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Ostereier aus Keramik

Marwitz Ostereier aus Keramik

Rund 600 Keramik-Ostereier haben die Mitarbeiter der Marwitzer Bollhagen-Werkstätten seit vergangenem Herbst bemalt. Sie tragen zehn Dekors, darunter solche, die Hedwig Bollhagen eigens für Ostereier vorgesehen hat. Am Sonnabend können sich Besucher einen Eindruck von der Arbeit in den Werkstätten machen.

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Kerammalerin Heidrun Reinhold und ihre Kollegen haben monatelang Ostereier bemalt.

Quelle: Fotos: Enrico Kugler

Marwitz. Wenn Heidrun Reinhold den Pinsel auf dem Keramik-Osterei ansetzt, dann muss jeder Strich sitzen. Sonst kann schon mal eine ganze Stunde Arbeit umsonst gewesen sein. „Die Dekore von Hedwig Bollhagen müssen wir ja genau aufs Ei bringen“, sagt die Kerammalerin. Dennoch sei jedes Ei natürlich einzigartig, von der Strichführung bis zur Glasur. Als eine von sieben Mitarbeitern hat Heidrun Reinhold, die seit rund 40 Jahren im Beruf ist, in den Hedwig-Bollhagen-Werkstätten für Keramik seit vergangenem Herbst monatelang Ostereier bemalt – rund 600 Eier in verschiedenen Größen sind entstanden, es gibt sie in etwa zehn Dekoren. Einige davon hat Hedwig Bollhagen einst extra für Ostereier entworfen.

In diesen Tagen sind die kunstvoll bemalten Eier im Verkaufsraum der Marwitzer Werkstätten besonders beliebt, schließlich steht Ostern vor der Tür. „Viele Kunden beschenken ihre Verwandten damit, andere sammeln die Eier regelrecht und kaufen jedes Jahr ein neues“, erklärt HB-Geschäftsführer Marcel Begoihn. Vom kleinen Ei mit klassischem blau-weißen Dekor bis zum großen Ei mit dem seltenen Paradiesgarten-Anstrich samt Osterhase für rund 100 Euro reicht die Palette der Keramikeier.

Die kleinen Kunstwerke lassen sich mit einer Schlaufe am Osterstrauß aufhängen. „So kann man die Ost-Plaste-Eier mal ausmisten und seinen Strauß aufpeppen“, sagt Marcel Begoihn, der die Werkstätten mit 26 Mitarbeitern seit etwa einem Jahr leitet.

Einen Einblick in die Arbeit können sich Besucher an diesem Sonnabend machen, von 10 bis 18 Uhr veranstalten die HB-Werkstätten in Marwitz einen Tag der offenen Tür. Es gibt unter anderem eine Werkstättenführung durch Gießerei, Putzerei, Dreherei & Co. und man kann erleben, wie Tassen, Teller oder Vasen mit den bekannten Dekoren entstehen. Die alten Hallen atmen Geschichte, überall stehen Fotos von der bekannten Keramikerin.

Gegründet wurden die HB-Werkstätten 1934 von Hedwig Bollhagen (1907-2001) und Heinrich Schild (1895-1978). Bollhagen leitete die Marwitzer Werkstätten bis zu ihrem Tod. Und noch heute wird wie zu Bollhagens Zeiten in den Werkstätten alles per Hand produziert.

Auch für die Kinder lohnt sich der Besuch am Sonnabend. Sie können Keramik-Ostereier bemalen und direkt für den heimischen Strauß mitnehmen. „Zuhause sollte man die Eier dann noch etwa 30 Minuten in den Backofen legen, damit die Farbe hält“, erklärt HB-Chef Marcel Begoihn. Mit der Eier-Aktion wolle er das Interesse an der Keramik bei den Kindern wecken und natürlich auf diese Weise auch Kunden von morgen für die Marwitzer Werkstätten gewinnen. Im Park warten außerdem versteckte Osterüberraschungen auf die Kleinen und im Fabrikverkauf gibt es Osterrabatte für die Eltern. Cocktails, Burger, Kaffee und Kuchen sowie ein altes Feuerwehrauto sind beim Tag der offenen Tür ebenfalls dabei. Der Eintritt zur österlichen Veranstaltung ist kostenlos.

Von Marco Paetzel

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