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Oberhavel Oranienburger CDU kritisiert Eierfabrik-Pläne
Lokales Oberhavel Oranienburger CDU kritisiert Eierfabrik-Pläne
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14:40 26.02.2018
Die Vereinsvorsitzende Heike Bartel (l.) und Grit Hörig, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes bei der Informationsveranstaltung der CDU in der TURM Erlebniscity. Quelle: Privat
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Oranienburg

Oranienburgs Christdemokraten diskutierten am Mittwochabend im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung in der TURM Erlebniscity in Oranienburg mit Vertretern des Vereins Contra Eierfabrik über die geplanten Legehennenanlagen in Wensickendorf und Zehlendorf. Die Pläne des Emsländer Investors Josef Vortallen, in den Ortsteilen der Kreisstadt rund 84000 Tiere für die Massenproduktion von Bio-Eiern zu halten, stoßen auch in den Reihen der CDU auf Kritik.

CDU sieht positive Entwicklung Oranienburgs und der Ortsteile gefährdet

Grit Hörig, Stadtverordnete und stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, befürchtet, dass die geplante Eierfabrik die Lebensqualität der Anwohner und Bürger in den betroffenen Gemeinden nachhaltig beeinträchtigen werde. „Oranienburg und seine Ortsteile haben sich in den vergangenen Jahren zu attraktiven Wohn- und Naherholungsgebieten mit einem hohen Freizeitwert entwickelt. Es muss sichergestellt sein, dass landwirtschaftliche und industrielle Großprojekte diese positive Entwicklung nicht gefährden“, so Hörig. „Sollte die Eierfabrik aus dem Emsland kommen, dann würde das die Renaissance der industriellen Massentierhaltung vor unserer Tür bedeuten, mitsamt der damit verbundenen Gerüche, Emissionen und Schadstoffe“, kritisiert die CDU-Politikerin.

„Auswirkungen der Massentierhaltung betreffen alle Oranienburger“

Die Vertreter des Vereins „Contra Eierfabrik“ informierten im Rahmen der Veranstaltung, wie im öffentlichen Beteiligungsverfahren Einwände gegen die geplanten Legehennenanlagen eingereicht und geltend gemacht werden können. Heike Bartel, Vorsitzende des Vereins Contra Eierfabrik, möchte mit ihren Mitstreitern in den kommenden Wochen noch viele Oranienburger erreichen. „Wir wollen auch die Leute aus der Kernstadt für unser Anliegen gewinnen. Deshalb verdeutlichen wir in den Veranstaltungen und Einwendungswerkstätten, dass sich die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung nicht nur auf Wensickendorf, Zehlendorf oder Schmachtenhagen beschränken, sondern alle Oranienburger betreffen“, so Bartel.

Noch bis 23. März 2018 läuft das Einwendungsverfahren, bei dem beim Landesumweltamt schriftliche Einwendungen gegen die in den Ortsteilen Zehlendorf und Wensickendorf geplanten Legehennenanlagen eingereicht werden können. Die erste Anlage für 42000 Tiere wurde kürzlich beantragt. Der Verein „Contra Eierfabrik Oranienburg“ hatte zuletzt am Montag in einer Podiumsdiskussion seine Belange präsentiert und mit Experten über die Alternativen zur Massentierhaltung informiert (MAZ berichtete).

Hintergrundinformationen:

42000 Legehennen in Zehlendorf geplant

„Contra Eierfabrik“ gründet Verein

Anwohner kämpfen gegen Eierfabrik

Stadtverordnete einig in Sachen Eierfarm

Rückenwind nach ARD-Reportage

Zehlendorf: Eierfabrik-Gegner schreiben an Woidke

Fakten zur Eierfabrik

Von MAZonline

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