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Oberhavel Pfarrer Triebler verlässt Beetzer Dienstsitz
Lokales Oberhavel Pfarrer Triebler verlässt Beetzer Dienstsitz
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08:47 16.03.2017
Pfarrer Thomas Triebler vor dem Gemeindehaus in Beetz. Dort hat er seit 20 Jahren seinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Seit 20 Jahren ist Pfarrer Thomas Triebler nun im Amt. Zwei Jahrzehnte lang hatte er seinen Dienstsitz im Gemeindehaus in Beetz. Das soll sich nun ändern, denn im evangelischen Pfarrsprengel in Kremmen kommt es zu Veränderungen. Der Pfarrer wird seinen Dienstsitz in Beetz aufgeben und dafür ein neues Büro in Kremmen beziehen. Der Gemeindekirchenrat hat das so beschlossen, im Herbst soll die Umsetzung des Plans beginnen.

„Der Vorteil ist, dass ich dann zentral bin. Kremmen liegt in der Mitte, die Dörfer drumherum“, sagt Thomas Triebler. Dort seien auch die meisten Gruppen, die zu betreuen sind, sowie viele der kirchlichen Veranstaltungen. „Wir sind gerade im Gespräch mit einem Planungsbüro und überlegen uns Varianten, wie wir das umsetzen können“, berichtet der Pfarrer.

Pfarrer Thomas Triebler vor der Beetzer Kirche. Quelle: Robert Tiesler

Eine Möglichkeit sei, im Obergeschoss des Gemeindehauses das Büro einzurichten. Dort gäbe es aber vermutlich keine Barrierefreiheit. Ansonsten könnten auf dem Grundstück hinter dem Haus Stallräume umgebaut werden. Das müsse mit dem Denkmalschutz geklärt werden, unklar ist auch noch die finanzielle Umsetzung des ganzen Vorhabens. „Konkrete Zahlen haben wir noch nicht.“

Es wäre die späte Umsetzung einer Strukturreform. Schon 2002 – mit dem Ruhestand von Pfarrer Korbach – ist die Zusammenlegung der Pfarrsprengel in Beetz und Kremmen beschlossen worden. „Damals ist mir zugestanden worden, dass ich mit dem Dienstsitz in Beetz bleiben kann“, erinnert sich Thomas Triebler. „Jetzt denke ich: Ich hätte es tun sollen.“ Nämlich nach Kremmen zu ziehen. „Aber jetzt ist doch der Punkt da, wo wir die innere Organisation verändern wollen.“

Gemeindesekretär Matthias Dill vor dem Kremmener Gemeindehaus – dorthin verlegt Pfarrer Triebler seinen Dienstsitz. Quelle: Robert Tiesler

Es ist ein großer Einschnitt in seinem Jubiläumsjahr. Heiligabend 1996 trat er seine Stelle in Beetz an – pünktlich zur Christmesse. Er stammt aus Berlin-Treptow, seine erste Stelle hatte er in den 90er in Stechow bei Rathenow. „Ich wollte aber in die Nähe von Neuruppin“, erzählt der 59-Jährige. In Beetz – auch für Sommerfeld und Wall war er damals schon zuständig – setzte er sich gegen neun Mitbewerber durch. „Ich bin damals gut empfangen worden“, erinnert sich Thomas Triebler.

Sein großes Thema ist die Heilung. „Wie kann die Kirchengemeinde zur Heilung der Gesellschaft beitragen?“, das sei eine wichtige Frage. „Heilung hat was mit Lebensfreude, Gesundheit und Qualität zu tun. Der Aspekt zieht sich wie ein roter Faden durch meine Arbeit.“

Sorge bereitet ihm, dass immer weniger Menschen in die Gottesdienste kommen. Er befürchtet, dass irgendwann die Pfarrer alleine im Gottesdienst sind. „Außer an den Feiertagen. irgendwie ist verloren gegangen, dass es die Menschen geistlich aufbaut im Gottesdienst zu sein, dass sie einen Mehrwert haben.“ Mit etwas anderen Gottesdiensten, mit speziellen Themen abseits vom Sonntagmorgen, möchte er versuchen, wieder mehr Leute anzuziehen. Gemeinsame Feste mit Vereinen und anderen Bewohnern Kremmens möchte er auch weiter etablieren.

Von Robert Tiesler

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