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Pippis letzter Streich

Schönfließ Pippis letzter Streich

Die Schönfließer Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ wurde nach Lizenzforderungen von den Lindgren-Erben aus Schweden kurzerhand umgetauft. Aber nicht nur der Name hat sich geändert. Auch personell, konzeptionell und baulich hat sich etwas getan.

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Die Schönfließer Kita „Am Schlosspark“ beging die Namenstaufe mit einem Fest. Die Kinder entrollen das provisorische Banner, das reguläre Namensschild soll später folgen.

Quelle: privat

Schönfließ. Einen letzten Streich habe Pippi Langstrumpf den Schönfließern gespielt, sagt Kitaleiterin Linda Günther. Dabei ging es um die Namensrechte für die „Villa Kunterbunt“. Obwohl die Forderungen nach Lizenzgebühren aus Schweden wieder zurückgenommen worden waren, blieben Kinder, Erzieher und Kitaausschuss dabei und tauften ihre Kindertagesstätte kurzerhand um – auf Kita „Am Schlosspark“. „Die Forderungen hätten jederzeit erneut kommen können“, so die Leiterin.

Genau genommen wäre der Name „Am Gutspark“ historisch korrekter gewesen, gesteht Linda Günther, aber speziell die älteren Einwohner würden sich gut mit neuen Namen identifizieren. Und so wurde die Neutaufe am Freitagnachmittag mit einem großen Fest für das ganze Dorf gefeiert.

Neu ist allerdings nicht nur der Name. Auch konzeptionell stellt sich die Einrichtung neu auf, seit Linda Günther am 16. Januar die Leitung übernahm. Gemeinsam mit dem Team und dem Kitaausschuss hat sie ein neues Konzept erarbeitet – angelehnt an die Montessori- und Freinet-Pädagogik. „Wir arbeiten nach dem Situationsansatz in offenen Gruppen“, sagt die Leiterin. Bewegung und Gesundheit seien wichtige Eckpfeiler der pädagogischen Arbeit. Deshalb starte demnächst auch die Kooperation mit den Leichtathleten der Sportgemeinschaft Hohen Neuendorf (SGH). Einmal wöchentlich soll trainiert werden. Ob bereits ab November oder erst ab Januar, stehe noch nicht fest. Deshalb war der Verein auch bei der Feier mit von der Partie – neben Feuerwehr, Verkehrswacht und Seniorengruppe.

Nach dem neuen pädagogischen Konzept wurde auch der Außenbereich neu gestaltet. Im Zentrum steht das neue Klettergerüst mit Kletterwand und Stangenrutsche. Renoviert und komplett neu eingerichtet wurde Haus III, in dem die 0 bis 4-jährigen Kinder betreut werden. 40 000 Euro hat die Gemeinde investiert. Neben einem Atelier gibt es für die derzeit knapp 130 betreuten Kinder auch Räume für Kreativität, Bewegung, Bildung (Bildungsinseln) und Ruhe (Snoozelraum) sowie die Krippe.

Im nächsten Jahr, so ist es geplant, soll nach Haushaltsbeschluss auch Haus I renoviert und neu ausgestattet werden. Dort sind die Schul- und Vorschulkinder untergebracht.

Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus (SPD) nutzte die Gelegenheit zu Gesprächen mit den Gästen des Festes. Den neuen Namen begrüßte er, drücke er doch eine größere örtliche Verbundenheit aus.

Von Helge Treichel

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