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Oberhavel Diese Märker verraten das Erfolgsgeheimnis ihrer Liebe
Lokales Oberhavel Diese Märker verraten das Erfolgsgeheimnis ihrer Liebe
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12:29 14.02.2019
Gemeinsam glücklich: Diese Brandenburger Paare verraten das Erfolgsgeheimnis ihrer Liebe. Quelle: Collage/RND
Potsdam

Wie schafft man es, eine Ehe über 40 Jahre lang frisch zu halten? Und was ist wirklich wichtig, damit ein harmonisches Zusammenleben funktioniert? Zum Valentinstag an diesem Donnerstag haben wir Paare aus Brandenburg nach dem Erfolgsrezept ihrer Beziehung gefragt. Lesen Sie hier ihre Geschichten.

Knud und Katja Brandis aus Potsdam: „Es nutzt keinem, wenn man sich verbiegt“

Knud (43) und Katja Brandis (33) aus Potsdam. Quelle: Rainer Schüler

„Ja, es war wohl Liebe auf den ersten Blick“, gibt Knud Brandis zu. Der 43-jährige Sicherheitsberater weiß noch wie heute, wie das war an jenem 5. Oktober 2013, als er in Berlin-Steglitz mit dem Auto an einem Café vorbei fuhr und diese zarte dunkelhaarige Schönheit sitzen sah. Er bremste abrupt, parkte, stieg aus und sprach sie an. Gewundert habe sie sich schon, sagte Katja Brandis. Trotzdem fand die Grafikdesignerin den Mann sympathisch. „Wir haben uns dann fast täglich gesehen“, erzählt er: „Aber sie hat mich sechs Monate zappeln lassen, ehe es zum ersten Kuss kam. Da dachte ich schon mal, ich lass das bleiben.“

Er ließ es nicht. Heute wuselt der kleine Arthur (3) zwischen ihnen durch die Wohnung, und das nächste Kind ist unterwegs. Sie ist optisch ein Gegensatz zum stämmigen Knud und auch sonst im Leben: Sie der Ordnungsfanatiker, er der Chaot, sie ist „eher weich“ in der Kindeserziehung, er „eher streng“. Das Erfolgsrezept ihrer Beziehung: Sich so akzeptieren, wie man ist, sich gegenseitig seine Ansprüche und Grenzen zeigen, sich Spielräume geben. Knud: „Es nutzt keinem, wenn man sich verbiegt.“

Herbert und Kriemhild Frank aus Königs Wusterhausen: „Es war Liebe auf den ersten Blick“

Seit 57 verliebt, verlobt, verheiratet: Kriemhild und Herbert Frank aus Königs Wusterhausen Quelle: Andrea Müller

Sie war ein „fesches Girl“; er ein „gut aussehender Mann“ – so beschreiben Herbert (78) und Kriemhild „Krimi“ (76) Frank aus Königs Wusterhausen den ersten Eindruck. Der entstand, als sie mit 16 Jahren als angehende Drogistin in einem Laden in Pritzwalk stand, und er – noch keine 19 – die junge Dame ins Kino einlud. Welchen Film sie sahen, daran kann sich das inzwischen in die Jahre gekommene Paar nicht mehr erinnern. 57 Jahre ist es jetzt miteinander verheiratet, in drei Jahren wollen sie die Diamantene Hochzeit feiern.

Beide sagen, es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. „Wir fühlten uns sehr zueinander hingezogen“, bestätigen beide. Bald wechselten sie aus der Prignitz nach Königs Wusterhausen. 1964 wurde ihr erster Sohn geboren. Alles schien perfekt. Doch nach einer Impfung verstarb der Kleine. Er war gerade ein Jahr alt. „Eine schwere Prüfung für unsere Ehe“, sagt Herbert. Beide haben bis heute bei diesem Thema mit den Tränen zu kämpfen. Gut, dass sie einen weiteren Sohn bekamen: Stefan. Und einen Ziehsohn: Danny. Der machte sie inzwischen sogar zu Oma und Opa.

