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Oberhavel Oranienburger setzt 2000 Euro Belohnung aus
Lokales Oberhavel Oranienburger setzt 2000 Euro Belohnung aus
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21:43 29.10.2013
Tatort Eichendorffstraße. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Solch ein Fall ist der Polizei noch nicht untergekommen. Säureanschläge auf einen Pkw! Alle Ermittungen im Fall von Andreas Köhler waren noch nicht von Erfolg gekrönt. Deshalb hat der Oranienburger jetzt eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt, um den Bedrohungen ein Ende zu machen und um die Täter, die die Polizei im näheren Umfeld vermutet, zu finden.

Es geht um Stein- und Säureattacken, denen der Anwohner der Eichendorffstraße seit drei Jahren ausgesetzt ist. Alles begann im Januar 2011, erinnert er sich. Damals hatte jemand einen großen Stein auf die Frontscheibe seines Autos geworfen. Sie hatte ein Loch, war gerissen und musste ausgetauscht werden. Der Stein lag neben dem Pkw. Er erstattete Anzeige, baute einen Carport, und holte das Auto damit aufs Grundstück. Es half nichts. Im Dezember 2011 landete wieder ein Stein auf der Frontscheibe, obwohl das Auto hinter dem Haus stand. Es folgten faustgroße Beulen in der Kofferklappe.

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub fand Andreas Köhler später sein Auto wie mit einem Topfkratzer rundherum zerschmirgelt vor. Es folgte ein platter Reifen. Wie sich beim Wechsel herausstellte, wies er einen seitlichen Einstich auf. Wiederum erstattete der Oranienburger Anzeige bei der Polizei.

Am 13. April dieses Jahres dann wurde der Golf seines Schwiegervaters Ziel eines Batteriesäureanschlages. Der Pkw war damit überzogen, es entstand ein Schaden von 4000Euro. Am 4.September wiederholte sich die Attacke. Wieder hatte Willi Erdmann sein Auto vor dem Haus in der Eichendorff-straße abgestellt, wieder war Säure rangeschüttet worden. Diesmal waren 2000 Euro Schaden zu beklagen. Andreas Köhler will nun die Tätersuche mit der ausgesetzten Belohnung voranbringen.

Das Ausloben einer Belohnung sei durchaus zulässig und werde von der Polizei unterstützt, so Toralf Reinhardt. Der Pressesprecher der Polizeidirektion Nord erinnert an den jüngsten Fall, als Bauern in der Region Löwenberg eine Belohnung auslobten, um eines Brandstifters habhaft zu werden. Die Auslobung einer Belohnung „dient ja dem Ziel, die Aufklärung einer Straftat voranzubringen“, begründet Reinhardt. Damit sollen Hinweisgeber zusätzlich motiviert werden. „Wer eine Auslobung macht, geht damit einen einseitig bindenden zivilrechtlichen Vertrag ein und muss die Summe dann auch auszahlen“, erläutert der Pressesprecher.

Anzeigen wegen Attacken auf Autos gebe es dabei immer wieder. Zumeist würden Scheiben eingeschlagen oder Spiegel abgebrochen. Säureanschläge kämen eher im Bereich der politisch motivierten Straftaten vor. Meist mit Buttersäure, so der Pressesprecher der Polizei.

Diese nimmt im Fall des Oranienburger Anschlagopfers sachdienliche Hinweise unter 03301/8510 entgegen.

Von Heike Bergt

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