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Oberhavel „Oranienburger Spiegel“ kommt unter den Hammer
Lokales Oberhavel „Oranienburger Spiegel“ kommt unter den Hammer
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02:15 06.11.2017
Uwe Tabatt hat die Kinder im Kinderhaus in Oranienburg besucht. Der Erlös seines Bildes soll dem Kinderhaus zugutekommen. Quelle: Juliane Weser
Oranienburg

„Bist du ein richtiger Künstler?“, fragt die zehnjährige Pauline Uwe Tabatt. „Ja, das ist mein Beruf. Ich verdiene seit 30 Jahren mit Bildern und Skulpturen mein Geld“, antwortet der Glienicker. Paulines Bruder kann Akkordeon spielen. Er übt für die Finissage „Ein-Aus-Weitblick“ von Tabatt, die morgen um 15.30 Uhr im Kreismuseum, im Orange-Saal, stattfinden wird. Nach knapp sechs Monaten schließt die Ausstellung morgen.

Für die MAZ hat der Maler eigens ein Bild entworfen. Es heißt „Oranienburger Spiegel“. Dieses Original wird für einen guten Zweck versteigert. Es misst einen Meter mal einen Meter. Der gesamte Erlös kommt dem Kinderhaus Malz, eine Einrichtung des Märkischen Sozialvereins, zugute.

Uwe Tabatt ließ es sich vorab nicht nehmen, die Kinder zu besuchen. „Ich weiß, dass hier das Geld benötigt wird und gut angelegt ist“, erklärt Tabatt. In Oranienburg gibt es drei Kinderhäuser. Das Wort Kinderheim wird absichtlich nicht benutzt. In dem Haus „Ronja Räubertochter“ wohnen fünf Kinder zwischen acht und 13 Jahren. Drei Erzieher kümmern sich abwechselnd um die Kinder: Ralf, Marie und Conni sind Erzieher mit Leib und Seele. Die Kinder haben eine wunderbare Bindung zu ihnen, das merkt man sofort. Der absolute Lebensmittelpunkt im Haus ist das Wohnzimmer: „Hier wird gegessen, gebastelt und gemalt“, erklärt Ralf. Der Erzieher hat eine 2-Zimmer-Wohnung direkt im Haus. Für die Erzieher gibt es 24-Stunden oder 48-Stunden-Schichten.

Für die Versteigerung hoffen alle Beteiligten auf eine rege Teilnahme der Besucher: „Ich wünsche mir sehr, dass viele Oranienburger und weitere Gäste den Weg zu uns finden und ordentlich mitbieten“, sagt der Künstler. Als die Kinder von der Versteigerung Wind bekommen haben, fallen ihnen sogleich viele Wünsche ein. Alle versammeln sich am Esstisch im Wohnzimmer und fangen an zu träumen: „Ein Pferd wäre toll. Oder Einhorn.“ Alle Kinder rufen durcheinander. „Eigentlich wünschen sich die Kinder eine Tischtennisplatte“, gibt Anissa Schinzler, die pädagogische Leitung, zu bedenken. „Der Vorteil wäre, das ist ein Projekt, das alle Kinder nutzen können und sie wären draußen an der frischen Luft.“ Die Versteigerung am Sonntag wird der stellvertretende Landrat Egmont Hamelow eröffnen. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke wird die Versteigerung vornehmen. Wer möchte, kann am Sonntag um 15.30 Uhr vorbeikommen und mitbieten.

Von Juliane Weser

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