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Der Zweiradfan beim Vierradprofi

Oranienburger Bürgermeister zu Besuch im Autohaus Der Zweiradfan beim Vierradprofi

Auch wenn er jedes Jahr 80000 Kilometer unter die Räder nehmen muss: Der Storkower Jörg Hönigk hat es nicht bereut, vor inzwischen 19 Jahren im Heidering des Gewerbeparks Nord in Oranienburg sein Autohaus eröffnet zu haben.

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Fachsimpeln in der Werkstatt: Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Firmenchef Jörg Hönigk (r.).

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Los ging es mit den Fahrzeugen der Marke Ford, 1999 kam Toyota dazu, seit 2007 beziehungsweise 2009 ist er auch Vertragspartner für VW und Chevrolet, seit 2014 für Mazda. Welcher Wagen sich besonders gut verkauft? Hönigk bleibt diplomatisch: "Jeeps von jeder Marke. Die verbinden Bequemlichkeit mit Pkw-Komfort."

Donnerstagnachmittag war Oranienburgs Bürgermeister im Rahmen seiner Unternehmensbesuche bei Firmenchef Hönigk zu Gast: Der bekennende Radler Hans-Joachim Laesicke ließ sich Verkaufsräume und Werkstatt zeigen. In den beiden Autohäusern beschäftigt Hönigk aktuell 43 Mitarbeiter und bildet zudem jedes Jahr drei Azubis aus. Auch er kann ein Lied davon singen: "Gute Lehrlinge zu finden, wird immer schwieriger." Gefragt seien für den einstigen Traumjob aller Jungs, dem Kfz-Mechaniker, ein heller Kopf, die Bereitschaft zu körperlicher Arbeit und eben Leidenschaft fürs Auto. Auch eine vierwöchige Weiterbildung pro Jahr gehört dazu. Obwohl er Stundenlöhne zwischen 12,50 bis 15 Euro nach Tarif bezahle, sei der Lohn für das, was geleistet wird, nicht immer hoch genug. "Aber der Kunde muss es auch bezahlen können." Und so mancher knirsche eben mit den Zähnen, wenn das Auto zur Reparatur oder zur Durchsicht muss. Irgendwie notwendig, tut aber finanziell weh.

Bei Hönigk gibt es das "Gesamtpaket": Neue und Gebrauchte, Pkw und Nutzfahrzeuge, Reparatur und 24-Stunden-Service. Dutzende fahrbare Untersätze stehen zum Ansehen auf der Freifläche. Doch nicht nur Kunden nutzen das Angebot: Donnerstagmorgen war der Neukauf einer Kundin, die das Auto heute abholen wollte, verschwunden. "Ein Zaunfeld mit Sicherheitsschrauben war sauber herausgenommen. Da waren Profis am Werk", ärgert sich Hönigk. Auch 2013 waren zwei Autos geklaut worden.

Insgesamt, so Hönigk, sei der Autoverkauf im Wandel: Das Gros der Kundschaft sei 50plus. Den Jungen ist ein Smartphon wichtiger als ein Auto. Er überlege, den gefragten Werkstattbereich zu erweitern, "im Moment fangen wir das noch mit Schichtarbeit ab". Der gelernte Kfz-Mechaniker und Oldtimerfan Jörg Hönigk räumt ein: "Meine Jungs sind heute alles Spezialisten. Ich könnte kein Auto mehr reparieren."

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