Charlin und Jennifer Krullis aus Kremmen: „Wir sind füreinander da und sehen nichts für selbstverständlich an“

Charlin (l.) und Jennifer Krullis mit Tochter Nele. Quelle: E-Mail-MVD

Charlin (l.) und Jennifer Krullis haben im vergangenen Sommer kirchlich geheiratet. Kennengelernt haben sich die beiden durch den Frauenfußball bei Rot-Weiß Flatow. „Das war vor 15 Jahren“, erinnert sich Charlin (25). „Wir haben zusammen in einer Mannschaft gespielt und haben auch privat viel unternommen.“ Seit mehr als drei Jahren sind die beiden nun ein Paar und glückliche Eltern der kleinen Nele (18 Monate). Die Liebe ist groß. Befragt nach ihrem Erfolgsgeheimnis, sagt Jennifer Krullis (32): „Gegenseitig respektieren und unterstützen, wo es nur geht. Wir sind füreinander da und sehen nichts für selbstverständlich an.“

Die beiden genießen das Zusammensein. Das Paar lebt in Kremmen (Oberhavel). Charlin ist in Flatow groß geworden und arbeitet inzwischen als Erzieherin. Jennifer hat ihre Jugend in Kremmen verlebt und will nun Physiotherapeutin lernen. In ihrer Freizeit jagen die beiden nach wie vor noch dem Ball hinterher. „Wir spielen in der Kreisliga für den SV Friedrichsthal“, berichtet Charlin. Und wenn der Ball mal nicht rollt? „Dann genießen wir die Zeit mit der Familie. Und die ist groß.“

Elisa und Daniel aus der Prignitz: „Wir haben viele Gemeinsamkeiten“

Elisa Schlosser (20) aus Perleberg und Daniel Guhl (23) aus Quitzow. Quelle: privat

Elisa Schlosser (20) aus Perleberg und Daniel Guhl (23) aus Quitzow sind ein wahres Traumpaar. Vor vielen Jahren haben sie sich nicht gesucht und trotzdem gefunden, wie sie selbst sagen. Seit zwei Jahren sind sie in einer Beziehungen, wohnen jetzt zusammen in Quitzow. Am 13. Januar feierten sie ihren Jahrestag. Kennengelernt haben sich die beiden Prignitzer schon vor fast vier Jahren. Damals waren sie noch Mitglieder in zwei verschiedenen freiwilligen Feuerwehren. So sind beide gute Freunde geworden, haben sich auch abseits von Einsätzen und Ausbildungen getroffen.

„Wir haben viele Gemeinsamkeiten und Vorlieben, was wohl unser Erfolgsrezept ist“, sagt Elisa Schlosser. Ein typisches „willst du mit mir gehen?“ habe es bei den beiden nie gegeben, wie sie verraten. „Die Bindung hat sich immer weiter aufgebaut und wir haben immer mehr Zeit zusammen verbracht, bis daraus Liebe wurde.“ Nun schauen sie positiv in die Zukunft und freuen sich über alle gemeinsamen Stunden, die sie miteinander verbringen können.

Brunhilde und Helmut Huf aus Kloster Lehnin: „Wir nehmen auf einander Rücksicht“

Brunhilde und Helmut Huf sind seit 66 Jahren glücklich verheiratet. Quelle: Christine Lummert

„Wir haben uns auf dem Tanzboden kennengelernt“ erinnern sich Brunhilde und Helmut Huf an den Beginn ihrer Beziehung zurück. Anfang der 1950er Jahren waren die beiden regelmäßig an den Wochenenden in den Gaststätten rund um ihre benachbarten Heimatdörfer Grebs und Michelsdorf unterwegs. Die Musikkapellen haben damals die großen Schlagerhits der Zeit gespielt und die beiden Teenager haben sich ineinander verliebt.

