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Pferdemarkt: Der Ansturm lässt nicht nach

Gutengermendorf Pferdemarkt: Der Ansturm lässt nicht nach

Tausende Gäste beim Pferde- und Hobbymarkt in Gutengermendorf – Der erster Besucher kam um 5.50 Uhr. Dabei öffnet der Markt erst zwei Stunden später um 8 Uhr. Das Wetter spielte diesmal mit – Veranstalter und Besucher freut’s.

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Mitten auf dem Marktgelände waren Pferde im Gatter platziert.

Gutengermendorf. Stau in Gutengermendorf – das gibt es nur einmal im Jahr. Immer dann, wenn der Ortsverein zum Pferde- und Hobbymarkt ruft. Das war am Sonnabend der Fall. Im Ort ging nichts mehr – außer die Pferdewagen-Shuttles, die die Gäste von den beiden an den Ortseingängen eingerichteten Parkplätzen zur Marktmeile im Ort brachten (Richtung Klevesche Häuser und Richtung Bundesstraße 96). Apropos B 96. Am Nachmittag staute sich die Fahrzeugkolonne von Gutengermendorf zur Bundesstraße phasenweise bis zum Ortseingang. Kurz: Der Run auf den Pferdemarkt ist ungebrochen. Tausende Gäste belagerten für Stunden das kleine Dorf in der Gemeinde Löwenberger Land. „Wie viele es waren, lässt sich erst in ein paar Tagen sagen“, so Ralf Brinkmann, Vorsitzender des Ortsvereins.

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In Scharen fielen die Besucher ins kleine Dorf im Löwenberger Land ein

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„Hier sind besonders viele Menschen“

Ein Stammgast ist Michael Kruse mittlerweile geworden. „Ich bin jetzt das vierte Mal hier“, sagt der Finowfurter, der gemeinsam mit seiner Frau einen Trödelstand aufgebaut hatte. „Ich komme immer wieder gern hierher, weil besonders viele Menschen den Markt besuchen. Das ist an anderen Orten nicht der Fall.“ Am Sonnabendnachmittag schätzte er – etwa zwei Stunden vor Beendigung des Marktes – ein, dass der Ertrag relativ bescheiden ausgefallen war. „Schlechter als im Vorjahr. Das Kaufverhalten der Leute ist unergründbar.“ Michael Kruse betreibt sein Geschäft – im Gegensatz zu einigen anderen auf dem Gutengermendorfer Pferde- und Hobbymarkt – professionell. „Also soll auch nicht nur das Spritgeld herauskommen. Es muss schon etwas mehr sein.“ Ein Steuerrad vom Schiff, Fensterrahmen, Töpfe, Pfannen, Vogelbauer, Holzhandwagen und viel mehr sind bei ihm zu haben. Um seine Waren an den Mann zu bekommen, fährt er auch schon mal 300 Kilometer.

Für einen der vielen Berührungspunkte zum Thema Pferd(emarkt) sorgt seit zehn Jahren Diana Stapel vom Ponyhof Stapel aus Lindow. Auf dem Gelände der Ponyfarm führte sie mit den zwölf Helfern fünf Stunden lang Pferde durchs Gehege – obendrauf in der Regel Kinder, aber auch einige Erwachsene. „Der Andrang hat sich gegenüber den Vorjahren nicht verändert. Wir helfen mit unserer Aktion immer aus, weil die Betreiber der Ponyfarm in den Pferdemarkt eingebunden sind“, sagt Diana Stapel. „Wir werden gefragt – und dann kommen wir.“ Dass sie durchaus auch etwas von dem Angebot hat, sagt sie auch: „Eltern fragen schon mal, ob sie ihr Kind für die Reiterferien bei uns anmelden können. Der Gutengermendorfe Ortsvorsteher Joachim Harhues freute sich, dass dem Verein endlich mal gutes Wetter beschert wurde. Er beobachtete, dass dies der Besucherzahl guttut. Weil viele Gäste nicht nur aus Richtung Klevesche Häuser und von der Bundesstraße kämen, sondern auch aus Buberow, sei jetzt sogar an jenem Dorfeingang ein weiterer Parkplatz eingerichtet worden.

„Hier verkaufen wir mehr als sonst“

Ein Dauerabo hat die Fischerei Krüger aus Gransee. „Wir sind jedes Jahr hier. Weil es Spaß macht“, sagt Manuela Krüger. Dabei wäre die Teilnahme kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen fast ins Wasser gefallen. „Aber wir haben uns kurzentschlossen, trotzdem her zu fahren.“ Mit ihrer Mutti verkaufte Manuela Krüger Fischwaren. „Hier verkaufen wir durch die vielen Menschen in kurzer Zeit wesentlich mehr als sonst in unserem Geschäft am Geronsee.“

Gefreut hat sich Ralf Brinkmann über die äußeren Bedingungen und darüber, dass alles glatt gelaufen ist. „Um den Markt zu stemmen, brauchen wir etwa 100 Helfer. Dabei haben wir nur 240 Einwohner. Aber wir sind ein eingespieltes Team, es gibt nur wenige Probleme“, so das erste Fazit nach der diesjährigen Auflage. Wie fast in jedem Jahr gab es ein Kuriosum. Der erste Besucher stand um 5.50 Uhr auf der Matte. Dabei öffnet der Markt erst um 8 Uhr.

Von Stefan Blumberg

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