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Oberhavel Piercen für den Tierschutz
Lokales Oberhavel Piercen für den Tierschutz
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00:32 31.03.2018
Vivian Hohmann alias Vivi Villain will über Facebook die Werbetrommel für ihre Spendenaktion rühren. Quelle: Enrico Kugler
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Velten

Wenn das Thermometer im Sommer klettert, dann kommen auch die Hunde schnell an ihre Grenzen. „Gerade ältere Tiere oder die mit viel Fell brauchen dann Abkühlung“, erklärt Ellen Schütze, Leiterin des Tierheims Tornow. Deshalb soll auf der großen Wiese des Tierheims ein Hundeschwimmteich angelegt werden. Er soll so groß sein, dass viele Tiere gleichzeitig darin schwimmen können. Billig wird das nicht. „Wenn man ihn mit Beton ausgießt, Stufen und Abfluss einbaut, liegen wir sicherlich bei etwa 10000 Euro Kosten“, sagt Ellen Schütze.

Zumindest ein Teil des Geldes wird aus Velten kommen. Dort hatte die Piercerin Vivian Hohmann – in der Szene heißt sie Vivi Villain – die Idee, den Tieren in Tornow etwas Gutes zu tun. Vom Sonntag, 1. April, bis zum Sonntag, 7. April, und nochmals am Sonntag, 15. April, wird Hohmann für den guten Zweck piercen. „40 Prozent des Umsatzes gehen dann an den Tierschutzverein Oberhavel“, erklärt die 25-Jährige, die seit drei Jahren im Veltener Geschäft Nuke Artworks Tattoo, Bahnstraße 30, arbeitet.

Für Tiere hatte die Veltenerin schon immer viel übrig, sie spendet seit Jahren für entsprechende Organisationen. Und weil ihre Facebookseite „Vivi Villain“ mittlerweile fast 5000 Personen gefällt und somit eine große Reichweite hat, glaubt die Piercerin an den Erfolg der Aktion, die sie dort auch bewirbt. „Wir geben einfach mal 800 Euro für ein iPhone aus, da kann man sein Geld doch auch mal für eine gute Sache wie dieses Tierheim investieren“, sagt die Veltenerin.

Vivian Hohmann, die selbst eine englische Bulldogge hat, hofft nicht nur, dass sich viele Kunden in der Aktionszeit piercen lassen und so helfen. Es können auch Sachspenden im Studio abgegeben werden – von Futter über Decken bis hin zu Näpfen. „Wir geben das alles ans Tierheim weiter“, sagt „Vivi Villain“. Am 16. April wird sie ins Tierheim fahren und alle Spenden übergeben.

Ellen Schütze vom Tierheim freut sich darauf. „Wir sind total angetan, weil wir uns ja über Spenden und Beiträge finanzieren.“ Eine solche Aktion via Internet helfe nicht nur dem Tierheim, bekannter zu werden, sondern auch der Piercerin selbst. Das ergebe einen Synergieeffekt, von dem beide Seiten einen Vorteil hätten.

Rund 10000 Euro kostet der Betrieb des Tierheims jeden Monat, dazu kommen unter anderem Kosten für die Behandlung beim Tierarzt. Der Großteil kommt bislang über private Spender herein. Die Leute kommen vor allem aus Brandenburg und Berlin, aber auch aus Städten wie Köln oder Hannover. „Dank der MAZ-Berichterstattung der vergangenen Monate nimmt die Zahl der Spender leicht zu“, sagt Ellen Schütze. Es komme auch vor, dass Leute ohne Angehörige ihr komplettes Erbe dem Tierheim spenden. Dennoch sei es wichtig, dass die Einrichtung in Zukunft noch mehr Spenden bekomme, um auch mittelfristig überleben zu können. Von Extras wie dem Hundeschwimmteich für den Sommer mal ganz abgesehen.

Von Marco Paetzel

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