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Oberhavel Plötzlich schwanger, was nun?
Lokales Oberhavel Plötzlich schwanger, was nun?
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15:23 08.11.2017
Hier werden Verhütungsmittel gezeigt und erläutert. Quelle: Marion Bergsdorf
Oranienburg

Altenpflegerinnen und Altenpfleger werden dringend gebraucht. Damit die für diesen Beruf gewonnenen Azubis ihre Ausbildung auch wirklich beenden und sie nicht abbrechen, fand gestern im ehemaligen Rungegymnasium, dem jetzigen Sitz des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums und der Agus-Altenpflegeschule, der erste Beratungsmarkt im Landkreis statt. Organisiert von den Mitstreitern des Projektes „Einstieg Oberhavel“, das vom Bundesministerium für Arbeit und von Gremien der Europäischen Union gefördert wird. Seit Jahren gibt es eine Zusammenarbeit dieses Projektes mit dem Mendheim-Oberstufenzentrum. Wir wollen junge Leute in Ausbildung bringen und sie während der Ausbildung stärken, damit sie ihren Abschluss schaffen. Wir helfen nicht inhaltlich zum Beispiel in Mathe und Deutsch, sondern bei Problemen in der Schule, in der Familie oder im Praktikum“, erklärt Rolf Kleine vom „Einstieg Oberhavel“. Konkrete Zahlen zu Abbrechern in der Ausbildung zu Altenpflegern nennt Kleine nicht. Doch der 16-jährige Justin von der Horst aus Nassenheide, der an der Agus-Schule lernt, meint: „Nur ein Drittel der Azubis schafft den Abschluss.“ Warum das so ist, weiß er nicht. Doch seine Klassenkameraden meinen: „Die Prüfung ist schwer.“

Genau hier setzt „Einstieg Oberhavel“ an. 150 Azubis, angehende Sozialassistentinnen und Sozialassistenten des Oberstufenzentrums sowie der Altenpflegeschule absolvierten dafür acht Stationen. Dort ging es um Probleme, die während der Ausbildung auftreten könnten und um das Aufzeigen von Möglichkeiten, Hilfe zu erhalten. Zum Beispiel, wenn Dauerstress aufkommt. Nicole Kleine von „Einstieg Oberhavel“ listete gemeinsam mit den jungen Leuten auf, was zu Stress führen könnte. Die Azubis nannten zum Beispiel Zeitdruck in der Ausbildung und Prüfungsangst. Als Angebot, besser damit klarzukommen, lud sie die Azubis ein, die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen auszuprobieren. Das ist eine Technik der Entspannung, die auf der wechselweisen Anspannung und Entspannung der Muskulatur beruht. Viele Jugendliche waren danach begeistert und meinten, sie könnten sich so etwas regelmäßig vorstellen.

Um eine andere Krisensituation ging es an der Station des Deutschen Roten Kreuzes. Hier wurden die Azubis mit einem Fallbeispiel konfrontiert. Danach hat die 17-jährige Amanda seit zwei Monaten einen Freund und möchte mit ihm das erste Mal Sex erleben. Sie hat jedoch Angst, schwanger zu werden, will jedoch ihre Ausbildung schaffen. Was würde die beste Freundin Amanda raten? Die Schüler notierten auf ein großes Blatt Papier die ihnen bekannten Verhütungsmittel und Anlaufstellen für den Fall, dass Amanda schwanger werden sollte. Zwei Mitarbeiterinnen von der Schwangerschafts- und Konfliktberatung des DRK erklärten den Azubis, welche Verhütungsmittel wie funktionieren, was bei der Konfliktberatung besprochen wird und was man zu einer Abtreibung wissen sollte. Es gebe durchaus Möglichkeiten, als Schwangere die Ausbildung abzuschließen, erzählte eine ältere Auszubildende, die schon Kinder hat.

Weitere Themen der Beratung waren Drogensucht, Spiel- und Mediensucht sowie Pflege. Es sei gut, von solchen Beratungsstellen zu wissen, meinte Stephanie Piller (25) aus Oranienburg. Sie macht ihr Examen an der Agus-Schule und arbeitet schon einige Jahre in der Altenpflege bei domino. Sie liebt ihren Beruf: „Was man den alten Menschen an Zuwendung gibt, kriegt man zurück.“

Von Marion Bergsdorf

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