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Planungen fürs Gemeindezentrum Leegebruch

Ziel: Bauantragstellung im Sommer Planungen fürs Gemeindezentrum Leegebruch

Im Frühjahr 2018 muss die Leegebrucher Gemeindeverwaltung aus den bisherigen Räumlichkeiten am Eichenhof ausziehen. Der Eigentümer des Gebäudes möchte dort altersgerechtes Wohnen unterbringen. Deshalb laufen im Rathaus die Planungen für das neue Gemeindezentrum derzeit auf Hochtouren. Im Bauausschuss wurden ein erster Vorentwurf vorgestellt.

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Vorentwurf des Objektplans für das neue Gemeindezentrums mit Sporthalle in Leegebruch.

Quelle: Plan: MW & Partner Bauingenieure

Leegebruch. Obwohl Leegebruchs Bürgermeister Peter Müller noch immer aufgrund von Krankheit sein Amt nicht ausüben kann, schreiten im Rathaus die Planungen für das neue Gemeindezentrum „Am Wasserwerk“, in dem auch die Gemeindeverwaltung untergebracht werden soll, voran.

Denn die Zeit drängt, wie Bauamtsleiter Norman Kabuß auf der letzten Sitzung des Bauausschusses noch einmal mit Nachdruck betonte. Im Frühjahr 2018 laufen die Mietverträge für die jetzigen Räumlichkeiten am Eichenhof aus. Der Eigentümer des Eichenhofs könne dabei den Auszug der Verwaltung kaum erwarten, da er plane – das Einzelhandelskonzept laufe nicht –, das Gebäude für altersgerechtes Wohnen zu nutzen, so Kabuß. Die Nachfrage sei groß, was auch die Seniorenbefragung der Gemeinde 2015 bestätigt hatte. Kabuß: „Das ist doch ein schöner Beigeschmack: Seniorenwohnungen mitten im Ort.“

„Trotz Zeitnot wurde gut geplant.“

Für das neue Gemeindezentrum soll schon im Juni der Bauantrag gestellt werden und man hoffe, noch 2016 den ersten Spatenstich setzen zu können. „Doch trotz Zeitnot, wurde gut geplant“, erklärte Kabuß den jetzigen Vorentwurf des Objektplans vom Bauingenieursbüro MW & Partner aus Hennigsdorf. Vor allem die Kosten habe man im Blick. Die Funktionalität stehe im Vordergrund. „Wir wollen keinen Protzbau. Eher praktisch, als übertrieben schick. Das Gebäude soll zu Leegebruch passen.“

Durch ein Flachdach ist eine Aufstockung ist möglich.

So verzichtet man auf einen Keller und setzt bei dem L-förmigen Gebäude auf ein Flachdach, wodurch aber die Möglichkeit einer Aufstockung eines zweiten Geschosses auf zweidrittel der Fläche gegeben ist. Aus Preisgründen entschied man sich auch gegen eine Glasfassade. Lediglich die Bibliothek, die statt bisher 120 später 135 Quadratmeter groß sein wird, soll komplett verglast werden. „Sie liegt mit ihrer einladenden Front zur Birkenallee, damit sie von den Menschen wahrgenommen wird.“

Der Bürgersaal bietet Platz für 198 Menschen.

Die wichtigste Neuerung ist aber der neue Bürgersaal, der auf 206 Quadratmetern bei Veranstaltungen 198 Menschen Platz bietet. „So etwas gab es bisher nicht in Leegebruch“, kann auch Kabuß ein wenig Stolz nicht verbergen. Zustimmendes Nicken kommt von den Besuchern des Ausschusses und den Abgeordneten. Denn auch für die Sitzungen der Gemeindevertretung soll der teilbare Raum genutzt werden. Bisher stand lediglich ein Viertel der Fläche zur Verfügung, so dass viele Sitzungen bei größerem Besucherinteresse sehr beengt abliefen. Bei Veranstaltungen könne der Saal mit dazugehöriger Küche,Toiletten und Terrassenbereich, durch einen separaten Eingang unabhängig vom Rest des Hauses genutzt werden. 40 Parkplätze ergänzen das Angebot.

Sicherheitsgründe: Einwohnermeldeamt wird Großraumbüro.

Die neuen Räume der Verwaltung, die wieder durch einen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar sein werden, erstrecken sich über den restlichen Bau. „Wir haben funktional geplant und aus Geldgründen auf große Raumreserven verzichtet, aber das Optimum herausgeholt“, so Kabuß. Lediglich das Einwohnermeldeamt werde man als Großraumbüro sichtbar öffnen. Das habe auch einen Sicherheitsaspekt, erklärte der Fachmann, weil es 2015 einen Vorfall im Amt gegeben habe, wo ein Mitarbeiter gefährdet gewesen sei. „Dort gibt es den größten Publikumsverkehr.“

Reversibilität des Gemeindezentrums ist gewährleistet.

Auf Nachfrage machte Norman Kabuß deutlich, dass auch die Reversibilität des Gebäudes gegeben sei, falls Leegebruch seine Eigenständigkeit im Zuge der Verwaltungsstrukturreform 2019 verlieren sollte. Bürgersaal und Bibliothek blieben dann aber erhalten. Bauausschussvorsitzender Martin Hinze (CDU) lobte die „vernünftige“ Planung der Verwaltung.

Und der Bauamtsleiter stellte in Aussicht, dass sobald die Pläne für das Gemeindezentrum abgeschlossen seien, mit der auf demselben Grundstück entstehenden Sporthalle begonnen werde.

Von Ulrike Gawande

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