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Oberhavel Parkplatz-Mangel in Hohen Neuendorf
Lokales Oberhavel Parkplatz-Mangel in Hohen Neuendorf
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16:37 31.10.2018
Am Bahnhof Hohen Neuendorf sind die Gratis-Parkplätze knapp – viele Pendler und Anwohner wünschen sich darum mehr Stellflächen. Quelle: Fotos: Jeannette Hix
Hohen Neuendorf

Morgens, 7 Uhr, in Hohen NeuendorfPendler steuern die Parkplätze vor dem Bahnhof an. Die Leute haben es eilig, die S-Bahn kommt gleich. Aber: Es ist kaum noch ein freier Parkplatz zu finden. Die Zeit drängt. Also wird in den umliegenden Seitenstraßen geparkt. Weil das seit Jahren so ist und die Parksituation durch Zuzug immer extremer wird, hat die Fraktion der Linken bei der Stadtverordnetenversammlung Donnerstag vor einer Woche erneut den Antrag auf Parkplatz-Erweiterung gestellt. Der Plan der Partei: Sie wollen den bereits vorhandenen Parkplatz an der Puschkinallee um eine Etage aufstocken. Doch dieser Antrag wurde abgelehnt. Die Aufstockung sei zu teuer und passe nicht ins Stadtbild, hießt es. Darüber hinaus könnten die Autofahrer auch ein Stück laufen, um ihr Auto in den umliegenden Nebenstraßen zu parken. „Generell sehen die Stadtverordneten keinen Bedarf“, sagt Manfred Hick, Finanzausschuss-Vorsitzender für die Linken in Hohen Neuendorf.

Doch was sagen die Pendler, die Tag für Tag durch die Nebenstraßen kurven, um ihr Auto loszuwerden. Und die Anwohner, deren Grundstücke zugeparkt sind? „Ich verstehe die Pendler“, sagt Anwohnerin Ulrike Kebelmann (69) aus der Annemariestraße. „Doch werktags ist unsere Straße zum Teil zugeparkt. Mehr Parkplätze wären gut, aber auch mehr Spielflächen für Kinder.“

Ruth Czarnecki (63) wohnt in der Hauptstraße. Doch, wenn sie ihren Vater in der Karlstraße am Bahnhof besuchen will, nimmt sie einen Fußweg von 20 Minuten in Kauf. „Am Bahnhof ist kein Parkplatz zu finden – ärgerlich, wenn ich Lebensmittel vorbeibringen muss.“

Matthias Hilgert (41) parkt von Gransee kommend am Bahnhof Hohen Neuendorf, um nach Pankow zur Arbeit zu kommen. „Manchmal suche ich 15 Minuten“, sagt der Altenpfleger.

Verärgert sind auch viele Gewerbetreibende von der Schönfließer Straße. „Abgesehen davon, dass ich jeden Morgen selbst etwa zehn Minuten auf Parkplatzsuche bin“, sagt Rotraud Nachtmann von der Boutique Cinderalla (Schönfließer Straße 49). „Aber auch unsere Kunden beschweren sich.“ Die Lage verschärfe sich noch, wenn die Eltern ihre Kinder von der Kita abholen, zum Friseur nebenan gehen oder zum Bäcker.

Die Betroffenen selbst jedenfalls wünschen sich, dass die Stadt für mehr kostenlose Parkplätze sorgt. Plätze mit auf zwei Stunden begrenzter Parkdauer gibt es bereits. Das allerdings nützt den Pendlern das nur wenig. Die Linken jedenfalls hoffen, dass vielleicht doch der zu DDR-Zeiten zugemauerte Süd-Zugang zur S-Bahn an der Bahnstraße wieder geöffnet wird. In diesem Fall könnten laut früheren Planungen dort Parkplätze entstehen. Den Antrag für die Schaffung von Stellflächen an dieser Stelle hatten die Linken schon mal gestellt. „Auch dieser Antrag war abgelehnt worden“, sagt Hick.

Von Jeannette Hix

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