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Pappelstreit: Beirat lehnt Gemeindekonzept ab

Naturschutz im Mühlenbecker Land Pappelstreit: Beirat lehnt Gemeindekonzept ab

Der Naturschutzbeirat des Landkreises Oberhavel lehnt das heiß umstrittene Konzept der Gemeinde Mühlenbecker Land für die Neugestaltung der Pappelreihe an der Mönchmühlenstraße in Schildow ab. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Baumschutz Kommunal“ sehen ihre Argumente bestätigt. Jetzt entscheidet die Untere Naturschutzbehörde, da das Votum des Beirats nur empfehlenden Charakter hat.

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Seit drei Jahren kämpfen Mitglieder der Bürgerinitiative „Baumschutz Kommunal“ um den Erhalt der Pappelreihe.

Quelle: Enrico Kugler

Schildow. Die geplante Neugestaltung der Pappelreihe entlang der Mönchmühlenstraße in Schildow hat einen Rückschlag erlitten. Die Mitglieder des Naturschutzbeirats Oberhavel lehnten das Konzept in ihrer Sitzung am Dienstagabend ab oder enthielten sich ihrer Stimme. Es handele sich zwar um eine gute Planung. Jedoch wurde der mit der Fällung von 68 stattlichen Pappeln einhergehende Komplettverlust des vorhandenen Biotops auf 680 Metern Länge kritisiert.

Da der Naturschutzbeirat empfehlenden Charakter für die Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde hat, ist es nun an ihr, über das seit drei Jahren im Mühlenbecker Land heftig umstrittene Vorhaben zu befinden. Zuvor hatten es die Beiratsmitglieder abgelehnt, als quasi Schlichter in einem politischen Streit aufzutreten.

Erstaunt über das ablehnende Votum zeigte sich Mühlenbecks Baufachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky. Schließlich sei die Motivation für das Projekt im Zuge der Verkehrssicherungspflicht als nachvollziehbar eingestuft worden. Ebenso die Argumentation, wonach auf dem Weg kein Platz für eine zweite Baumreihe ist. Und es sei für ökologisch sinnvoll befunden worden.

Laut Konzept soll der entstehende Gehölzstreifen mit 60 hoch-, mittel- und kleinwachsenden Bäumen sowie rund 1300 standorttypischen Sträuchern bepflanzt werden. Ein Ort der Begegnung mit Baum- und Thementafeln ist geplant. Ein zunächst vorgesehener „Trimm-Dich-Pfad“ und eine Sitzecke waren indes von den Kommunalpolitikern herausgenommen worden. Weitere 28 Bäume sollen an nahen Ausweichstandorten gepflanzt werden.

Das entsprechende 15-seitige Konzept hatten die Gemeindevertreter in ihrer Mai-Sitzung beschlossen. Aufgeteilt auf vier Jahre, sollen insgesamt rund 170 000 Euro in das Vorhaben investiert werden, beginnend im Jahr 2016. Gut 147 000 Euro entfallen allein auf die Bepflanzung und die vierjährige Pflege. „Am Ende der Umgestaltung soll ein neues Wahrzeichen auf dem Weg zur Mönchmühle geschaffen sein, mit dem sich die Bürger jetzt und die kommenden Generationen identifizieren“, lautet der letzte Satz im Konzept.

Von Helge Treichel

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