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Oberhavel Orkan wütet in Beerenbusch
Lokales Oberhavel Orkan wütet in Beerenbusch
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02:16 22.08.2015
Umgehauen: Funktionsförster Fredi Schulz begutachtet das untere Ende einer gut gewachsenen Birke. Quelle: Cindy Lüderitz
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Steinförde/Beerenbusch

Große Schäden richtete der Sturm vom vergangenen Sonnabend im Revier Beerenbusch bei Menz an. Hunderte Bäume wurden im Landeswald vom Orkan gefällt und selbst 100 Jahre alte Eichen einfach umgelegt. An der L 15 nach Rheinsberg ragten gestern noch riesige Wurzelteller aus dem Wald, die vom Wind aus dem Erdboden gerissen worden sind.

„Man könnte heulen“, sagt Jörg Sprößig betroffen. „Das wäre ein Zukunftsbaum geworden, stark und glatt gewachsen, kaum belastet“, erklärt der Revierförster und deutet auf eine knapp 50 Jahre alte Kiefer, die wie andere auch in der Mitte einfach durchgebrochen ist. Frühestens in 60 Jahren hätten diese Bäume ihr Wirtschaftsalter erreicht gehabt. Etwa 1000 Kubikmeter Bruch seien im Landeswald der Oberförsterei Steinförde zu beklagen. „Das sind die Schäden von denen wir bisher wissen. Es könnte noch mehr sein“, betont Funktionsförster Fredi Schulz.

Im Kernkraftwerk Rheinsberg war infolge des Sturms die Wasserversorgung unterbrochen und der Weg zum Schadensort von umgefallenen Bäumen versperrt. Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg rückten mit Technik aus. Besonders stark betroffen vom Tornado war Rheinsberg. Erst kam der Regen, dann Hagel, dann der Orkan. Der Sturm riss Bäume, Zaunpfähle und selbst eine Kinderhüpfburg mit sich. Nach zehn Minuten war alles vorbei.

Seit Sonntag laufen im Wald die Aufräumarbeiten. 95 Prozent der Wege sind wieder befahrbar, sagt Sprößig. Trotzdem sei Vorsicht geboten. Pilzsucher sollten den Bruchwald meiden. In einer großen Kiefernschonung, in der die Bäume teilweise noch verbogen in den Nachbarkronen hängen, „kratzte“ Marlo Flotow mit dem Harvester gestern die Reste zusammen. Das Bruchholz wird mit der Maschine entastet und auf Länge geschnitten und kann teilweise noch als Industrieholz verwertet werden. Es muss aber schnellstmöglich aus dem Wald gefahren werden. „Der Sturm hat das Holz anfällig gemacht“, erklärte Sprößig. Umso länger es im Wald liegen bleibt, desto eher dringe Feuchtigkeit ein und dann kommt die Bläue. Dieser Farbfehler bedeutet finanzielle Verluste.

Davon musste die Landeswaldoberförsterei Steinförde in diesem Jahr schon einige hinnehmen. Etwa 4000 Kubikmeter Holz seien den Sturmböen zum Opfer gefallen, sagt Fredi Schulz.

Von Cindy Lüderitz

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