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Pilotprojekt in Hohen Neuendorf

Recycling und Wissenschaft Pilotprojekt in Hohen Neuendorf

Einfache Frage, komplizierte Lösung: Warum gibt es in der Schule eigentlich nur einen Müllsammelbehälter für alles? Dieser Frage widmeten sich zwei Schülerinnen vom Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium in einer Facharbeit. Zugleich starteten sie ein Pilotprojekt im Physikraum, gründeten eine Müll-AG und wollen ihr System nun in der gesamten Schule einführen.

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Rebecca Schönknecht (l.) und Joephine Wernicke bei der Müllkontrolle im Physikraum.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Josephine Wernicke und Rebecca Schönknecht sind die „Recycling-Girls“ des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf. Sie wollen den „Einheitspapierkorb“ abschaffen und stattdessen ein Mülltrennungssystem an ihrer Schule einführen. Gesonderte Behältnisse soll es geben für Papier, Plastik und Restmüll, aus dem kompostierbare Abfälle noch einmal aussortiert werden.

Mit diesem Pilotprojekt beteiligen sie sich am Schülerwettbewerb „Energie geladen“, der seit zehn Jahren vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ausgelobt wird.

Die drei neuen Abfallbehälter mit den zugehörigen Hinweisen

Die drei neuen Abfallbehälter mit den zugehörigen Hinweisen.

Quelle: Helge Treichel

Zirka ein Jahr ist es her, seit ihnen auffiel, wie viel Müll in einer Schule eigentlich so anfällt, berichten die beiden 16-jährigen Hohen Neuendorferinnen in ihrer Präsentation. Und sie begannen, sich mit dem Kreislauf all der Getränkeverpackungen, Joghurtbecher und Bananenschalen zu befassen – unter energetischen Gesichtspunkten. Sie stellten fest, dass in Deutschland ein großer Teil des Mülls nicht nur lange Transportwege zurücklegt, sondern wertvolle Ressourcen am Ende einfach verbrannt und somit als Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen werden.

Diesen Standard-Kreislauf wollen sie durchbrechen – durch Abfallvermeidung und konsequente Mülltrennung. Ihr Konzept sieht einen alternativen Kreislauf ohne Verbrennung vor. Vielmehr soll alles kompostiert oder recycelt werden – möglichst direkt, indem aus Verpackungen gleich neue Gebrauchsgegenstände hergestellt werden. Und der Kompost könnte für Grünanlagen oder sogar einen Schulgarten verwendet werden.

BDEW-Geschäftsführer Ralf Wittmann nahm am Montag die Projektpräsentation aus Hohen Neuendorf entgegen

BDEW-Geschäftsführer Ralf Wittmann nahm am Montag die Projektpräsentation aus Hohen Neuendorf entgegen.

Quelle: Helge Treichel

Den Testballon ließen die Recycling-Girls im Physikraum starten, wo seit zweieinhalb Monaten drei Müllsackhalter aufgestellt sind. „Das klappt wirklich gut“, so das Fazit der Abfall-Forscherinnen aus der zehnten Jahrgangsstufe. Im Schnitt 95 Prozent des Mülls würden sauber getrennt. Das entlaste den Hausmeister, der sonst täglich rund zwei Stunden allein mit der Müllaufbereitung beschäftigt war. Dafür errechneten die Schülerinnen eine mögliche Einsparung von 350 Euro pro Monat. Für wichtig halten sie aber, dass die Aktion von Belehrungen und einer Informationskampagne begleitet wird.

Das verleitete Schulleiter Gerd Meusling zu der provokanten Frage hinsichtlich der „positive Kraft der Belehrung“. Er werde jedoch über den Vorschlag nachdenken, sagte er. BDEW-Geschäftsführer Ralf Wittmann lobte die Präsentation und drückte die Daumen für den Wettbewerb, dessen Annahmefrist bis zum 27. Mai läuft und an dem sich voraussichtlich mehr als 50 Schulen beteiligen.

Landessieg mit Roboter

Mit der Entwicklung eines universell einsetzbaren Erkundungsroboters auf sechs Beinen beteiligt sich Tim Grutzeck aus der zwölften Jahrgangsstufe des Marie-Curie-Gymnasiums am 51. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“.

Er errang in diesem Jahr den Landessieg und fährt am Donnerstag zum Bundesfinale nach Paderborn.

Sein Robo-Krabbler wiegt rund fünf Kilogramm und kann sich mittlerweile völlig selbstständig und ohne Steuerkabel fortbewegen.

Von Helge Treichel

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