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Pfarrerin Antje Freye ist gut empfangen worden

Flatow Pfarrerin Antje Freye ist gut empfangen worden

Antje Freye ist die neue Pfarrerin in Flatow. Zweimal im Monat finden in der dortigen Kirche Gottesdienste statt. Ihr Ziel ist ein noch größeres Miteinander. In Flatow sei sie sehr herzlich aufgenommen worden, erzählt sie. Eine Regel der Landeskirche aber stört sie sehr.

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Antje Freye ist die neue Pfarrerin in Flatow. Die offizielle Einführung in ihr Amt findet am 28. Januar 2018 statt.

Quelle: Robert Tiesler

Flatow. Offiziell ins Amt eingeführt wird sie zwar erst am 28. Januar 2018, dennoch arbeitet sie schon in ihrem Amt: Antje Freye ist die neue Pfarrerin in Flatow. Und nicht nur dort: Auch in Linum, Hakenberg, Karwesee, Dechtow, Betzin und Tietzow arbeitet die 53-Jährige für die evangelische Kirche. „Die Größe meines Wirkungskreises hängt damit zusammen, dass pro Pfarrstelle eine bestimmte Anzahl an Gemeindegliedern erreicht werden müssen“, erklärt sie. Flatow und Linum seien die größten Orte hinsichtlich der Mitgliederzahl, um sie die sich kümmert.

Mit dem großen Schlüssel wird die Tür aufgesperrt

Mit dem großen Schlüssel wird die Tür aufgesperrt.

Quelle: Robert Tiesler

Nachdem Pfarrer Nico Vajen Flatow und die anderen Orte verlassen hatte, übernahm Antje Freye im August die Vakanzvertretung, Ende Oktober entschied der Gemeindekirchenrat dann, dass sie dauerhaft berufen wird. Sie wohnt allerdings in Fehrbellin, denn ihr Mann Siegfried Freye ist dort ebenfalls Pfarrer. Zweimal im Monat finden momentan Gottesdienste in Flatow statt. „15 bis 20 Leute kommen da“, erzählt die Pfarrerin. „Wenn der Chor singt, dann natürlich noch viel mehr.“ Antje Freye stammt aus Stade in Niedersachsen. Deshalb ist ihr auch die Landwirtschaft sehr nah. „Ich bin in einem Privatbetrieb groß geworden.“ Dort hat sie oft auch mit angepackt.

Der Altar in der Kirche in Flatow

Der Altar in der Kirche in Flatow

Quelle: Robert Tiesler

1990 zog sie in die Nähe von Görlitz – ganz im Osten Sachsens. „Damals wurden dort Pfarrer gesucht“, erinnert sie sich. „Es gab dort zwei Jahre keinen Pfarrer, und wir haben dort den Aufbruch miterlebt.“ Dort wuchs auch ihre Familie um Kinder, bis sie nach zehn Jahren umziehen mussten – nach Ruhland im Süden Brandenburgs, dann bekamen Antje und Siegfried Freye zwei weitere Kinder. Es folgte ein weiterer Umzug nach Lübbenau im Spreewald. „Die Kirche stand dort im Zentrum des Tourismus.“ Nach zehn Jahren mussten sie aber auch dort weiterziehen. „2004 hat die Landeskirche festgelegt, dass ein Pfarrer nach zehn Jahren wechseln muss – außer wenn ohne Ausnahme alle Seiten einer Verlängerung zustimmen.“ Gerade für die Kinder sei so ein Wechsel immer schwer gewesen. Das ist auch ein Grund, warum zunächst nur ihr Mann nach Fehrbellin gezogen ist. „Unsere Tochter hatte das letzte Jahr vor dem Abi.“ Das sei eine Herausforderung gewesen, und Antje Freye wünscht sich, dass die Landeskirche dieses Thema noch mal diskutiert.

Antje Freye ist die neue Pfarrerin in Flatow

Antje Freye ist die neue Pfarrerin in Flatow. Sie wohnt in Fehrbellin.

Quelle: Robert Tiesler

In Flatow sei sie sehr herzlich aufgenommen worden, erzählt sie. „Es gibt hier einen sehr engagierten Gemeindekirchenrat, der mir zur Seite steht.“ Es habe dort schon eine Verjüngung stattgefunden. „Dieser Schritt ist wichtig." Am Anfang sei es ihr wichtig, Mitglieder der Gemeinde zu besuchen. Auf dem Weg wolle sie die Menschen einladen, wieder in die Kirche zu kommen.

Ihre ganz persönliche Note im Gottesdienst: „Ich kann ganz gut singen“, sagt sie. „Das ist nicht jedem gegeben. Auch ohne Organist schaffe ich, dass wir gemeinsam singen können.“ Außerdem spielt sie gern Flöte und überlegt, einen Kurs anzubieten. Wichtig sei ihr auch die Gemeinschaft, „dass sich beim Abendmahl alle an die Hände fassen zum Beten.“ Auch wünscht sie sich Gottesdienste, in denen Kinder ihren Platz finden.

Sonntags führt sie in der Regel durch zwei Gottesdienste. Beim Erntedankfest waren es sogar drei, plus einem weiteren am Tag davor. „Da kommt man an Grenzen“, sagt Antje Freye. Weihnachten bekommt sie Unterstützung von Ehrenamtlichen und einer Katechetin, damit in allen Orten in den Kirchen gefeiert werden kann

Von Robert Tiesler

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