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Oberhavel Philipp verkauft Burger, Merle tourt durch Deutschland
Lokales Oberhavel Philipp verkauft Burger, Merle tourt durch Deutschland
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16:12 23.07.2013
Seit fast zwei Jahren gehört Philipp Mielke zum McDonald’s-Team in Sachsenhausen. Quelle: Anja Lindemann
Oberhavel

Nach dem Abitur quer durch Deutschland touren. Was für andere wie Urlaub klingt, ist für Merle Nicolai aus Hohen Neuendorf ein Ferienjob. Jetzt, in den Ferien, verdienen sich viele Jugendliche in Oberhavel etwas dazu.

Merles Job aber ist durchaus besonders. Durch ihre Arbeit bei einem Autohersteller bereist sie Städte, die sie sonst nie gesehen hätte. Seit sie in der Schule Psychologieunterricht hatte, wusste sie, dass ihr künftiger Beruf mit Wirtschaftspsychologie zu tun haben soll. Ob das aber auch wirklich das Richtige ist? Um dies herauszufinden, bewarb sich die 19-Jährige bei Mercedes. „Ich hatte Glück, dass ich angenommen wurde.“ Derzeit tourt sie mit einem Team fünf Wochen durch Deutschland. An verschiedenen Standorten werden Verkäufer geschult. Sie bekommen alle Informationen über die aktuellen Modelle und machen Probefahrten. Global Training heißt das.

In Hamburg und Magdeburg war Merle schon, weiter geht es nach Essen und Richtung Bayern. „Ich bin sozusagen das Mädchen für alles“, erzählt sie. „Manchmal arbeite ich am Check-in und begrüße die Leute, werte Tests aus oder trage Kisten von A nach B. Mir wird außerdem sehr viel erzählt. Deshalb lerne ich sehr viel über Autos und den Betrieb.“ So langsam erkenne sie auch die Autotypen auf der Straße. Doch nicht immer geht alles glatt, gesteht sie lachend: Einmal habe sie 500 Schlüsselbänder auf einmal getragen, die dann leider auch alle auf einmal heruntergefallen sind.

Merle Nicolai ist für Mercedes in Deutschland unterwegs. Quelle: Anja Lindemann

Geld bekommt sie nicht für ihre Arbeit, aber die Unterkünfte, die Fahrt und etwas Geld fürs Essen sind inklusive. Bereits nach ein paar Tagen war ihr klar: „Ich möchte später in einem großen Betrieb im Bereich Personalmanagement arbeiten.“ Schon diese Erkenntnis war die Reise wert. Im Oktober will sie ein Studium aufnehmen. Bei welcher Universität wird sich zeigen, wenn sie die ersten Zusagen bekommen hat.

„Die Schlümpfe müssen eben erst noch gefangen werden, deshalb verkaufen wir hier in der Eisdiele auch kein Schlumpf-Eis“, sagt Lili Braun. Sie arbeitet seit drei Jahren in einer Eisdiele in Berlin-Hermsdorf. „Das Eis wird hier selbst gemacht, aus frischen Zutaten.“ Die Hohen Neuendorferin muss die kühle Speise nicht selbst herstellen. Sie bedient die Kunden an der Theke. Es mache ihr viel Spaß, weil sie nette Kollegen hat. Schon als Kind war sie oft in dem Eisladen, weil sie in der Nähe gewohnt hat. Jetzt arbeitet sie dort. „Ich habe es geschafft, auch schon neben der Schule zu arbeiten. Ich spare, um mir eine Reise an die Ostsee leisten zu können.“

Philipp Mielke wollte ein Auto haben, „und dafür musste ich arbeiten“, sagt er. Seit fast zwei Jahren arbeitet der 19-Jährige bei McDonalds in Sachsenhausen. Den ersten Tag wird er nicht vergessen. „Es gab eine Coupon-Aktion, und ich arbeitete an der Kasse. Das war nicht so leicht“, erzählt er. Inzwischen weiß er, wie es an der Kasse abläuft. Philipp bedient die Kunden nicht nur direkt im Laden, sondern er arbeitet auch am Drive-in. „Einmal haben zwei Mädchen im Auto am Schalter nur gelacht. Ich glaube, dass sie nicht wussten, dass ich sie über die Kopfhörer hören konnte.“ In der Küche arbeitet er nicht. Es macht ihm Spaß, bei den Kunden zu arbeiten, weil die meisten sehr freundlich seien. Manchmal sei der Oranienburger auch mit Freunden im Laden, um selbst etwas zu essen. Im Herbst aber wird er umziehen, dann muss er auch von seinem Job Abschied nehmen.

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