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Oberhavel Pläne für Ferienhäuser in bester Lage
Lokales Oberhavel Pläne für Ferienhäuser in bester Lage
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00:41 02.03.2018
Das ehemalige Sägewerkgelände am Havelpark in Fürstenberg darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Quelle: Fotos: Martina Burghardt
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Fürstenberg/Havel

Der Fürstenberger Bebauungsplan Nummer 13 ist beschlossen. Auf der knapp zehn Hektar großen Brache zwischen Baalensee, Havelpark und Havel werden etwa 80 Ferienhäuser sowie zwei bis drei Wohnhäuser, in denen es auch altersgerechte Wohnungen geben soll, gebaut. Die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung in der vorigen Woche war einstimmig.

Invester verhandelt seit Jahren mit der Stadt

Seit mehreren Jahren verhandelt der Investor mit der Stadt Fürstenberg über die Pläne zur Entwicklung des ehemaligen Sägewerksgeländes. Die Stadt hatte auf den Kauf der Fläche verzichtet. Stephan Pluskat aus Hoppegarten (Märkisch Oderland) wollte zunächst ein Boots-Winterlager in Kombination mit einer Photovoltaikanlage auf dem wasser- und zentrumsnahen Grundstück errichten. Dieses Vorhaben wurde Ende 2014 von den Stadtverordneten abgelehnt. Dass auf dem Wassergrundstück kein Wohngebiet entstehen darf, ist dem Landesentwicklungsplan geschuldet. Deshalb werden überwiegend Ferienhäuser gebaut.

In der neu entstehenden Siedlung dürfen zwei- bis dreigeschossige Häuser errichtet werden. Auf den als reines Wohngebiet ausgewiesenen Flächen sind drei Geschosse erlaubt. Zulässig sind nur Einzel- und Doppelhäuser. Ausgeschlossen ist der Bau von Sportanlagen. Zur Erschließung des Gebietes hat die Stadt mit dem Investor einen öffentlich-rechtlichen Vertrag geschlossen, der die Verbindung von der Zehdenicker Straße zum Havelpark und zur Eisenbahnfähre auf eigene Kosten bauen muss.

Wegebau beschäftigt die Stadtverordneten

Während es zum Bebauungsplan keine Anmerkungen gab, sorgte der Erschließungsvertrag noch einmal für Diskussionen in der Stadtverordnetenversammlung. Der Zugang zur Havel ist derzeit nämlich nicht möglich. Wegen mehrerer Brände, Vandalismus und aus Sicherheitsgründen hatte der Investor den Weg gesperrt. Manfred Saborowski (Linke) wollte wissen, wann das Verbot aufgehoben wird. Theoretisch kann nach den Beschlüssen mit dem Wegebau begonnen werden. Praktisch geht es um die Vermarktung. Auf Nachfrage von Olaf Bechert (CDU) bestätigte Stephan Pluskat, dass die Grundstücke parzelliert und verpachtet oder verkauft werden. „Nach dem Beschluss wird ein Ingenieurbüro mit der Wegeplanung beauftragt“, versicherte er. Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) warb um Verständnis für den Investor. „Da gibt es jemanden, der das Grundstück entwickeln will“, sagte er. Der Investor könne nicht ohne klare Beschlusslage in Vorleistung gehen.

Im Erschließungsvertrag ist der Zeitpunkt für die Fertigstellung der Wege an die der Gebäude geknüpft: Wenn die ersten Häuser stehen, ist mit dem Wegebau zu beginnen. Spätestens bis zur Fertigstellung der Bauten sollen die Wege benutzbar sein. Nach der Bauabnahme gehen die Wege in den Besitz der Stadt über; ab dann gilt eine Gewährleistungsfrist von fünf Jahren.

Zum Spielplatzbau nicht verpflichtet

Ob ein öffentlich zugänglicher Spielplatz in der Ferien- und Wohnsiedlung entstehen wird, ist noch unklar. Eine Verpflichtung besteht nicht, dafür werden zu wenige Wohnhäuser gebaut. Grundsätzlich seien jedoch ein Sport- und Spielbereich vorgesehen, hieß es. Auf eine explizite Ausweisung sei jedoch verzichtet worden, wie Bauamtsleiterin Sylvia Jandt erläuterte. „Eine Spielfläche ist als Nebenanlage zulässig“, erklärte sie. In einer Feriensiedlung bestehe jedoch kein Anspruch darauf. „Die Gestaltung obliegt dem Eigentümer“, so Sylvia Jandt.

Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg) hatte diesbezüglich eine schriftliche Anfrage an die Verwaltung gerichtet. Er wollte wissen, ob möglicherweise Kosten auf die Stadt zukommen, weil der Spielplatz nicht Gegenstand des Erschließungsvertrages ist. Die Bauamtsleiterin versicherte, dass keine Folgekosten entstehen und zitierte aus einem anwaltlichen Schreiben. Die Frage von Raymund Aymanns, ob der Abwasserzweckverband entsprechende Erschließungsbeiträge erhoben hat, wurde nicht beantwortet. Die Ausweisung der Beiträge sei in dem aktuellen Zusammenhang nicht vorgesehen, so die Antwort aus dem Rathaus..

Von Martina Burghardt

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