Der Hochzeitstag der beiden 86-Jährigen liegt mittlerweile 66 Jahre zurück und immer noch leben sie zusammen in ihrem Haus in Grebs, einem Ortsteil Kloster Lehnins (Potsdam-Mittelmark). „Wir sind froh und zufrieden, dass wir uns nach so langer Zeit noch haben“, sagt Brunhilde Huf und Ehemann Helmut nickt zustimmend. Die Diamantende und auch die Eiserne Hochzeit konnten die beiden zusammen mit ihrer Familie bereits feiern, zu der zwei Kinder, drei Enkel und mittlerweile sogar vier Urenkel gehören. „Wir nehmen auf einander Rücksicht und dann geht schon alles Hand in Hand.“

Stefanie Graap und Robert Pahlke-Graap aus Bad Belzig: Hochzeit am Valentinstag

Stefanie Graap und Robert Pahlke heirateten am 14. Februar 2014. Das Hochzeitsfoto entstand im Wiesenburger Schlosspark. Quelle: Stefan Specht

Stefanie Graap (33) und Robert Pahlke (34) lernten sich vor sieben Jahren in Bad Belzig kennen. Hier liefen sie sich häufiger in einem Hausflur der Kurparksiedlung über den Weg. Graap lebte mit ihrem damaligen Freund in der oberen Etage, darunter wohnte die Schwester ihres zukünftigen Manns. Robert sei ihr sofort aufgefallen, sie ihm aber nicht, betont Graap. Nach einer gemeinsamen Party bemerkten beide schnell, dass sie füreinander bestimmt sind.

Eine befreundete Person brachte das Paar schließlich auf die Idee, am vierzehnten Tag des Monats im Jahr 2014 zu heiraten. Das der 14. Februar auf einen Samstag fiel, sei eine glückliche Fügung gewesen, betont Stefanie Graap. Das Paar heiratete in der Orangerie am Wiesenburger Schlosspark. Robert nahm ihren Namen an und trägt nun den Doppelnamen Pahlke-Graap. Das Paar ist immer noch glücklich, hat zwei Kinder, ein Mädchen namens Minna-Marleen und den Jungen Bruno. Stefanie Graap empfiehlt Paaren, ebenfalls am Valentinstag zu heiraten.

Edda und Gerhard Donepp aus Luckenwalde: Ihr Erfolgsrezept ist eine positive Lebenseinstellung

Edda und Gerhard Donepp aus Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn

Edda und Gerhard Donepp aus Luckenwalde sind seit knapp 53 Jahren verheiratet. „Ich denke, es wichtig ist, dass man gemeinsame Interessen und Ziele hat“, sagt Edda Donepp. Sie hat am Valentinstag Geburtstag und wird 76 Jahre alt. „So spare ich jedes Jahr einen Blumenstrauß ein“, stellt Gerhard Donepp amüsiert fest. Dafür lässt er sich den einen Strauß richtig was kosten. Kennengelernt hatten sie sich 1965 beim Tanz in Seehausen. Es hat sofort zwischen ihnen gefunkt.

Da Gerhard Donepp damals noch seinen Dienst bei der Armee verrichtet, sahen sie sich anfangs nicht oft. Ein Jahr später wurde dann aber geheiratet. Als Erfolgsgeheimnis für ihre langjährige Ehe sehen sie ihre positive Lebenseinstellung. „Wenn man nur nörgelt und sich ärgert, kann es nichts werden“, so der 80-Jährige. Ihre goldene Hochzeit haben sie zu zweit in Spanien gefeiert. Erst als sie wieder zu Hause waren, wurden Familie und Freunde eingeladen. Die ehemalige Kindergärtnerin und der technische Leiter reisen und tanzen gern, lieben das Leben und die Natur.

Marlen und Dirk Krause aus Ludwigsfelde: Das Internet brachte ihnen die große Liebe

Dirk und Marlen Krause aus Ludwigsfelde, Paar für Valentinstagsthema 14.2.2019 Quelle: Marina Ujlaki

Das Internet brachte Marlen (41) und Dirk Krause (41) die große Liebe. Dabei funkte es bei ihnen vor elf Jahren nicht gleich auf den ersten Klick, sondern später auf den ersten Blick. Marlen aus Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) und Dirk aus Brandenburg/Havel begegneten sich zunächst virtuell auf einem Online-Dating-Portal. Er war sofort Feuer und Flamme, sie reagierte beim Chatten zunächst verhalten.

