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Pflege der Wachholderheide Bergfelde

UMwelttag der Jugendfeuerwehr Hohen Neuendorf Pflege der Wachholderheide Bergfelde

2013 zog der Hohen Neuendorfer Feuerwehrnachwuchs erstmals in die Wachholderheide hinter dem Naturschutzturm in Bergfelde. Befreite sie von der Amerikanischen Traubenkirsche, entfernte Kiefern und Birken. Denn nur wenn keine Blätter für Nährstoffe im Boden sorgen, geht es der Heide gut.

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Viele Hände schaffen viel. Die Helfer vor dem Naturschutzturm.

Quelle: Foto:UG

Bergfelde. Mit vereinten Kräften und ausgerüstet mit Spaten, Sägen und Äxten zogen am Sonnabend 40 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Hohen Neuendorf in die Wacholderheide hinter dem Naturschutzturm auf dem ehemaligen Grenzstreifen in Bergfelde.

Es war nach 2013 der bereits zweite Umweltaktionstag, um die einmalige Heidelandschaft vom Zuwachsen zu schützen. Emsig schnitt der Feuerwehrnachwuchs Zweig um Zweig der sich stark verbreiteten Amerikanischen Traubenkirsche zurück. Entfernte Kiefern, die sich zwischen dem Heidekraut ausgesamt hatten. Auch den Birken, die sich auf der Fläche vermehrt hatten, ging es an den Kragen. „Jeder Laubfall bedeutet Nährstoffe für den Boden, die Heide aber braucht möglichst nährstoffarmen Boden“, erklärt Marian Przybilla von der Deutschen Waldjugend.

Er erinnert sich, dass er bereits 1990, als er den einstigen Grenzturm zusammen mit Helga Garduhn übernommen hatte, mit Schülern die Heideflächen gepflegt hat. Dann geriet die Maßnahme in Vergessenheit. Die Heide drohte zu verkrauten. „Zwei Heidschnucken, die ja weder Heide noch Wacholder mögen, könnten die Pflegemaßnahmen eigentlich auch übernehmen“, sinniert der Fachmann schmunzelnd.

Stattdessen aber kam er vor fast drei Jahren mit Oliver Warneke, Stadtjugendwart der Feuerwehr Hohen Neuendorf, ins Gespräch, der damals eine Idee für einen Umwelttag suchte. „Ich wollte das Interesse der Jugendlichen an der Natur wecken. Sie sollten erkennen, was schützenswert ist und, dass man sich quasi direkt vor der Tür aktiv am Naturschutz beteiligen kann.“ Gesagt, getan.

Nun wurde man gemeinsam aktiv und startete die Pflegeaktion der Wachholderheide. „Manche Kinder hatten noch nie eine Astschere in der Hand“, beobachtete Warneke. Umso stolzer seien die Jugendlichen, wenn sie sehen, was sie in den wenigen Stunden mit ihrer Arbeit erreichen können. Die Ergebnisse von 2013 sind bis heute sichtbar. Przybilla: „Man sieht den Erfolg, das spornt an.“

Zur Mittagspause haben die Jugendlichen schon ein ordentliches Stück Heide vom störenden Pflanzenbewuchs befreit. Nach einer stärkenden Mahlzeit, von der Stadt finanziert, geht es weiter. Einzelne Heidepflanzen werden umgesetzt. Als Starter für neue Flächen. „Solche Aktionen muss man nun kontinuierlich wiederholen, damit diese schützenswerte Heidefläche erhalten bleibt.“

Oliver Warneke will mit dem Aktionstag aber nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz leisten, sondern auch die drei Jugendgruppen der Ortsteile näher zusammenbringen. Das ist ihm gelungen.

Von Ulrike Gawande

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