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Patrick Krüger tritt zur Wahl an

Vorsitz der Hennigsdorfer SPD Patrick Krüger tritt zur Wahl an

Patrick Krüger will sich bei der Vorstandswahl im Mai zum neuen Hennigsdorfer SPD-Vorsitzenden wählen lassen. Der 28-Jährige ist schon 2008 in die Partei eingetreten und durch und durch Sozialdemokrat. Er will mehr Hennigsdorfer für die Politik begeistern und einen dichteren S-Bahn-Takt erreichen. Auch den Anschluss für Nord hat er nicht abgeschrieben.

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Wirbt für mehr Nahverkehr: Patrick Krüger.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Wenn ihm die Genossen ihm wohl gesonnen sind, könnte Patrick Krüger Vorsitzender des Hennigsdorfer SPD-Stadtverbandes werden. Am 9. Mai wählen die Sozialdemokraten eine neue Spitze, Krüger stellt sich zur Wahl. Seit Beginn der Legislaturperiode 2014 ist der 28-Jährige Stadtverordneter, sitzt auch im Fraktionsvorstand und im Koalitionsausschuss. „Ich führe gerne Menschen und kann gut organisieren“, sagt der gebürtige Hennigsdorfer. Krüger würde das Amt von Michael Mertke übernehmen, der nach fünf Jahren bei der Vorstandswahl nicht wieder antreten will. Mertke, der gegenüber seines designierten Nachfolgers wohnt und ihn schon ewig kennt, gilt als Fürsprecher von Patrick Krüger. Eine Wahl scheint wahrscheinlich.

Krüger ist 2008 in die SPD eingetreten, seine Familie war schon immer Anhänger der Sozialdemokraten. „Mir gefällt an der Partei der Zusammenhalt. Du kannst deine Meinung sagen, ohne dass du angefeindet wirst“, so Krüger, der in der Marketingabteilung der PIK AG in Berlin arbeitet. Dabei gab es gerade in der Hennigsdorfer SPD zuletzt Krach wegen einer Meinungsverschiedenheit. Der bisherige Stadtverbandsvorsitzende Michael Mertke und Fraktionskollege Dennis Lange hatten – entgegen dem Votum der Fraktion – nicht für den Bau einer zusätzlichen Radlerbrücke in Nieder Neuendorf gestimmt, weil sie den Bau zu teuer fanden. Das Projekt war deshalb gescheitert. Intern gab es danach heftige Diskussionen, weil Fraktionschef Udo Buchholz auf Fraktionszwang setzt. Es dürfte einer der Gründe sein, warum Michael Mertke nicht mehr für den Vorsitz der SPD-Ortsvereins kandidiert (MAZ berichtete). Patrick Krüger erklärt dazu, dass die Abgeordneten über die SPD-Liste in die SVV gewählt wurden, sie seien keine Einzelkämpfer. Natürlich könne man intern Meinungsverschiedenheiten haben, müsse sich am Ende aber spätestens bei der Abstimmung dann der Mehrheit beugen. „Denn nur als geschlossene Fraktion können wir in Hennigsdorf etwas bewegen“, sagt Patrick Krüger.

Wenn er gewählt werden sollte, wolle er auf jeden Fall die gute Arbeit von Michael Mertke fortführen. „Wir sind seit 25 Jahren Mehrheitsfraktion in der Stadt, das bringt Verantwortung mit sich.“ Er will stärker Bürger ansprechen und zeigen, wie wichtig Kommunalpolitik sein kann. Das gelte insbesondere für junge Leute. „Denen müssen wir zeigen, dass man sich als junger Mensch einbringen und etwas bewegen kann“, so der 28-Jährige. Außerdem wirbt Krüger für eine Verdichtung des S-Bahn-Taktes nach Berlin, zehn bis 15 Minuten seien wünschenswert. Zudem will er sich enger mit den Veltener Genossen abstimmen, das Ziel sei die S-Bahn-Anbindung für die Ofenstadt. „Davon würde auch Hennigsdorf Nord profitieren, das dann wieder einen S-Bahn-Anschluss bekäme“, so Krüger. Ansonsten sei er eher Pragmatiker. Das geplante Hennigsdorfer Schwimmbad für 21,4 Millionen Euro könne man eben nur bauen, wenn das Geld da sei. „Wir sollten keinen Kredit aufnehmen, der uns das Genick bricht.“

Von Marco Paetzel

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