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Oberhavel Plakate rütteln auf
Lokales Oberhavel Plakate rütteln auf
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01:31 02.06.2018
Gedenken an eine Radfahrerin, die an der Kreuzung Lehnitzstraße/ Saarlandstraße in Oranienburg ihr Leben lassen musste. Quelle: MAZ
Oranienburg

„Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Brandenburg“, der Oranienburg seit Gründung 2015 angehört, startet am 1. Juni eine Verkehrssicherheitskampagne, die sich in erster Linie an Auto- und LKW-Fahrer richtet. „Ziel ist es, insbesondere für den lebensrettenden Schulterblick sowie den notwendigen Überholabstand zu sensibilisieren und damit Unfallrisiken sowie Konfliktpotenziale zwischen Rad- und Autofahrern möglichst zu minimieren“, sagt Sven Dehler, Verkehrsplaner der Stadt.

Zwei Plakatmotive wurden für die Kampagne entwickelt. Die eine Illustration thematisiert den Schulterblick, die andere den Abstand, den Autofahrer beim Überholen von Radfahrern einhalten sollten. Die Großflächenplakate werden landesweit an Hauptstraßen und Kreuzungspunkten zu sehen sein. Auch in Oranienburg vom 1. bis 11. Juni an drei Standorten: an der Ecke André-Pican-Straße/Dr.-Heinrich-Byk-Straße, auf Höhe der Einfahrt zum Sportplatz und an der Sachsenhausener Straße/Ecke Heidestraße.

„Jede vierte im innerörtlichen Straßenverkehr verunglückte Person in Deutschland ist ein Radfahrer“, so Dehler. Unfälle mit abbiegenden Kraftfahrzeugen und geradeaus fahrenden Radfahrern machen dabei einen erheblichen Anteil an Unfällen aus und sind zumeist folgenschwer. Ursache hierfür ist zum einen die fehlende Sichtbeziehung zwischen Autofahrern und Radfahrern an Kreuzungen und Einmündungen. Zum anderen führt falsches Verhalten beim Abbiegen zu häufig schweren Unfällen mit Radfahrern.

„Verkehrsbeobachtungen haben gezeigt, dass jeder fünfte Autofahrer keinen Schulterblick macht, auch dann nicht, wenn sich ein Radfahrer in direkter Nähe befindet“, so Sven Dehler. Auch das Überholen von Radfahrern kann mitunter für diese zur Gefahr werden, denn Radfahrer haben keine eingebaute Knautschzone, im Gegensatz zum PKW. „Als häufigster Grund, warum Radfahrer aus Angst auf der Fahrbahn zu fahren lieber auf den Seitenraum ausweichen, wo sie letztlich nicht nur Fußgänger, sondern auch sich selbst gefährden, wird ein zu dichtes Überholen durch Autofahrer genannt“, erklärt Sven Dehler.

Von MAZ-online

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