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Philipp kann auf kürzeren Schulweg hoffen

Oberhavel Philipp kann auf kürzeren Schulweg hoffen

Dieser MAZ-Beitrag hat viel Empörung ausgelöst: Dem 12-jährigen Philipp aus Oranienburg steht ab dem kommenden Schuljahr ein Schulweg von bis zu 90 Minuten bevor. Doch eine kleine Hoffnung gibt es noch: Der Bürgermeister verspricht, sich für eine akzeptable Lösung einzusetzen.

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Philipp mit seinen Eltern vor der Wunschschule in Oranienburg-Sachsenhausen.

Quelle: Marion Bergsdorf

Oberhavel. Post vom Bürgermeister haben die Eltern Jenny Gerecke und Mario Kunze und ihr Sohn Philipp erhalten. Denn sie wehren sich gegen die Mitteilung des Staatlichen Schulamtes, dass Philipp statt der örtlichen Oberschule in Oranienburg-Sachsenhausen ab September bis nach Löwenberg im Nordkreis fahren und dort die Libertasschule besuchen soll. Der Bürgermeister habe umgehend das Gespräch mit dem Landrat gesucht, um eine gemeinsame Lösung zu besprechen. Es stünden noch Schulrückmeldungen aus. Es wurde vereinbart, sich in einem Monat erneut auszutauschen, um „einen Ausgleich der Interessen zu befördern“. Weiter heißt es: Bürgermeister Laesicke „wird sich auch weiterhin für eine akzeptable Lösung Ihrer Angelegenheit einsetzen“.

Schulweg von 30, 60 oder 90 Minuten?

Eine MAZ-Leserin äußert sich zum Schulweg nach Löwenberg. Ihr sei die Galle hochgekommen, sagt Marion Wunsch aus Nassenheide, als sie im MAZ-Artikel vom 10. Juni die Aussage des Landkreises gelesen hatte. Danach würde der Junge, der von Oranienburg-Süd nach Löwenberg zur Libertasschule fahren soll, nur eine halbe Stunde brauchen. Er möge mit dem Rad zum Bahnhof Oranienburg fahren, dort den Zug nach Neu-Löwenberg nehmen und von dort mit dem Bus zur Schule fahren. Die Eltern des Zwölfjährigen hatten ihren Widerspruch damit begründet, dass der Junge für eine Fahrtstrecke 90 Minuten brauche.

Dazu Marion Wunsch aus Nassenheide, deren Kinder in Löwenberg zur Schule gehen: Der Zug nach Löwenberg (RB 12) fahre bis mindestens August 2018 nicht, es bestehe Schienenersatzverkehr. Dieser Bus fahre in Oranienburg um 7.27 Uhr los und wäre um 8.03 Uhr in Löwenberg. Der nächste Bus Richtung Schule würde um 11.40 Uhr fahren. Der Junge könnte 20 Minuten zur Schule laufen, würde aber die 1. Stunde verpassen. Auch mit dem RE 5 um 7.09 Uhr ab Oranienburg käme das Kind wegen des Umsteigens in Neu-Löwenberg zu spät zum Schulbeginn um 7.55 Uhr. Nähme der Junge den 802er-Bus von Oranienburg um 7.01 Uhr, wäre er pünktlich um 7.42 Uhr an der Schule in Löwenberg. Die Anreise mit dem Fahrrad von Oranienburg-Süd dazugerechnet, wäre er stets mehr als 60 Minuten unterwegs. Marion Wunsch: „Ich finde 60 Minuten für einen Weg zur Schule zu lang, denn die Kinder sollen nachmittags Hausaufgaben machen und einem Hobby nachgehen und nicht gestresst sein wie acht Stunden am Tag arbeitende Erwachsene.“ Damit habe sich der Landkreis nicht beschäftigt, kritisiert Wunsch.

Von Marion Bergsdorf

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