Doch bei der ersten Begegnung in der realen Welt war ihnen auf Anhieb klar: Wir passen und wir gehören zusammen. Mittlerweile sind Marlen und Dirk Krause seit acht Jahren glücklich verheiratet, haben einen gemeinsamen Sohn. Ihr Rezept für eine gelungene Langzeitbeziehung? „Wenn man sich wirklich liebt, funktioniert es wie von allein“, sagt sie. „Wir wollen so viel Zeit wie möglich mit der Familie verbringen, dafür braucht es im Alltag auch Kompromisse“, meint er. Das Paar verbindet überdies, anderen Menschen helfen zu wollen. Deshalb sind sie aktiv in der Flüchtlingshilfe und haben einen großen Freundeskreis aus aller Welt.

Michael und Evelin Groth aus Potsdam: „Wir tolerieren, was der andere braucht“

Evelin und Michael Groth (beide 58) aus Potsdam. Quelle: privat

Michael Groth ist ein Zwei-Meter-Riese, doch auf dem Foto ist seine Frau Evelin noch größer. Die beiden lachen über diese Rollenverteilung; sie lachen gern. Ansonsten sind sie sich eher ähnlich, mit 58 Jahren sogar gleich alt: „Wir sind beide Macher“, sagt der Bauleiter in einer Denkmalpflegefirma; seine Frau leitet ein Gesundheitszentrum. Beide führen und lenken andere Menschen und setzen dabei viel auf Toleranz und Menschlichkeit. Toleranz hält auch ihre Beziehung am Laufen, seit 36 Jahren sind sie verheiratet.

Kennengelernt haben sie sich 1980 im Studentenkeller der Pädagogischen Hochschule von Potsdam, er als Kfz-Schlosser der Nationalen Volksarmee, sie als Studentin. „Es war nicht Liebe auf den ersten Blick“, gibt er zu. Aber man traf sich von da immer öfter im Klub und lernte sich lieben. „Wir hatten Höhen und Tiefen, wie andere auch“, sagt er: „Irgendwann wussten wir, den Richtigen gefunden zu haben.“ Zwei Kinder entstanden aus dieser Ehe, beide schon erwachsen und außer Haus.

„Wir tolerieren, was der andere will und braucht“, sagt er: „Ich war vor zwei Jahren vier Wochen arbeiten in Bolivien, das hat Evelin fraglos akzeptiert.“ Auch wegen der winterlichen Volleyball-Urlaube mit seiner Mannschaft kurz nach der Wende in der Karibik musste er sich kein schlechtes Gewissen machen. Im Gegenzug akzeptiert er, wenn sie Zeit für sich braucht, für Kurse und Weiterbildungen etwa.

Barbara und Rolf Eggeling aus Kyritz: Nach 40 Jahren ist ihre Liebe immer noch frisch

Barbara und Rolf Eggeling aus Kyritz. Quelle: André Reichel

Barbara und Rolf Eggeling aus Kyritz feiern im Mai ihren 40. Hochzeitstag. So lange wollte das Paar jedoch nicht abwarten. So haben sie ihre Jubiläumskreuzfahrt schon jetzt im Januar gemacht und sich dabei köstlich amüsiert. Kennengelernt haben sich die beiden 1976 in Braunschweig. Dort saß damals Rolf Eggeling mit seinen Freunden in seiner Lieblingskneipe. Barbara Eggeling, die damals eine Lehre zur Kindergärtnerin absolvierte, kehrte dort rein zufällig ein. Die Beiden kamen ins Gespräch, verabredeten sich für ein weiteres Treffen und bald schon wurden sie ein Paar.

Drei Jahre später wurde geheiratet. Die Kinder aus ihrer Kindergartengruppe, die sie betreute, stand damals Spalier vorm Standesamt. Barbara und Rolf Eggeling können es kaum glauben, dass schon 40 Jahre vergangen sind. Ihre Liebe ist aber noch immer frisch, sagen die 62-Jährige und ihr ein Jahr älterer Mann. Respekt und ein vertrauensvoller Umgang miteinander ist ihr Geheimrezept dafür, verraten sie. In den wichtigsten Dingen an einem Strang zu ziehen und sich gegenseitig genügend Freiraum zu lassen, benennen sie als einen weiteren wichtigen Aspekt.

Von MAZonline

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