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Ordentlich was auf die Ohren

Hennigsdorf Ordentlich was auf die Ohren

Sechs Bands standen beim Hennigsdorfer Mini-Festival „Rock am Hafen“ am Sonnabend wieder auf der Bühne. Gekommen waren mehrere hundert Gäste zur mittlerweile 13. Auflage der kostenlosen Veranstaltung. Organisiert wird „Rock am Hafen“ von ehrenamtlichen Kräften der Musikerinitiative.

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Die Band „Crawling Noise“ aus Berlin war eines der Highlights.

Quelle: Ulrike Gawande

Hennigsdorf. Man wolle sich beim Wettergott bedanken, hieß es vor dem Auftritt der Berliner Partyrockband „Crawling Noise“ am Sonnabend bei „Rock am Hafen“ in Hennigsdorf. Im vergangenen Jahr hatte die Formation beim Festival noch Pech mit dem Wetter: Dauerregen. Und so kam die Band, die aus einer Schülerband hervorgegangen ist und 2003 gegründet wurde, zu einem zweiten Auftritt infolge.

Das Publikum war begeistert und ging mit, wenn Sänger und Leadgitarrist Denny Skull in die Saiten griff, wenn Bassist Maze und Gitarrist Rilo ihre Instrumente zum Glühen brachten. Schon 2007 hatte die Band einen ersten Auftritt bei dem Hennigsdorfer Rockfestival, das am Wochenende bereits zum 13. Mal stattfand. „Wer kennt Crawling Noise“, schrie Skull ins Mikro. Zahlreiche Stimme erhoben sich im Publikum. „Zu wenig“, befand Skull. „Ihr lernt sie kennen. I want you!“ Und schon folgte der nächste Hit, der die mehreren hundert Besucher in Partystimmung versetzte.

Organisiert wird das Spektakel, das nicht nur Rockfans aus der Region und Berlin anlockt, sondern sich zu einem wahren Familienevent entwickelt hat, von der ehrenamtlich tätigen Musikerinitiative Hennigsdorf, die 1999 gegründet wurde. „Wir versuchen immer neue Bands auf die Bühne zu holen, damit auch immer ein neues Publikum angesprochen wird“, erklärt Katharina Sonnemann, die seit zwei Jahren in der Initiative aktiv ist. Wichtig sei bei der Auswahl der Bands – in diesem Jahr waren es sechs – , dass nicht alle Titel gecovert werden. „Wir legen Wert darauf, dass ein Teil der Songs aus der eigenen Feder stammt“, so die Hennigsdorferin.

Ein Punkt, den das Duo „Seaben“ aus dem Süden Berlins locker erfüllen konnte. Berufsschlagzeuger und Musikschullehrer Raphael Büttner und Frau Mandy, die hauptberuflich Autos designt, eröffneten den Rockabend mit ruhigen Akustikpop und ausschließlich selbstgeschriebenen Stücken. Ob bei „Frei“ oder bei „Denk nicht nach“ sangen die Berliner von Lösungsprozessen und der Suche nach sich selbst. „Spätromantisch“, beschreiben Büttners den Textstil ihrer gemeinsam geschriebenen Lieder und rechnen sich eher den Singer- und Songwritern als den Rockmusikern zu. „Unsere Texte sind tiefgründig.“ Trotzdem passe man gut ins Konzept und habe sich gefreut, nach einem ersten Auftritt im Conny Island nun ein zweites Mal in Hennigsdorf spielen zu können, so Büttner. „Die Atmosphäre bei Rock am Hafen ist entspannt.“

Doch vielen Rockfans in Hennigsdorf, deren eigentliche Vorlieben auf ihren T-Shirts zu lesen waren, auf denen neben AC/DC und Iron Maiden auch Wacken, Rolling Stones oder Böhse Onkelz stand, war das Berliner Duo „Seaben“ zu soft. So wie Klaus Hanke aus Oranienburg, der bereits zum zweiten Mal nach Hennigsdorf gekommen war. „Die haben mich nicht vom Stuhl gehauen. Gefallen hat mir Johnny Randales herrlich schräger Rock.“ Die Jungs der 2015 gegründeten Punkrockband lieferten ganzen Körpereinsatz, um das Publikum mit ihrer Mischung aus englischen Coversongs und eigenen Titeln zu begeistern. So ließ es sich Sänger Tobias Schwarz nicht nehmen, einige Songs inmitten des Publikums zu präsentieren.

In den Pausen nutzten die Besucher das reichhaltige Speisen- und Getränkeangebot des Festes oder statteten dem Stand des Jugendclubs Conny Island einen Besuch ab. Dort konnte Badminton, Tischfußball oder Vier-gewinnt gespielt werden. „Es ist wichtig, dass es so ein Musikfest in Hennigsdorf gibt, nicht nur in Berlin“, ist Jugendclubchef Dietmar Pustai überzeugt.

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Hunderte Besucher nutzten am Sonnabend (19. August 2017) das gute Wetter, um bei der 13. Ausgabe von Rock am Hafen in Hennigsdorf ordentlich einen auf die Ohren zu bekommen. Sechs Bands sorgten dabei für Stimmung.

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Von Ulrike Gawande

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