Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Pferdesteuer in Oberkrämer abgelehnt
Lokales Oberhavel Pferdesteuer in Oberkrämer abgelehnt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:20 27.02.2016
Pferdesteuern? Nicht in Oberkrämer. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Oberkrämer

Eine mögliche Pferdesteuer in Oberkrämer ist vom Tisch. Wie berichtet kam der Antrag dafür von der Fraktion Die Linke, und nur Günter Franke und Patrick Zechel (Linke) stimmten am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderates dafür. 14 Abgeordnete waren dagegen. Albrecht Seeburg (BfO), Thomas Schulz (NPD) und Bürgermeister Peter Leys (BfO) enthielten sich.

Zuvor hatte schon in der Einwohnerfragestunde Martina Schünemann vom Landesverband Pferdesport eindringlich vor einer Pferdesteuer gewarnt. Es gehe um einen Wirtschaftsfaktor, zudem werde das Ehrenamt geschwächt, würde eine Steuer für Pferde eingeführt, sagte sie.

Günter Franke, der Ortsvorsteher von Bötzow, merkte an: „Das Verhalten der Reiter ist oft kritikwürdig, das spielt hier aber eine untergeordnete Rolle.“ Es gehe darum, ob Oberkrämer eine Pferdesteuer wolle oder nicht – und darum, welche Pferde von der Steuer betroffen seien. Er wies darauf hin, dass es da um Beträge zwischen 90 und 320 Euro im Jahr gehe. „Nun frage ich mich: Warum dieser Aufschrei?“ Immerhin werde auch eine Hundesteuer kassiert, so Franke: „Macht ein Hund mehr Aufwand als ein Pferd?“

CDU: Pferde sind Freizeitspaß

Carsten Schneider (SPD) sieht für Oberkrämer nicht die finanzielle Notwendigkeit, so eine Steuer einzuführen. Er verwies auf das umfangreiche Tourismuskonzept, und man wolle die Pferdefreunde „nicht vor das Schienbein treten“. So sieht das auch Bernd Ostwald (CDU): „Nicht jede Steuer ist sinnvoll“, sagte er am Donnerstag. Die Pferde würden gerade für Jugendliche und Mädchen ein gewisses Maß an Jugendarbeit bieten, so Ostwald. „Freizeitspaß für Jugendliche – ist das nichts?“

Patrick Zechel erklärte, es gehe darum, Gelder einzuholen, um Wege zu reparieren, die eventuell durch Pferde zerstört worden seien. Es müsse ein Kreislauf geschaffen werden. Jetzt sei die finanzielle Notwendigkeit nicht da, aber es wäre verlogen, so Zechel, sie dann in einer Notlage doch einzuführen, um Löcher stopfen zu wollen.

Gundula Klatt (BfO) sieht im Linke-Antrag Polemik, für sie gehören Pferde zum ländlichen Erscheinungsbild. Für Karl-Dietmar Plentz (BfO) sei die Zeit für eine solche Steuer noch nicht reif.

Immerhin gibt es einen Kompromiss. Nach einem Gespräch am Dienstag zwischen Verwaltung und Reiterhofbetreibern könnten die Pferde bald auf freiwilliger Basis gekennzeichnet werden.

Von Robert Tiesler

Oberhavel Liveticker zum Nachlesen - Demos hielten Oranienburg in Atem

In der Oranienburger Innenstadt fanden am Freitagabend mehrere Demonstrationen statt: die Aktion „Oranienburg zeigt Herz“, zwei Demos „Gemeinsam gegen Rassismus“ sowie der „Abendappell der guten Hoffnung“. Die Demos liefen relativ friedlich ab. Die Geschehnisse des Abends zum Nachlesen.

26.02.2016

Der Reporter Billy Six, der für die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ schreibt, war am Donnerstag in der Alten Fleischerei zu Gast. Eingeladen hatte ihn die AfD. Six hatte Schreckliches aus dem syrischen Bürgerkrieg zu berichten. Mit der Veranstaltung wolle die Partei über das Land informieren, schließlich kämen viele Flüchtlinge ja aus Syrien.

26.02.2016
Wirtschaft 270 Kollegen werden entlassen - Bombardier-Beschäftigte unter Schock

Bombardier streicht in seinem Hennigsdorfer Werk jede zehnte Stelle. Die Belegschaft erfuhr davon am Freitagvormittag in einer Betriebsversammlung. Unter den derzeit noch 2850 Mitarbeitern sind die Zukunftssorgen groß.

26.02.2016
Anzeige