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„Oranienburger Köpfe“

Ausstellung zur 800-Jahr-Feier von Oranienburg „Oranienburger Köpfe“

Sie haben die Geschichte der Stadt beeinflusst. Sie waren Wissenschaftler, Kurfürstin oder ganz „normale“ Menschen. Seit Dienstag ist in der Galerie der Touristeninformation am Schlossplatz die Ausstellung „Oranienburger Köpfe“ zu sehen.

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Kurator Herbert Schirmer (l.) mit Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke in der Ausstellung, die bis zum 14. Februar kommenden Jahres zu sehen ist.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Sie waren Forscher, Unternehmer, Industrielle, Pastoren, Künstler, Kommunalpolitiker und Widerstandskämpfer. 20 historische Personen, die zwischen Krone und Bürgertum gewirkt haben. Was sie verbindet? Sie haben in und für Oranienburg Geschichte geschrieben. Seit Dienstagnachmittag vereint sie die Ausstellung „Oranienburger Köpfe“ mit Fotos und Texten zu ihrem Wirken in der Galerie der Tourismus-Info am Schlossplatz. Und sie ist zugleich Auftakt zu einer Reihe von Expositionen der Tourismus und Kultur (TKO) im Rahmen der 800-Jahr-Feier von Oranienburg 2016.

Auch wenn einige Porträts Kontur vermissen ließen, „es sind keine Selfies, keine Selbstdarstellungen von der Stange, die sich als Instrument der Imagepflege nahtlos in eine Narzissmus-Epidemie einordnen lassen, getreu dem Motto: Ich knipse, also bin ich!“, so Kurator Herbert Schirmer mit einem Augenzwinkern. Es seien „Normalos“ ihrer Zeit, aber heute das „Who is who“ der Oranienburg Stadtgeschichte. In die engere Wahl kamen neben Stadtgründerin Louise Henriette von Nassau-Oranien Ortschronist Max Rehberg, Bischof Kurt Scharf oder der renommierte Zirkusdirektor aus Sachsenhausen Jean Clermont. Auch wenn nur drei Frauen vertreten sind: „Vielleicht wäre Louise heutzutage ja Managerin bei Takeda, Anna Rubner Chefin des Schlosstheaters und Unternehmerin Hanna Wibelitz könnte er sich als Wirtschaftsdezernentin vorstellen“, so Schirmer. Powerfrauen würde man sie in diesen Tagen nennen.

Schirmer schloss nicht aus, dass es eine Anschluss-Ausstellung gibt, denn „Oranienburger Köpfe“ gibt es weit mehr: Ob die Ehrenbürger, die diesen Titel nach 1838 verliehen bekamen oder die „Stadtältesten“, von denen bis 1919 zehn diesen Titel erzielten – „auch sie haben Großes für die Stadt geleistet“, so Hans Biereigel, der für mehrere Texte verantwortlich zeichnet.

Die Ausstellung sei ein weiteres Puzzleteil, aus denen sich Ende 2016 wohl ein buntes Bild zum Festjahr zusammensetzen werde. Auch Bürgermeister Laesicke plädiert für eine Ausstellungsfortsetzung mit nicht weniger bekannten Oranienburgern wie Ex-Museumschef Willi Wiborny oder Altrocker Harry Jeske von den Puhdys. Die Touristeninfo ist montags bis freitags von 10 bis 18, sonnabends von 9 bis 18 und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Heike Bergt

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