass die Politik hier bisher ihre Hausaufgaben nicht gemacht habe. So habe es den Anschein, dass sich die Stadtverordnetenversammlung ausführlicher mit der Größe, Sitzverteilung des Aufsichtsratsgremiums sowie den Tantiemen im Zuge der Holding beschäftige, als ernsthaft daran interessiert zu sein, wie eine sichere Perspektive für die Beschäftigten aussehen müsse, so die Gewerkschafterin weiter.

In der Vergangenheit war beabsichtigt, auch Beschäftigte der Stadtverwaltung in die Holding zu integrieren Hiervon sei man richtigerweise abgekommen. „Wie erfolgreich die jetzt geplante Holding überhaupt noch sein kann, ist fraglich. Die Stadtverordneten sollten besser entscheiden, die Holding ganz aufzugeben“, fordert Ellen Naumann von ver.di weiter.

ver.di fordere alle Stadtverordneten auf, vor Abschluss eines Gesellschaftsvertrages eine gesicherte Überleitung für die Kolleginnen und Kollegen zu erarbeiten. Für über 85 Prozent der betroffenen Beschäftigten bedeute die geplante Anwendung des Tarifvertrages Öffentlicher Dienst (TVöD) eine deutliche Verschlechterung ihrer Arbeitsverhältnisse bis hin zu 20 Prozent Gehaltseinbußen. „Ohne eine verbindliche Klärung für die Beschäftigten darf es keine Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung geben“ so Gewerkschafterin Naumann. Sie plädiert für eine Verschiebung der Entscheidung sowie klare positive Aussagen der Politik gegenüber den Beschäftigten.

Von MAZonline

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