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Oberhavel Orkanböen fegen durch den Kreis
Lokales Oberhavel Orkanböen fegen durch den Kreis
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20:35 29.10.2017
In der Bernauer Straße 144 musste die Feuerwehr am Sonntagnachmittag fünf Kiefern fällen, die von Orkanböen in extreme Schieflage geraten waren. Quelle: Bert Wittke
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Oberhavel, Oberhavel


Sturmtief „Herwart“ hat im Landkreis Oberhavel gestern rund 110 Einsätze ausgelöst. „Gegenüber dem letzten Sturmtief Xavier ist das wenig“, erklärte Jens Stabenow, Lagedienstführer bei der Feuerwehr-Einsatzleitstelle Eberswalde. Viele anfällige Bäume seien beim letzten Orkantief schon umgefallen, zudem tragen die Äste nun auch weniger Laub, so dass der Widerstand geringer ist, erklärte Stabenow.

Dennoch mussten die Wehren in Oberhavel am Sonntag im Akkord ausrücken, weil Bäume entwurzelt wurden, unter anderem in Velten, Leegebruch, Germendorf, Oranienburg, Glienicke oder Birkenwerder.

Auf den Veltener Jugendclub „Oase“ war ein Baum gestürzt. Quelle: privat

Mehr als 60-mal wurde allein die Oranienburger Wehr zu Einsätzen gerufen, an denen 79 Feuerwehrleute beteiligt waren „Das waren zu 90 Prozent entwurzelte Bäume“, erklärte Einsatzleiter Jens Pamperin. Am brenzligsten war es in der Bernauer Straße 144. Dort hatte Familie Kenzler, die seit 1963 auf dem Grundstück lebt, bereits in der Vergangenheit eine Fällgenehmigung für acht Kiefern beantragt, die sich allesamt gefährlich zu Straße und Gehweg hin geneigt hatten. Nach „Xavier“ sei klar gewesen, dass die rund 100 Jahre alten Bäume noch einen Sturm nicht überstehen würden. „In der Nacht waren wir schon sehr unruhig“, erzählt Sieglinde Kenzler. Die Bäume hätten sich unter den Orkanböen so stark bewegt, wie noch nie zuvor. Es sei beängstigend gewesen. Eine Kiefer sei schließlich umgestürzt, vier weitere wurden am Sonntagnachmittag von den hauptamtlichen Kräften der Feuerwehr gefällt. Während der Fällung musste die Bernauer Straße kurzzeitig komplett gesperrt werden. „Gut, dass niemandem etwas passiert ist“, sind Sieglinde Kenzler und ihr Mann Heinrich froh. Dass dabei die Straßenlampe und der Zaun etwas abbekommen haben, sei das kleinere Übel. Aus Dankbarkeit für den schnellen Einsatz der Feuerwehr gab es für alle Kameraden von der Hausherrin heißen Kaffee.
Ruhiger ging es in Birkenwerder ab. „In der Martin-Luther-Straße ist ein Stück Krone einer Kiefer abgebrochen“, erklärte Thomas Pankow von der Wehr in Birkenwerder. Er hofft, dass sich das Sturmtief

Auch in Leegebruch musste die Wehr umgestürzte Bäume und herabgefallende Äste beseitigen. Quelle: privat

schnell verzieht.

Die Leegebrucher Wehr hatte am Sonntagmorgen schon auf dem Bärenklauer Weg und der Veltener Straße zu tun, hier hatte der Wind Straßenbäume auf die Fahrbahn gepustet. Die Veltener Wehr indes musste gegen 5 Uhr ausrücken, weil ein Baum auf die Hohenschöppinger Straße gefallen war. Einen weiteren Einsatz gab es am Nachmittag, weil ein Baum auf das Dach des Jugendclubs „Oase“ gefallen war. In Hennigsdorf musste die Wehr sturmbedingt ausrücken, weil in der Spandauer Allee ein großer Ast abgebrochen und auf die Straße gefallen war.

Der Tierpark in Germendorf, in dem am Sonntag ein Halloween-Event stattfinden soll, blieb aufgrund von Sturmschäden geschlossen. Das Halloween-Event solle nun am Montag stattfinden, heißt es auf der Facebookseite des Parks.

Von Marco Paetzel und Bert Wittke

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