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Patenurkunde für Ian Colin

Oranienburg Patenurkunde für Ian Colin

Für das siebte Kind von Nadine und Michael Schwitzer hat Bundespräsident Frank Walter Steinmeier die Ehrenpatenschaft übernommen. Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke empfing die Drei in seinem Amtszimmer und überreichte die Urkunde und ein Patengeschenk.

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Baby Ian Colin und seine Eltern Nadine und Michael Schwitzer wurden gestern von Bürgermeister Hans -Joachim Laesicke (r.) empfangen, der ihnen die Urkunde überreichte.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Ian Colin ist ein ganz aufgeweckter Junge, lachte und strahlte die ganze Zeit in die Kameras und ließ sich nicht beeindrucken von dem Trubel, der gestern Mittag im Büro des Bürgermeisters um ihn veranstaltet wurde. Als siebtes Kind der Familie Schwitzer aus Oranienburg-Süd übernimmt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ehrenpatenschaft. Als Überbringer der Urkunde und des Patengeschenks in Höhe von 500 Euro fungierte gestern Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. In seinem Amtszimmer plauderte er mit den Eltern, die 2008 aus Berlin-Reinickendorf nach Oranienburg zogen und sich sehr wohl in der Stadt fühlen.

Der Bürgermeister unterhielt sich mit den Eltern

Der Bürgermeister unterhielt sich mit den Eltern.

Quelle: Enrico Kugler

Colin ist jetzt achteinhalb Monate. Seine älteste Schwester macht bereits Abitur und ist 18. Die Geschwister dazwischen sind 2 ,6 ,7,13 und 16 Jahre alt. Colin, sein 16-jähriger Bruder und Vater Michael (40) sind die Männer im Haus. Die Frauen in der Familie sind in der Überzahl. Mit sieben Kindern hatten Nadine und Thomas Schwitzer selbst nie gerechnet. „Eigentlich hat man uns gesagt, wir könnten gar keine Kinder bekommen“, erzählt die 38-Jährige. Nach Hormonbehandlungen hat es dann doch geklappt. Allerdings erst nach drei Fehlgeburten. Vor dem vierten Kind hatte sie noch mal drei Fehlgeburten. „Was wir da durchgemacht haben, das hat uns zusammengeschweißt.“ Sobald Nadine Schwitzer schwanger war, haben sich die beiden immer gesagt: „Wenn es bleiben möchte, dann ist es richtig.“ Alle sieben Kinder sind getauft und drei schon konfirmiert. „Alle Kinder sind ein Geschenk, aber jetzt ist Schluss“, sagt die Mutter. Sohnemann Colin ist für den Papa „der krönende Abschluss“.

Ian Colin testete schon mal den Teppichboden im Bürgermeisterzimmer

Ian Colin testete schon mal den Teppichboden im Bürgermeisterzimmer.

Quelle: Enrico Kugler

Für noch mehr Nachwuchs wäre das gemietete Haus mit fünf Zimmern auch zu klein. Und schließlich muss alles bezahlt werden. „In den Urlaub fahren wir nur selten“, sagt die Mutter. Eine Unterkunft für neun Leute zu finden, ist schwierig und zu bezahlen noch schwieriger. „Wir machen mehr Tagesausflüge.“ Und wenn die gesamte Familie ausrückt, dann reicht ein Auto nicht aus. Die Schwitzers haben zwei. „Die Kinder wünschen sich schon mal einen richtigen Familienurlaub mit allen zusammen“, sagt Michael Schwitzer. Was den Eltern oft fehlt, ist genug Zeit, auch mal für sich. Natürlich machen die Kinder viel Arbeit, müssen auch mal zum Arzt, dazu der Haushalt. „Da bleibt schon einiges liegen.“

So ein Termin mit Fotoshooting macht einfach hungrig

So ein Termin mit Fotoshooting macht einfach hungrig.

Quelle: Enrico Kugler

Noch bis vor einigen Jahren hat Nadine Schwitzer Vollzeit gearbeitet. Jetzt ist sie im Babyjahr und ihr Mann hat sich die Elternzeit genommen. „Der ist wirklich eine große Hilfe.“ Das sieht man. Die beiden sind ein eingespieltes Team. „Inzwischen ist es ja schon eine Seltenheit, dass alle Kinder von einem Mann sind“, lächelt Nadine Schwitzer. Die beiden kennen sich schon seit ihrer Ausbildung. Inzwischen sind sie 20 Jahre verheiratet.

Über solche Besucher freut sich der Bürgermeister besonders

Über solche Besucher freut sich der Bürgermeister besonders.

Quelle: Enrico Kugler

Bürgermeister Laesicke freute sich, dass es der Großfamilie in Oranienburg gut gefällt und Colin die Kita Krümelhausen besuchen soll, so wie drei seiner Geschwister vor ihm. Denn Nadine Schwitzer möchte wieder arbeiten, wenn Colin zwei Jahre ist. „Mal sehen, ob ich was finde als siebenfache Mama.“

Von Andrea Kathert

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